Ein Abschied für immer

Kolonie Sudetia: Das Schuljahr neigt sich dem Ende. Viele Abschlussfeiern stehen an, eine davon in der Kolonie Sudetia, Guairá. Dabei kommt es zu einem Abschied, wohl für immer.

Seit 1934 hat die kleine Schule in der Kolonie Sudetia Bestand. Turbulente Zeiten lagen hinter ihr. 1945 erfolgte die Enteignung. Die Regierung stellte den Betrieb ein. Erst 1946 konnte der Unterricht in der spanischen Sprache wieder aufgenommen werden. Ab 1950 wurde Deutsch in den Lehrplan aufgenommen. Seit 1958 fördert die Deutsche Botschaft in Asunción den Erhalt der Muttersprache der Kolonisten.

12 Schüler waren es im Durchschnitt in den Anfangsjahren. Durch Gründung eines Schulvereins “Sudentendeutsche Heimatschule“ findet der Unterricht bis heute statt.

Eine Vielzahl von Pädagogen kam zum Einsatz, darunter auch Mennoniten. Heute sind zwei Lehrerinnen tätig. Eine für den Spanischunterricht, Aida Villalba (links im Beitragsbild) und Marianne Stock, geb. Eschgfäller (Bildmitte).

Seit 1999 unterrichtete Marianne Stock ununterbrochen an der kleinen Schule in Sudetia. Zwei Jahre fehlten noch, dann hätte sie 20 Jahre ihres Lebens als Pädagogin vor dem Pult gestanden. Nun nimmt sie Abschied, wohl für immer. Jedoch wird sie weiter lehren und zwar an der Deutschen Schule in Independencia.

Im Zuge der bevorstehenden Ferien und Verabschiedung von Marianne Stock veranstaltet der Schulverein eine Abschlussfeier. Sie findet am Freitag, den 1. Dezember, auf dem Deutschen Sportplatz in der Kolonie Sudetia statt.

Beginn ist gegen 18:00 Uhr. Es wird gegrillt. Um 20:00 Uhr führen die Schulkinder eine kleine Aufführung vor. Um diese Zeit kann auch gegessen werden. Danach gibt es noch Kaffee und Kuchen. Das Ende der Feier ist offen. Der Erlös von Speis und Trank fließt zu 100% in den Schulbetrieb von Sudetia.

Wochenblatt

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