Demonstranten zeigen unrechtmäßig harte Räumung an

Asunción: Seit zwei Tagen campten einige junge Leute auf der Straße vor dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in Solidarität mit den Verhafteten des Curuguaty Massakers. Die teilweise im Hungerstreik stehenden Personen, mittlerweile im Staatskrankenhaus Itauguá, sind zentraler Streitpunkt zwischen linken Gruppierungen und der aktuellen Regierung.

In den frühen Morgenstunden wurde eine Räumungsaktion veranlasst bei der wenigstens sieben Personen leicht verletzt wurden, da sie sich währten freiwillig den Platz zu verlassen. Die Polizei nutze ein Spray sowie Gummigeschosse, die unter anderem die Vizepräsidentin der linken Partei P-Mas, Rocío Casco, die an beiden Beinen getroffen wurde. Die Präsidentin der Revolutionären Partei des Februars, Josefina Duarte, erklärte in einem Radiointerview, dass die Räumung sehr gewaltsam war.

Die Verletzten wurden in das Krankenhaus „Emergencias Medicas“ gebracht, wo sie nach kurzer Behandlung wieder gehen konnten. „Keiner musste eingewiesen werden“, sagte der behandelte Arzt, Anibal Filartida.

Der Innenminister, Carmelo Caballero, erklärte, dass die aktuelle Regierung nicht für das Curuguaty Massaker, wo 17 Paraguayer starben, verantwortlich gemacht werden kann. Er sagte ebenso, dass die juristische Situation der Campesinos im Bereich der paraguayischen Justiz und nicht der Regierung liege.

Die Anwälte baten die Justiz darum aus Untersuchungshaft Hausarrest zu machen sowie um Habeas Corpus, was einem Haftprüfungsverfahren gleichkommt. Die erste Kammer des Strafgerichts jedoch gab dem Antrag der Verteidiger nicht statt. Der zuständige Richter, José Benítez, erklärte schon vorab in einem Schreiben, dass den Gefangenen während des Hungerstreiks alles nötige zugelassen werde, um die Gesundheit, Hygiene, Ernährung und Bildung zu gewährleisten.

Die Hungerstreikenden Luis Olmedo, Alcides Ramírez, Juan Carlos Tillerßia und Lucía Agüero wurden heute nach Itauguá gebracht, wo sie direkt nach der Ankunft medizinische und psychologische Hilfe bekamen. Die vier Angeklagten jedoch bleiben bei der Verweigerung der Nahrungsaufnahme.

(Wochenblatt / Última Hora)

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8 Kommentare zu “Demonstranten zeigen unrechtmäßig harte Räumung an

  1. Richtig, dass nicht nachgegeben wird. Zuerst massakrieren, dann in den Hungerstreik treten und anschliessedn in den Hausarrest gehen und die nächste Aktion planen. So gehts auch wieder nicht!

    1. Wehrter Asuncioner,
      ich schaetze ihre Kommentare, aber dieser scheint doch etwas weit hergeholt. Es ist nicht bewiesen, das die Gefangenen, auch die Taeter sind. Es wurde mit M16 geschossen. Aber gefunden hatte man keine. Nur alte Gewehre. Und das es schwere Waffen waren. Konnte man, im TV gut verfolgen. Die Westen und Schutzschilder wiesen alle grosse Einschuesse auf.

      1. Werter Herr Froehlich, dann sind wir froh, sie haben jetzt Hausarrest bekommen und das wollten sie ja. Wenn es natürlich nicht bewiesen ist, dass sie die Täter sind, bin ich Ihrer Meinung.

        1. sie haben meine Frage nicht beantwortet, sondern mit einer Gegenfrage reagiert.
          Erklaeren sie mir bitte, wo diese Waffen gebleiben sind.. Haben die Toten sie noch schnell begraben ?
          Wo ist die Waffe, des Campesinos, die den Einsatzleiter erschossen haben soll ?

          Eine Waffe wird von Menschen benutzt, also findet man auch, auf den Waffen und Patronen- Huelsen die man fand, auch Finger Abdruecke. Nach Monaten, hat man nur duerftige Beweise. Die nichts, aber auch nichts aussagen. Also bitte, mein Herr, erklaeren sie uns das
          mal..

          1. Sie müssten das dem untersuchenden Staatsanwalt fragen. Niemand anderer wird Ihnen diese Frage beantworten können. Wenn keinerlei Beweise vorliegen würden, dann wären schon längst alle möglichen Menschenrechtsorganisationen gekommen um die Zustände anzuprangern. Es gibt Filmaufnahmen und noch viel mehr. Von Aussen her kann man keine Beurteilung eines so schwerwiegenden Falles durchführen. Auch nicht Sie Herr Fröehlich. Dafür gibt es die Justiz.

          2. Könnte das der Grund sein, weswegen diese Menschen immer noch inhaftiert sind?

            http://amerika21.de/nachrichten/2012/11/68624/massaker-curuguaty-putsch

            Würde mich keineswegs überraschen.

  2. @ASUNCIONER,,

    SIE SCHREIBEN JA DIE kOMMENTARE, NICHT EIN STAATSANWALT, ALSO FRAGE ICH SIE..
    Der Staatsanwalt, ist ein Freund der Familie Rinquelme.
    Am TATORT WURDEM 5,6 MM HUELSEN GEFUNDEN, WO SIND DIESE ABGEBLIEBEN ?

    WEHRTER ASUNCIONER , HIER WERDEN BEWEISE UNTERSCHLAGEN.

    GLAUBEN SIE WIRKLICH, WAS SIE DA SCHREIBEN ?

    1. @Asunciener

      ich habe noch netwas vergessen, sie schwaeren ja immer
      so von ihren Archiv ?

      Menschenrechtler waren vor Ort. Und haben eigene Ermittlungen angestellt. Und sie dem Staatsanwalt Richid – uebergeben. Und auch Franco ..
      Sie wurden als Politisch- Motiviert abgelehnt.

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