Das Bier wird knapp

Ciudad del Este: Ähnlich wie bei den Kraftstoffreserven scheint es nun auch bei Bier einen Engpass zu geben. Grund dafür sind die Proteste von Truckern gegen Roadtrains im Land.

Fernando Torres, Direktoriumsmitglied der Brauerei Cervepar, sprach heute Morgen mit Pressevertretern und wies auf ein Problem hin, was Biertrinker zu spüren bekommen könnten.

“Die Lkw Fahrer der Brauerei sind nicht bereit auf die Straßen zu fahren, wenn sie sich anstellen und eine Schlange bilden sollen. Sie gaben bekannt, Drohungen erhalten zu haben, wenn sie sich nicht auch an den Protesten gegen Roadtrains beteiligen“, so Fernando Torres, Bevollmächtigter für Unternehmerische Belange der Brauerei Cervepar, die unter anderem den Osten des Landes mit Bieren der Marke Brahma und Pilsen versorgen.

Derzeit ist das Departement Alto Paraná unterversorgt mit Bier, weil sie nicht die leeren Pfandflaschen zurück zur Fabrik fahren können, um sie erneut füllen zu lassen. Die unterbricht die Verteilerkette der Brauerei. Wenn die Proteste weiter anhalten, könnte das ganze Land die Unterversorgung zu spüren bekommen.

Neben dem Fehlen von Bier gibt es auch Probleme bei der Versorgung von Kraftstoffen und Milch. „Wir sind nicht dafür, dass die Wirtschaft des Landes unter den Protesten leidet. Wir glauben, dass sich Regierung und Lastkraftwagenfahrer zusammensetzen sollten, um zu einer Übereinkunft zu kommen. Die Fahrer der Biertransporter wollen arbeiten, können dies jedoch nicht aus Angst vor Repressalien“, so Torres abschließend.

Wochenblatt / Abc Color

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18 Kommentare zu “Das Bier wird knapp

  1. Ein dämlichereres Theater als diese angeblich freie Wirtschaft mit für einen blinden erkennbaren Kartell bei jeder Sparte im Hintergrund gibt es definitiv nicht. Jede Gelegenheit wird genutzt um sofort Preise erhöhen zu können, vermutlich arbeiten die sogar zusammen.
    Das alles wäre noch nicht mein Problem, ich sage ja ganz offen was ich von denen halte. Was mir aber schon Sorgen bereitet, ist ein wirklich akuter Ernstfall. Wenn da genauso so gearbeitet wird und man wäre auf den Good Will solcher Berufsbetrügern angewiesen.

  2. Das ist doch eine Schweinische Frechheit von den Demonstranten, das die Privaten darunter leiden müssen. Da soll der H.C. zeigen was er kann, einmal warnen, danach alle Demonstrierenden LKW abfackeln. Nur so ist das Problem schnell gelöst.

    1. Na dann bleibt nur zu hoffen das Sie nicht einmal für Ihre Sache auf die Strasse gehen müssen!
      Nu aber noch schnell Vorrat anlegen…:-)

    2. HC soll zeigen was er kann? Das hat er doch schon seit 5 Jahren gezeigt. Deshalb geht es so rasant „bergauf“ im Land – oder ist es nicht bergauf, wenn man ohne gasgeben zu müssen, immer schneller wird….?
      LKW abfackeln – na was ist das denn für ein Niveau. Warum nicht alle erschießen, am besten ihre Familien gleich mit. Kaum zu glauben, was hier für Leute wohnen – wenn sie dann hier leben und nicht aus Deutschlands tristem Winter aus Frust hier rummotzen 🙂

  3. Naja, dann steigen die Leute eben um auf Cana, ist erstens billiger als Bier und außerdem steigt er schneller in den Kopf als Bier. Bei Bier muss man nur viel Pinkeln und braucht mächtig viel, bevor man seinen Pegel erreicht. Andere Frage, wer leidet denn immer bei Demonstrationen, Arbeitsniederlegungen und so weiter, überall auf der Welt ? Der “ kleine man “ weil überall auf der Welt solche Kosten gleich auf die Verbraucher übertragen wird. Das Problem ist nur, wenn dann eine Lösung gefunden wird, sinken die Preise aber nicht, diese bleiben auf dem Niveau bis zum nächsten Preisanstieg, egal durch was verursacht.

  4. Streik sind ganz gut wenn Sinn dahinter steht ohne Frage. Mein Aber ist ganz ein deutlich wer Andere dazu Zwingt an einen Streik mit zu machen und diese Personen mit Körperlicher Gewalt bedroht ,das ist ein NO GO!! Meistens stecken Linke und Gewerkschaften dahinter und wie einst im Schönen England eine Industrie fast am Ende durch diese Streiks. Dann kam Margret Thatcher und stellte Militär vor den Fabrik Eingangstoren um die Streikposten an ihren Schändlichen Verhalten Arbeitern gegenüber die arbeiten wollten zu hindern und oh Wunder es ging langsam sehr langsam Aufwärts mit der Industrie aber deswegen langsam weil sie wie gesagt fast kaputt gestreikt war.Statt des Roadtrains sollte lieber die Eisenbahn ausgebaut werden,PY seine Straßen sind nicht gemacht für so ein großes Fahrzeug und dessen Enormes Gewicht.

    1. Du hast vergessen, zu erwähnen, dass die Kommunisten Schuld sind nicht nur LInke oder Gewerkschaften. Ach ja, wie einst im schönen alten England….. – Welchen Schulabschluss hast du denn?

      1. franz ! Wo kommst du denn weg? Das du dich erdreistet mich zu fragen was für einen Schulabschluss ich habe? Lerne erst einmal lesen und zwar richtig und dann begründe mal ein Geschwafel.

    2. Wegen dem Gewicht bin ich mir nicht so sicher, ich glaub, wegen den vielen Achsen verteilt es sich besser auf die Strasse. Stimme aber zu, dass Gueterzuege viiiiiiel besser und geeigneter waeren als solche Truemmer-LKW´s. Bei den einspurigen Rutas ist das Ueberholen so eines LKW´s dann noch nervenaufreibender.

      Ich denke aber auch, dass diese LKW-Fahrer die andere dazu ZWINGEN mitzumachen eindeutig zu weit gehen. Geht gar nicht sowas.

  5. Ihr wisst aber schon das Streiks in erster Linie darauf abzielen sollen das Druck ausgeübt werden soll. Dies geschieht nicht aus Gehässigkeit oder um seine Mitmenschen zu ärgern sondern nur um auf ein vermeintliches „Unrecht“ oder auf eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Irgend jemand muß immer darunter leiden. Das ist ja auch der Zweck der Übung! Diese Leute legen die Arbeit nieder aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes und das ohne irgendeine „Entlohnung“. Unter diesen Bedingungen würde sehr wahrscheinlich kein Westeuropäer malochen wollen! Vor allem uns Deutschen wurde spätestens ab der Wende diese Tugend genommen. Unter dem Deckmäntelchen der Arbeitsplatzsicherheit ist es seitdem verpönt seinen Unmut offen durch Streiks nach außen zu tragen. Die Gewerkschaften gibt es so nicht mehr. Was ist geblieben? Stagnierende bzw. sinkende Löhne, Leiharbeiter, Zeitarbeiter und Werksverträge.
    Aber bald ist dort ein Land mit Vollbeschäftigung in dem fast alle gut und gerne leben können.

    1. Mal ins Verhätlis gesetzt, zur häuslichen Gewalt gab es keinen einzigen Kommentar. Kann ich Dir nur zustimmen.
      Die Kommentare hier nehmen seit Jahren an Qualität ab.
      Als Asuncioner 45 und Asuncioner hier noch geschrieben haben, war das noch lesenswert.

    2. Das hat nicht mit Bierknappheit zutun, sondern mit der LKW Karowahne die im Schritttempo vor ihnen fährt, und sie müssen an die Arbeit, und kommen wegen diesen Idio…… zu späht. Mussten Sie schon hinterher fahren, haben Sie sich da nicht aufgeregt?

  6. Interesant wo das Herz der leute ist,gleich 16 kommentare.Was da alles herauskommt bist ins Wochenblatt(Der Bauch ist ihr Gott) und der Schoepfer aller Dinge gedenkt niemand,sieh erstes gebot.Denkt den niemand darüber nach bei welchen der beiden er die Ewigkeit verbringen will?

  7. „Ihr wisst aber schon das Streiks in erster Linie darauf abzielen sollen das Druck ausgeübt werden soll. Dies geschieht nicht aus Gehässigkeit oder um seine Mitmenschen zu ärgern sondern nur um auf ein vermeintliches „Unrecht“ oder auf eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Irgend jemand muß immer darunter leiden. Das ist ja auch der Zweck der Übung! Diese Leute legen die Arbeit nieder aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes und das ohne irgendeine „Entlohnung“.

    Herzlichen Dank, Kaspar. Das ist genau der Punkt! Immerhin einer der noch um die Ecke denken kann und nicht nur gehässiges, sinnloses Geschrei und Geschwurbel abliefert.

    Fakt ist, dass Paraguayos keine Arbeitserlaubnis in Brasilien bekommen, wenn sie als selbstständiger Spediteur ihre Brötchen verdienen wollen, und jetzt sollen also einfach diese Brasileros als Konkurrenz für die Nativos kommen dürfen, um denen mit anderem Equipment grosse Teile der Arbeit abzuknöpfen?
    Wer nicht versteht, dass da radikale Massnahmen notwendig werden, den verstehe ich nicht (um mich mal freundlich auszudrücken).
    Es reicht ja schon dass Subunternehmer im Auftrag des Staates z.T. die Löhne monatelang nicht bezahlen und die Nativos denen dauernd hinterherrennen müssen. Ein Freund von mir hat deshalb seinen Job gewechselt.

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