Dampflokomotiven müssen erhalten werden

Areguá: Die letzte Dampflokomotive der Welt, die einen Zug im regulären Betrieb, gezogen hat war bis 1999 in Paraguay im Einsatz. „Dieses historische Datum sollte touristisch genutzt werden“, sagte Ian Thompson Newman, englisch-chilenischer Abstammung. Seiner Einschätzung nach wäre es völlig ausreichend einen historischen Zug vom Botanischen Garten bis nach Areguá zu betreiben, mit späterer Anschlussoption von Sapucaí.

„Die Dampflokomotiven die Paraguay hat sind sehr wertvoll aus historischer Sicht, wenn sie auch nicht sehr ökologisch sind durch den Gebrauch von Brennholz. Für eine touristische Nutzung muss eine Strecke ausgesucht werden, die danach ausgebaut wird. Am einfachsten wäre die Verbindung Botanischer Garten bis Areguá. Wenn es bis Ypacaraí gehen würde wäre es noch besser. Später wäre es auch gut die Strecke bis nach Sapucaí auszuweiten, weil das die Reparaturhallen stehen, die selbst ein Technikmuseum beinhalten könnten“, erklärte Thomson Newman bei einem Interview.

Dieser internationale Experte, was Eisenbahnen angeht, hatte in Paraguay, welches er in den letzten 20 Jahren unzählige Male besuchte, ein eindringliches Erlebnis, was er in einer englischen Publikation wiedergab. Er fuhr 1990 mit der Eisenbahn von Encarnación bis nach San Salvador (Guairá) in 18 Stunden. Die Länge der Strecke beträgt jedoch nur 180 km.

Der Experte wusste jedoch noch nicht, dass auf dem Teilstück der neuen Autobahn die Schienen entfernt wurden und somit das Projekt an sich nicht durchführbar wäre. Die Regierung hatte zwar vor vier Fahrspuren plus die Schienen zu bauen, jedoch gewannen die vier Spuren ohne Schienen, da nicht genügend Platz vorhanden war.

Andererseits erklärt er, dass die Einführung eines neuen Zugsystems keineswegs den Aufbau einer touristisch genutzten Strecke mit Dampflokomotiven behindert.

Für Thompson sind die Werkstätten von Sapucaí einzigartig auf der Welt. Obwohl eine ähnliche wenn auch kleinere Werkstatt für Dampflokomotiven in Tacna, Peru steht, ist die in Sapucaí bis zuletzt genutzt worden und alle Maschinen wurden mehr oder weniger in Schuss gehalten.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Dampflokomotiven müssen erhalten werden

  1. Die Dampflokomotive soll erhalten bleiben, auch die Tiger sind „patrimonio nacional“ und dürfen keinesfall in die USA gebracht werden, obwohl bereits 2 in den letzten Wochen eingegangen sind. Alle wollen alles, aber keiner will bezahlen. Man wird mit Steuergeldern zum x-ten Male die Strecke nach Aregua sanieren, wobei sich einige wieder gesund stossen werden, die Lok wird dreimal fahren und dann wieder dort stehen bleiben, wo sie jetzt auch steht und ist ihrem Schicksal preis gegeben. Mit der Zeit wird man sie verschrotten um noch was raus zu holen.

  2. Zitat:
    „Die letzte Dampflokomotive der Welt, die einen Zug im regulären Betrieb, gezogen hat war bis 1999 in Paraguay im Einsatz“

    Das stimmt nicht!!

    In China, Myanmar, Indien, Simbabwe und selbst in Paraguay (Verschub von Argentinien nach Encarnacion) fahren auch heute noch planmäßig Züge mit Dampfloks.

    Siehe Wikipedia.

  3. Haar spalterei wo die letzte Dampflok gefahren ist oder noch fährt.
    Entscheident ist der Historische Wert den sie war die erste hier auf den Kontinent.
    Entscheident ist der Kulturelle Wert,ein Relikt aus der Zeit des Industrielen Fortschrittes.
    Zum Anderen sehe ich auch einen sehr hohen Touristischen Wert.Mit den Gewinn von finazierbaren Arbeitsplätzen,durch den Betrieb und Erhalt der Eisenbahn und ihrer Strecke sowie die vielen auf den Weg liegenden Zukünftigen Restaurants und Hotels alles im Flair der Nostalgie.
    Zum Anderen gehört die alte Bahn zu Paraguays Kulturerbe und somit allen Paraguayern ,da hat so ein Politiker ( Schmiergeldemfänger) kein Recht darüber ein Urteil zu fällen und sie verschrotten zu wollen.

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