Das Recht auf Arbeit

Asunción: Ein Grundrecht auf einen Arbeitsplatz hat kein Bewohner einer Nation. Man hat die Wahl sich selbstständig zu machen oder sich so zu bilden um mit einer Bewerbung die ersehnte Arbeitsstelle besetzen zu können. In Paraguay im Gegensatz zu einigen anderen Ländern setzt sich jedoch seit Jahren ein anderes System durch was unabhängig von Bildung oder Selbstständigkeit ist. Als Angehöriger einer Partei, am besten der Regierungspartei, sehen sich diese im Recht einen Arbeitsplatz zu besetzen, weil sie mehr oder weniger mit am Erfolg der Wahl beteiligt waren und somit ein Dankeschön erhalten.

Als Danksagung eines bessere Wirtschaft oder eine geordnete Umgebung zu bekommen reicht den Ortsgruppenführern der Partei nicht aus, es geht schlicht um den eigenen Vorteil – das heißt „Geben und nehmen“. Die Regierung muss, um Stabilität zu gewährleisten, diesem Drängen nachgeben.

Da alle anderen, nicht Parteiangehörigen, laut neuester Anordnung auch an der Besetzung von Posten in den staatlichen Institutionen beteiligt werden müssen wundert es umso mehr, dass das Sekretariat für den Öffentlichen Dienst (SFP) bestätigt, dass nur Colorado Parteiangehörige einen kürzlichen Einstellungstest bei der Hafenbehörde bestanden haben. Wenn alle einer politischen Bewegung angehören kann das Ergebnis schon mal ohne Überraschungen ausfallen.

Demnach sind nicht die neuen Regeln das Problem sondern die alten Kräfte die diese wissen ein- bzw. umzusetzen.

(Wochenblatt)

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8 Kommentare zu “Das Recht auf Arbeit

  1. Da die schlausten, intelligentesten und gebildetsten Paraguayer ausnahmslos “Colorados” sind, ist am Ausgang des Tests für einen Arbeitsplatz bei der Hafenbehörde nicht der allergeringste Zweifel angebracht.

  2. Ein altes argentinisches Sprichwort sagt. (deutsch) “Das Parlament ist voll von gescheiterten Rechtsanwaelten” und wie sieht es in der oeffentlichen Verwaltung aus ?

    Eine Antwort darauf als brasilianisches Sprichwort ” Unser Land waechst nachts, wenn die oeffentlichen “Angestellten/Beamten schlafen “

  3. Beamte gehören ausnahmslos abgeschafft.

    Wer dem Staat wirklich dienen will, kann das ehrenamtlich tun; also beispielsweise Präsident werden.

    Für alles Andere ist die private Wirtschaft 100mal besser. Bildung, Verwaltung und sogar Gefängnisse – alles funktioniert besser in privater Hand.

    Einzig die militärische Landesverteidigung und die Polizei bleiben dem Staat; und davon keine Sesselkleber, sondern die Truppe im Feld/der Polizist auf der Strasse sonst nix.

    Leider sind die Menschen für so viel Eigenverantwortung noch nicht reif genug und geben deswegen gern ihre Stimme ab.

      1. Corposana und jetzt Essap sind als Staatsbetriebe eine Paradebeispiel, dass dauernd in Asuncion die Wasserrohre in den Strassen von Asuncion repariert werden muessen. Selbst in 50 Jahren haben sie kaum das Netz der Abwasser ausbauen koennen. Ein privater Konzessionaer haette dies laengst verbessert und auch den Wasserdiebstahl verringert.
        Doch die ersten die dagegen streiken sind die diesbezueglichen Angestellten und Arbeiter aus Angst ihre bequemen Stellen zu verlieren.

  4. Um dieses große Problem in den Griff zu bekommen bedarf es einer Aussage aller Pateien,das jeder der für eine Partei arbeitet oder sich verdient macht nicht damit rechnen kann bei Wahlgewinn einen Anspruch auf einen lukrativen Job zu haben.Jeder der Konstruktiv und Ehrenamrlich für die Partei arbeiten möchte kann das gerne tuen.
    Das geht aber nur wenn alle Parteien solch eine Erklärung abgeben.
    Hier aber mit den erhobenen Zeigefinger schauen ist Kleindenken,weil bei uns BRD es nichts anders läuft oder will einer sagen die Botschafter und Consuls sind nicht mit erheblichen Vitamin B ins Amt gekommen? Mir gefällt dieses Agentinische Sprichwort sehr gut,mit den gescheiterten Anwälten.

  5. Lew Tolstoi,1900
    Zu der Befreiung der Menschen von dem furchtbaren Uebel der Ruestungen und Kriege,unter dem sie gegenwertig zu leiden haben und das immer mehr und mehr waechst,sind nicht Kongresse,nicht Konferenzen,nicht Traktate und Schiedsgerichte noetig,sondern die Vernichtung jener Gewalt,die sich Regierung nennt und von der die groessten Leiden der Menschheit herruehren.(…)
    Man koennte die Unterordnung eines ganzen Volkes unter wenige Leute noch rechtfertigen,wenn die Regierenden die besten Menschen waeren,Aber das ist nicht der Fall,war niemals der Fall und kann es nie sein.Es herrschen haeufig die schlechtesten,unbedeutendsten,grausamsten,sittenlosesten und besonders die verlogensten Menschen.Und dass dem so ist,ist kein Zufall.(…)

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