Dem geschenkten Gaul schauen die Indigenen nicht ins Maul

Villarrica: Schon früher gaben wir gelernt, dass man an einem Geschenk nicht herummäkeln sollte, noch dazu wenn dies 3.600 Hektar Land sind. Indigene von der Ethnie Ava Guarani sehen das aber ganz anders.

Seit sieben Monaten belagern die Ureinwohner die Plaza de Armas. Sie beschlossen sich heute zu mobilisieren, um nach Canindeyú zurückkehren, von wo aus sie vertrieben wurden. Einige der Indigenen haben sich seit heute Früh vor dem Kongress angekettet, um Land in Canindeyú zu erhalten. Ein Angebot, nach Villarrica umzusiedeln, im Departement Guairá, lehnen sie kategorisch ab.

„Wir bitten den Staat um Hilfe, damit wir das Land bekommen. Wir sind arme Menschen, deshalb können wir nur darum bitten und diese Forderung nicht einklagen“, sagte Ramón Benítez, Sprecher der Ava Guaraní.

Er räumte ein, dass die Regierung ihnen in Villarrica etwa 3.600 Hektar zur Verfügung stellen würde, aber sie sich entschieden haben, dieses Angebot abzulehnen, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen, mit dem, was sie als ihr Zuhause betrachten.

Insgesamt gibt es 23 Familien, die mit Bannern und Ketten vor dem Kongress erwarten, dass einige Abgeordnete sie empfangen und ihre Anfragen positiv beantworten.

Wochenblatt / Hoy

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10 Kommentare zu “Dem geschenkten Gaul schauen die Indigenen nicht ins Maul

  1. Ganz Guaira war einmal das Land der Ava Guarani. Das Beispiel zeigt, dass die Regierung, insbesondere das INDI-Misterium, viel tut für die Indianer, auch in Central für die Maka Guarani. Doch diese werden das Land in Pilsen umwandeln und mit dem Aleman versaufen. Die Regierung Villarrica tut das einzig Richtige.
    PS. Das war ein weiterer Kommentar aus der viel gelesenen und beliebten Reihe: Wochenblatt – Sonderserie – nicht witzig und nicht geistreich Kommentar mit Prädikat: Schreib doch einen witzigen und geistreichen Kommentar, musst nur auf Antworten klicken und deinen Einzeller, pardon, Einzeiler brünzlen.

      1. Bitte aus dem Einzeller, pardon, Einzeiler, keinen Roman machen! Aber immerhin, bis vier kannst schon zählen, das ist ja auch nicht zu verachten.

        1. Bruenzeln toent nach Willhelm Tell und Kaese, und Uhren nach dem Motto diese Hur ist kaputt der Seicker geht nicht mehr
          Sorry ist nur ein dreizeiler

  2. “Dem geschenkten Gaul schauen die Indigenen nicht ins Maul” 3600ha dürften 36Km² sein eine menge Holz.
    Damit kann man einiges machen , selbst wenn sie Naturbelassen/Autark/Outdoor lebt. Ihre Sitten Pflegen.
    Um geht es hier wirklich.Zu viele Menschen für das Land,angst vor der Arbeit, ungeeignet, Sumpfland usw.

  3. Kann hier nicht forstinvest mit seiner SRL in Paraguay helfen?

    Gebt den Indigenen etwas Naturwald zurück und ihr werdet gar nicht merken, dass die (sehr nützlichen und effektiven) Ameisen da sind.

    Noch einmal. Wer diese alte Kultur mit ihren Kenntnissen zerstört wird eines Tages ohne Hilfe da stehen.

  4. Wie kann man Menschen etwas schenken, das seit tausend oder mehr Jahren ihnen und ihren Vorfahren gehört hat und wo sie vertrieben wurden?

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