Das Geschäft mit dem Wasser

Asunción: Wasser ist für das menschliche Leben unentbehrlich. Ohne es kann man nicht leben. Heute gibt es gravierende Mangelerscheinungen, die für viele den Fortbestand des Lebens gefährden. Wenn es keine Programme und politischen Pläne gibt, um seine Verwendung und/oder seinen Verbrauch zu regulieren, sieht die Zukunft in den meisten Fällen sehr düster aus.

Jetzt ist Mexiko verzweifelt auf der Suche nach Wasser, da Unternehmen für Erfrischungsgetränke Milliarden Liter verbrauchen. Tatsächlich ist dieser Markt der größte Markt der Welt für Coca-Cola. Dieses Land hat unter seinem Boden neben Wasser auch schwarzes Gold oder einfacher gesagt Erdöl, was auch seinen wirtschaftlichen Wert hat. Vielleicht ist es aufgrund der Menge an Nutzen und Nutzung viel mehr wert als die lebenswichtige Flüssigkeit Wasser geworden, aber davon leben wir nicht. In anderen Ländern ist ein Liter Wasser mehr wert als ein Liter des besten Kraftstoffs.

Wasser hat einen vielleicht sogar überschätzten Wert für den Menschen, der Wasser zum Leben verbraucht und nutzt. Unter einigen Böden wie in Paraguay gibt es eine Gesamtfläche von 1.150.000 km² Grundwasser, die sich das Land mit Brasilien und Uruguay im sogenannten “Guarani-Aquifer” teilt. Ein bekanntes Naturgeschenk, das eines des größten unterirdischen Wasserreservoirs der Welt darstellt.

Vielleicht erkennen oder erleben wir jetzt mit Verspätung dieses Dilemma in der gerechten Verteilung und Nutzung des Gemeinwohls, das Wasser für alle Bewohner der Welt ist oder sein sollte. Ein Raum, der es durch schlechte Pflege, Gier und andere schlechte Adjektive des Egoismus sehr schwierig macht, in unserem gemeinsamen Zuhause weiterzubestehen: Der Erde. Das passiert heute mit den Mexikanern, einem Land mit vielen natürlichen Ressourcen, die, wenn sie gut verwaltet werden, Grundbedürfnisse wie Durstlöschen oder Trinken für die innere Gesundheit unseres menschlichen Systems erfüllen können.

Während Städte wie Monterrey von Dürre heimgesucht werden, stehen Menschen mit Wassereimern Schlange. Aber Coca-Cola und andere Unternehmen entnehmen weiterhin Grundwasser, um ihre Produkte zu entwickeln, die als suchterzeugend und gesundheitsschädlich kritisiert werden.

Die Dürre im Norden Mexikos bedeutet, dass die Wasserhähne in der Stadt Monterrey, die hauptsächlich von den Stadtbehörden verwaltet wird, trocken sind, sie sind die einzige Möglichkeit, Haushalte und Unternehmen mit Wasser zu versorgen. Der größte Widerspruch besteht darin, dass die Wasserkonzerne weiterhin die lebenswichtige Flüssigkeit für ihre Geschäfte gewinnen, während die Menschen nicht trinken können. Dasselbe passiert in Paraguay, da die Erfrischungsgetränkehersteller nichts an die Staatskasse für die Entnahme von Wasser für ihre Produkte zahlen.

In Mexiko wächst derweil die Wut auf Getränkekonzerne mit Abfüllanlagen, darunter Coca-Cola und Heineken, die Milliarden Liter Wasser aus öffentlichen Stauseen pumpen, während die Menschen durstig sind. Ein schrecklicher Widerspruch.

Wochenblatt / El Independiente / Beitargsbild Archiv

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8 Kommentare zu “Das Geschäft mit dem Wasser

  1. Ich wollte Nestle sonst gehörig in die Pfanne hauen und dachte daß Quacker Avena eine der Marken von Nestle wären aber Quaker gehört Pepsi.
    Nestle und Pepsi sind eigentlich unnötig wie ein Kropf denn ein Mennonite aus Bergthal macht schon dasselbe wie Quaker Avena. Nur für weit weniger Geld.
    Die Marke Walter gehört Walter Giesbrecht aus Bergthal der für viel billiger dasselbe Produkt anbietet wie Quacker Avena von Pepsi. Von dem überteuerten Nesquik Cereal (was nur weichgekochter billigster Bankrottmais des verarmten Bauern weltweit ist) von Nestle garnicht zu sprechen.
    Das Produkt der Marke Walter kostet 1 Kg 16.700 Gs/Kg.
    Das Produkt Quaker Avena von Pepsi kostet 1 Kg rund 30.000 Gs/Kg
    Das Produkt Neston 3 Cereal von Nestle kostet 1 Kg rund 49.250 Gs/Kg
    https://sancayetano.com.py/producto/avena-fina-walter-1kg-10-193676
    https://www.superseis.com.py/products/130228-avena-extra-fina-500gr-quaker-cja.aspx
    https://www.superseis.com.py/products/5934-cereales-lat-400-gr.aspx
    Das Neston 3 Cereal von Nestle beinhaltet Hafer, Gerste und Weizen – alles von den billigsten Produkten die Nestle nur irgend zusammengeizen konnte. Dieses ist das was Nestle am nächsten zum Produkt der Marke Walter von Walter Giesbrecht produziert.
    Das lokale Produkt der Marke Walter kostet nur 55% von dem Preis der Marke Quaker von Pepsi und nur rund 34% vom Preis des Produktes der Marke Nestle (Neston 3 cereales).
    Walter Giesbrecht aus Ost Paraguay hat schon eine Gewinnmarge droben auf sein Produkt was bedeutet daß Pepsi und Nestle ihr Produkt (alle Preise der Produkte sind auf 1 Kg umgerechnet) ihre Produkte auch genau für denselben Preis verkaufen könnten wie die Marke Walter.
    Pepsi ist aber um 45% teurer und Nestle ist um sündhafte 66% teurer. 66 ist bekanntlich die Zahl des Antichristen.
    Alle Firmen kaufen sich aber den Hafer für Marktpreise auf so daß alle dieselben Kosten haben beim Einkauf des Hafers. Für alle gelten dieselben Einkaufspreise für den Hafer. Dann im Falle Nestle dürften die Preise für Weizen, Gerste und Hafer nicht allzu unterschiedlich sein – wenigstens nicht signifikant um einen anderen Preis dem Endverbraucher aufzubrummen.
    Warum dann couvrieren die Marken Pepsi und Nestle jeweils 45% und 66% mehr für das gleiche Produkt von ihnen?
    Das sind die zusätzlichen Gewinnmargen die diese internationalen Riesen vom Endverbraucher verlangen.
    Pepsi und Nestle haben schon in ihrem Preis von 16.700 Gs/Kg einen Gewinn und zwar denselben den die lokale Marke Walter hat. Sie kassieren aber 45% und 66% mehr respektive.
    Das bedeutet die internationalen Firmen haben ihre Produkte um jeweils 45% und 66% überteuert.
    Alle Produkte von Pepsi und Nestle sind daher rund 50% im Durchschnitt überteuert. Da die Firma Walter (aus Ost Paraguay) für den halben Preis oder weniger dasselbe anbieten kann (wo sie schon Gewinn eingerechnet hat).
    Jedes Produkt weltweit von Pepsi und Nestle ist also mindestens 50% überteuert.
    Jedes Produkt weltweit von Pepsi oder Nestle könnten sie auch für die Hälfte des Geldes haben.
    50% der Produktpreise und mehr sind Reingewinne der internationalen Firmen.
    Gerade wenigstens diese 50% der Margen fehlen ja dem Bauer weltweit.
    Klar kommen die internationalen Firmen nach Paraguay um hier das Wasser abzuschöpfen. Während die Schweiz genug Wasser hat um es in alle Welt zu verkaufen.
    Schöpfen sie zuerst mal die Aare leer (Fluß in der Schweiz) und dann sehen wir mal weiter. Bevor die Schweizer nicht selber dursten muß es strengstens verboten werden daß diese Geier anderswo nach Wasser betteln kommen.
    Auf, auf die Aaare leergepumpt, geschwind bouteillieret und dann verkaufet in alle Welt!
    Aare – Der längste Fluss der Schweiz – https://www.youtube.com/watch?v=W86V12eb8Xw
    Wenn die Schweiz erst trockengelegt ist dann sehen wir mal weiter ob ihr was vom Salzwasser im Chaco bekommt. Vorher nicht.

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    1. Ist nun mal (leider) Freie Marktwirtschaft: Wer zahlt befiehlt. Deswegen wird seitens Politik auch nichts unternommen – den einzigen, die dem etwas entgegensetzen könnten – dem entgegenzusetzen. PS Nicht, dass ich gegen Freie Marktwirtschaft wäre, aber Freie Marktwirtschaft und Korruption und Ausbeutung des Menschen und der Natur ist nicht das Gleiche. Süßwasser dürfte mMn einzig via Lizenzen entnommen werden, der Erlös wieder der Allgemeinheit und nicht der Korruption zugute kommen. Ach ich naiver Gutmensch.

  2. Wieso. Ist doch praktisch. Wenn es in Mexiko kein Wasser gibt, dann könnens in den Laden gehen und sich eine Zuckerwasserbrühe kaufen. Dann habens wieder rehydriert. Zuckerwasserbrühehersteller setzt sich doch so nachhaltig für die Umwelt und Frauenquote ein. Außerdem, Zuckerwasserbrühe kann man nicht verbrauchen. Kommt gleich wieder unten raus, läuft dann via Knebelhüüüsli ins Grundwasser und ein paar hundert Kilometer weiter wird es wieder heraus gepumpt oder fällt vom Himmel, ins Wassernetz eingespeist und schon fließt es wieder aus dem Wasserhahnen. Einfaches pysikalisches Gesetz. Wasser kann man nicht verbrauchen. Wo soll es denn hin? Das ist wie mit dem im Paragauy, Gongo und Sambi gesunden, bekömmlichen und allseits akzeptierten ∞-fach-Smog-Nanopartikel-Botenstöffchen-Präventivmedizin-Müllabfackeln. Neéeéeéeéeé, die ∞-fach-Smog-Nanopartikel-Botenstöffchen-Präventivmedizin-Smognanipartikelchen fliegen nicht einfach zum Mond, auch wenn Papa, Mama und Profe etwas anderes erzählt. Die kommen irgend wann auch mal wieder runter. Selbst bei sich im Paragauy, Sambi oder Gongo sich sauwohl fühlenden, in einer durchgelauchten Gegend ohne Müllabfuhr wohnhaften deutschen Gürklipflückli.

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      1. Sicher auch, aber hier gibt es klare hinweise. Coca cola ist eindeutig eine russische trollfabrik samt amerikanischen philantrophen hauptaktionären. Ausserdem schleust ja putin die asylanten nach europa und daher können auch diese mexikaner, die dann in die usa fliehen nur von putin bezahlt werden. Der reichtum, dass putin das alles finanzieren kann, kann nur daher kommen, dass auch die amerikanische notenbank putin gehört und die gedruckten dollar nach moskau überwiesen werden. So ist das.

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