Pilot des in Paraguay beschlagnahmten Jets beteuert Unkenntnis über versteckte Drogen

Asunción: Keith Siilats, Pilot und Geschäftsmann, der mit dem Flug des Privatjets in Verbindung steht, in dem in Paraguay mehr als 260 Kilo hochwertiges Marihuana gefunden wurden, hat seine Version der Ereignisse dargelegt. Er versicherte, nichts von der versteckten Ladung an Bord gewusst zu haben. Der Mann erklärte sich bereit, mit den paraguayischen Behörden zusammenzuarbeiten, und legte Kommunikationsprotokolle vor, um seine Aussage zu stützen.

In einer über seine Verteidigung veröffentlichten Entlastungserklärung erklärte Siilats, dass er erst nach Beginn der Ermittlungen von der Situation erfahren habe. Als Teil seiner Darstellung legte er WhatsApp-Chats und andere Aufzeichnungen vor, die laut seiner Aussage seine Schilderung über die Organisation des Fluges und die Kontakte zu den Auftraggebern belegen.

Ein zentraler Punkt seiner Aussage betrifft den Fundort der Drogen. Der Pilot gab an, dass die Ladung nach den ihm vorliegenden Informationen in Hohlräumen innerhalb der Flugzeugwände versteckt gewesen sein soll. Zudem gab er an, vor dem Abflug eine Sichtprüfung des Jets durchgeführt zu haben, ohne Unregelmäßigkeiten festzustellen. Die Passagiere hätten lediglich einen großen Koffer bei sich geführt und über die erforderlichen Reisedokumente verfügt.

Bezüglich des Ursprungs der Flugoperation erklärte er, dass das Flugzeug – ein für Charterflüge angebotener Challenger – vom Eigentümer in einer Gruppe für Jetpiloten beworben wurde. Demnach habe der Eigentümer ihm einen Kunden vermittelt, der mit einer Firma namens JetWise in Verbindung steht, um eine Strecke innerhalb der USA abzudecken. Später sei ein anderer Pilot beauftragt worden, den Flug durchzuführen, der das Flugzeug zusammen mit den beteiligten Passagieren nach Paraguay brachte.

Siilats erwähnte auch, dass ihm einige Situationen während des Aufenthalts in Paraguay aufgefallen seien. Dazu gehörten die Anforderung eines privaten Hangars zur Unterbringung des Flugzeugs sowie Verzögerungen beim Aussteigen der Passagiere. Zudem seien diese am nächsten Tag zum Flugzeug zurückgekehrt, ohne ihn vorher zu informieren – Umstände, die er als ungewöhnlich einstufte.

Der Pilot versicherte, erst von der Existenz der Drogen erfahren zu haben, nachdem das Flugzeug in Miami gelandet war. Er kritisierte die Tendenz, in solchen Fällen zunächst die Piloten verantwortlich zu machen. In diesem Zusammenhang forderte er eine Stärkung der Mechanismen zum Informationsaustausch über den Hintergrund von Passagieren vor Privatflügen.

Abschließend bekräftigte er seine Bereitschaft, den paraguayischen Behörden alle Dokumente und Kommunikationsprotokolle zur Verfügung zu stellen, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen könnten – einschließlich Nachrichten, Screenshots und Aufzeichnungen von Videoanrufen –, während die Ermittlungen zu der im Flugzeug gefundenen Ladung fortgesetzt werden.

Wochenblatt / Ñanduti

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