Das Olimpia Gesetz: Eines der Dramen, die schon viele Frauen in Paraguay geplagt haben

Mexiko: Eine der Geißeln, unter denen viele Frauen (und in geringerem Maße auch Männer) bereits in Paraguay leiden, wurde gerade in Mexiko angegangen, wo Datenschutzbestimmungen in Bezug auf soziale Netzwerke und das Internet den Status eines Gesetzes verliehen wurden.

Die mexikanische Gesetzgebung besteht aus einer Reihe von Reformen über den Zugang von Frauen zu einem gewaltfreien Leben. Ziel ist es, digitale Gewalt anzuerkennen und Verbrechen zu bestrafen, die die sexuelle Intimität von Menschen durch digitale Medien verletzen, auch bekannt als Cybergewalt.

Der Name des Gesetzes geht auf ihre Initiatorin, die Aktivistin Olimpia Corral Melo, zurück, die sich, nachdem sie ohne ihre Zustimmung Opfer der Verbreitung eines intimen Videos wurde, der Förderung von Projekten zur Regulierung digitaler Gewalt auf Staatskongressen verschrieben hat. Deshalb dürfte ihr Weg auch bald in Paraguay vorbeiführen.

Mit der Reform dieser Regelungen soll erreicht werden, dass digitale Gewalt in den Medien landesweit strafbar sind.

Daher hat der mexikanische Senat im vergangenen November Änderungen des Reformvorhabens an Ausschüsse geschickt, die zur Diskussion anstanden und dann eine Zustimmung erteilt.

Nach dem betreffenden Gesetz gelten Belästigungen, Drohungen, Beleidigungen, Hassbotschaften, die Verletzung von Daten oder privaten Informationen, die durch den Einsatz von Technologien erfolgen, als Rechtsverstoß. Zusätzlich zur Verbreitung von Bildern, Audios oder Videos – real oder simuliert – mit intimen sexuellen Inhalten einer Person ohne deren Zustimmung.

Das Olimpia-Gesetz definiert Mediengewalt als über alle Medien ausgeübte Handlungen, die direkt oder indirekt sexistische Stereotypen fördern, Gewalt gegen Frauen und Mädchen befürworten, sexistische Hassreden und Geschlechterdiskriminierung oder Ungleichheit zwischen Frauen und Männern hervorrufen oder deren Verbreitung ermöglichen.

Die Bestimmung sagt ebenfalls aus, dass Verhaltensweisen, die die sexuelle Intimität verletzen, wie Video- oder Audioaufnahmen, das Fotografieren oder Erstellen realer oder simulierter Videos mit intimen sexuellen Inhalten einer Person ohne deren Zustimmung oder durch Täuschung ebenfalls unter Strafe stehen.

Bilder, Audios oder Videos mit intimen sexuellen Inhalten einer Person offenzulegen, zu verbreiten, auszustellen, zu reproduzieren, zu übertragen, zu vermarkten, anzubieten, auszutauschen und zu teilen, in dem Wissen, dass keine Einwilligung vorliegt, ist nach dem Gesetz ebenfalls verboten.

Das Olimpia-Gesetz sieht Strafen von drei bis sechs Jahren Gefängnis oder Geldstrafen für diejenigen vor, die diese Handlungen durchführen.

Wochenblatt / Hoy

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1 Kommentar zu “Das Olimpia Gesetz: Eines der Dramen, die schon viele Frauen in Paraguay geplagt haben

  1. Viele Frauen könnten sich diese virtuellen Belästigungen sparen, wenn sie nicht so dermaßen omnipräsent im Netz die Aufmerksamkeit suchen würden. Nicht wenige verdienen ja gutes Geld mit, aber Mann darf eben nur zahlen und keine anzüglichen Bemerkungen von sich geben.
    Aber ich werde auch kein Mitleid mit den Idioten haben, die Weiber im Netz angraben (gilt ja bei vielen Frauen schon als Belästigung) und Pen*s-Bilder verschicken.

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