Das stinkt drei Meilen gegen den Wind

Ciudad del Este: Am vergangenen Freitag kam es zu einer 15-stündigen Anhörung, bei der eine Richterin entscheiden sollte ob gegen Javier Zacarías Irún und Sandra Mc Leod ein Prozess wegen Veruntreuung von 1,2 Milliarden Guaranies eingeleitet werden sollte.

Am gestrigen Montag entschied die Richterin Cinthia Garcete Urunaga, dass aufgrund Fehlern in der Anklage der Staatsanwaltschaft der Senator endgültig als unschuldig und seine Ehefrau und Ex Bürgermeisterin vorübergehend unschuldig anzusehen sind. Die Staatsanwaltschaft hätte Beweise vorgelegt, die nicht legalisiert oder auf nicht legalem Weg beschafft wurden, hieß es von Seiten der Richterin. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft kündigte Berufung an, was in einem Tribunal, ebenfalls in Ciudad del Este behandelt wird. Da die Familie Zacarías Irún die letzten 16 Jahre die Herrschaft in der Stadt hatte, sind quasi alle Richter und Staatsanwälte mit ihren persönlich bekannt und befreundet. Damit der Fall nach Asunción kommt und behandelt wird, müsse man bis zum Obersten Gerichtshof gehen.

Währenddessen kam es gestern Abend zu einer riesigen Demonstration, bei welcher man eine abhängige Justiz anprangerte, Haft für beide forderte und Unabhängige Justiz für die Zukunft forderte. Javier Zacarías Irún (HC), wiederum erklärte zufrieden zu sein, dass die staatsanwaltschaftliche Verfolgung ein Ende hat.

Was Sachverständige am meisten ärgert ist, dass die Richterin Bewiese annullierte, welche im Bestfall in einem Prozess aussortiert werden könnten. Damit hat die Richterin anscheinend versucht einen zweiten Anlauf auszubremsen. Wozu hilft die von der Richterin gegebene Frist von einem Jahr um weitere Beweise vorzulegen, wenn sie alle bisherigen Beweise als null und nichtig erklärt.

Wochenblatt

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