Das Gold bleibt dem Volk

Paso Yobai: Der Präsidentschaftskandidat Santiago Peña versprach, dass das abgebaute Gold in Paso Yobai dem Volk zugutekommen werde. Die Asphaltierung der Verbindungsstraße nach Independencia kommt aber wohl nicht so schnell wie angedacht.

Während der Wahlkampagne am vergangenen Wochenende in Guairá gab Peña viele Versprechen ab, auch in Paso Yobai. Er kündigte an, dass unter seiner Regierung das ausgebeutete Gold den “Bedürftigsten“ zugutekommen soll. Paso Yobai habe ein enormes Potenzial im Bergbausektor, aber “die Gewinne konzentrieren sich nur auf wenige Menschen“. Peña versprach des Weiteren, dass nächstes Jahr die Asphaltierung der Strecke zwischen den Bezirken Independencia und Paso Yobai erfolge.

Die Werke und Errungenschaften von Horacio Cartes wurden in den Vordergrund gestellt. „Cartes war derjenige, der die meisten öffentlichen Bauten gemacht hat“, sagte Peña. Er bat darum, dass die Bürger ihm und Cartes seine Stimme geben möchten. Besonders für Cartes, der einen Sitz im Senat anstrebt.

Mittlerweile herrscht unter den Minenarbeitern in Paso Yobai angespannte Ruhe, sicherlich auch im Hinblick auf die bevorstehenden Vorwahlen am 17. Dezember. Sollte sich der Gegenkandidat von Peña, Mario Abdo Benitez, durchsetzen könnte sich das Blatt der vorherrschenden Elite von den Minenbetreibern unter Umständen wenden. Ob die Straße nach Independencia, die schon jetzt mit Schlaglöchern übersät ist, bis zur versprochenen Asphaltierung nächstes Jahr ohne Sanierung befahrbar bleibt ist fraglich. Erst ein tödlicher Unfall dürfte wohl schnell Bewegung bei dem Thema bringen.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Das Gold bleibt dem Volk

  1. Cartes hat meiner Wahrnehmumg nach, die Tatsache forciert, dass die Politiker nicht nur vorhandene Gelder plündern (Kraftwerke, Rinder und Soja) sondern Kredite für Phantasieprojkete aufnehmen und diese plündern, somit die Schulden den nachfolgenden Generationen aufbürden. So werden diese versklavt, ohne sich wehren zu können!

  2. Momentan tingeln diese Leute ja durch jedes Dorf. Eines ist mir aufgefallen: Wie ungebildet die doch sind, selbst wenn sie irgendwelche Titel tragen.
    Aber es gibt auch Ausnahmen wie der Dr. Carlos Balmelli. Aber solche Leute sind leider chancenlos!

  3. Die Leute vor Ort, die beim Wahlkampfauftritt diesen Stuss glauben, weil man ihnen eine Empanada und das Dreckszeug Pulp einlaedt, werden dann wohl leider diesen Peña waehlen.
    Das Gold ist selbstverstaendlich fuer Cartes. Der haette sicher gerne eine Statue von ihm aus Gold.

  4. Es darf wohl kein ernstzunehmender Mensch denken, dass hier die Leute sehr gebildet wären. Woher auch sollten sie die Bildung haben. Von 139 gelisteten Ländern, was die Qualität der Schulbildung betrifft, belegt Paraguay den 137 Platz. Selbst die Bolivianer haben uns zwischenzeitlich überholt.

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