Dario Messer erhielt Hausarrest

Rio de Janeiro: Was schon fast einem Geniestreich ähnelte, wurde in zweiter Instanz wieder außer Kraft gesetzt. Die mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus wird nicht höher eingestuft als die gegebene Fluchtgefahr.

Richter Abel Gomes vom Berufungsgericht entschied die Entscheidung des Strafrichters Marcelo Bretas aufzuheben, womit er dem Geldwäscher Darío Messer Hausarrest erteilte, nachdem dieser aus Angst vor eine Covid-19 Ansteckung aus der Haft entlassen werden wollte.

Die Operation Patron zeigte die logistische und fin finanzielle Kapazität von Dario Messer um Spuren zu verwischen und mit gefälschten Dokumenten zu verschwinden. Da er 1,6 Milliarden US-Dollar Schwarzgeld wusch stehen ihm bis heute noch alle Türen offen.

Messer sitzt seit Juli 2019 im Pedrolino Werling de Oliveira Gefängnis, bekannt als Bangu 8. Laut brasilianischen Medien sitzen darin nur 70 Insassen. Platz ist für maximal 146 Personen.

Bei der Operation Patron kam es auch zu einem Haftbefehl gegen den Seelenbruder Horacio Cartes, der Messer seinen Aufenthalt in Paraguay versüßte und der ihm auf seiner Flucht, zugegebenermaßen, 500.000 US-Dollar zukommen ließ. Den besagten internationalen Haftbefehl konnten Cartes’ Anwälte wieder aussetzen lassen. Die Untersuchung auf paraguayischer Seite kam vollkommen zum Stillstand.

Wochenblatt / Abc Color

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