Das “verfluchte“ Gold

Paso Yobai: Im Bezirk Paso Yobai, Guairá, herrscht heute der Ausnahmezustand. Fast könnte man meinen es sei ein Feiertag. Weit gefehlt. Es geht um Einfluss, Macht und vor allem um Gold.

Seit den frühen Morgenstunden versammeln sich Tausende von Menschen in der Kolonie Sudetia. Sie alle haben in irgendeiner Form im Bezirk Paso Yobai mit der Goldförderung zu tun. Mühlenbesitzer, Kraftfahrer, Minenarbeiter oder Händler sind mit von der Partie. 3.000 Menschen sollen heute mobilisiert werden um so Druck auf das Vizeministerium für Bergbau und Energie auszuüben endlich legale Lizenzen für die Arbeiten zu bekommen.

Jedoch auch Tankstellenbetreiber oder andere Geschäfts- und Privatleute wurden, so hinter vorgehaltener Hand, “gezwungen“ sich Zeit zu nehmen um an den heutigen Demonstrationen teilzunehmen. „Mir wurde gesagt, wenn du nicht kommst, kaufen wir bei dir nicht mehr ein“, sagte ein Bäcker in Paso Yobai, der natürlich anonym bleiben will.

Die Veranstaltung läuft den ganzen Tag. Oscar Chavez, Landrat oder Gouverneur aus Guairá, das ist noch nicht sicher, ist ebenfalls bei der Versammlung mit dabei. Es könnte auf der Verbindungsstraße zwischen Paso Yobai und der Kolonie Independencia zu Behinderungen kommen. Die Teilnehmer bewegen sich im Laufe des Tages zu verschiedenen Mühlenbetrieben und Goldminen in der Zone.

Wochenblatt

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