Das Ungleichgewicht der Energieversorgung

Paraguay kann sich im Bereich der Stromversorgung eigentlich autark versorgen. Die meiste Energie geht jedoch ins Ausland. Dies hat aber nicht nur positive Effekte sondern führt auch zu Unmut unter der Bevölkerung.

Insbesondere bei dem Wasserkraftwerk Yacyretá besteht und bestand eine große Kluft zwischen der einheimischen Stromversorgung und die der im Nachbarland Argentinien. In den ersten neun Monaten des Jahres 2016 rief der nationale Energieversorger ANDE nur 12% der Gesamtproduktion aus dem binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá ab. Die argentinische Seite benötigte aber 88% der erzeugten Energie.

Im Einzelnen sehen die Zahlen wie folgt aus: Yacyretá erzeugte zwischen Januar und September 2016 mehr als 16 Millionen MW, Argentinien brauchte davon 14,195 MWh während in den inländischen Markt nur 1,939 MWh flossen.

Gegenüber den Vergleichszahlen aus dem Jahr 2015 im selben Zeitraum erhöhte sich die Produktion von Yacyretá um 9,7%, aber auch der Verbrauch in Argentinien stieg an. Laut den Berechnungen lag das Verhältnis im Jahr 2015 bei 76 zu 24, d. h, 76% der produzierten Energie floss nach Argentinien und 24% nach Paraguay.

Nun werden von verschiedenen Experten kritische Töne angeschlagen. Die Entschädigung für die Energieübertragung aus Argentinien erreicht keine 10 USD / MWh und ist immer noch nicht klar geregelt. Des Weiteren will die ANDE immer wieder eine Tariferhöhung durchsetzen.

Eigentlich wäre aber ein Überschuss in der Energie vorhanden. Noch dazu könnten, bei den Neuverhandlungen der Verträge vom Wasserkraftwerk Itaipú, bessere Konditionen erzielt werden. Diese kämmen dann allen Einwohner zugute und könnten wohl eher zu einer Senkung der Tarife führen.

Quelle: ABC Color

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