Den ersten Stein werfen

Asunción: Während die Regierung Werbespots für eine Institution durch alle Radio- und Fernsehstationen schickt, worin darauf hingewiesen wird, das man Korruption und Planstellenbesetzer anzeigen kann, decken die Medien Fälle in Cartes Reihen auf.

Wenn selbst Humberto Peralta, Minister für den öffentlichen Dienst, zu der Feststellung kommt, dass es keine Planstellenbesetzer gibt, stellt sich doch die Frage, warum solche Spots im Radio laufen. Kann es sein, dass man den eigenen Resultaten keinen Glauben schenkt oder sind diese Ankündigungen nur Teile einer Kampagne um international den Kampf dagegen vermitteln zu können?

Während in den Regierungstreuen Medien das Leben in Paraguay von Tag zu Tag besser dargestellt wird, kommen Meldungen wie heute von der Última Hora publiziert, ungelegen. Wieder einmal hat ein Abgeordneter, diesmal Ever Rivas aus Ybycuí, drei Hausangestellte die aus der Kongresskasse bezahlt werden. Im Kongress angestellt sind sie jedoch ausschließlich bei ihm zu Hause im Einsatz. Der betroffene Gesetzgeber der ANR konnte nicht klar und Überzeugend erklären, wie es dazu kommen konnte. Mit ernsthaften Konsequenzen hat er jedoch auch nicht zu rechnen. Ein paar Titelseiten und der Fall wird zu den Akten gelegt. Die Frage ist eher die: Wer als Gesetzgeber stellt seine Hausarbeiter nicht im Kongress an? Wer frei von Schuld ist werfe bitte zuerst einen Stein.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “Den ersten Stein werfen

  1. Es gibt ja auch keine Wasserköpfe oder gar Korruption. Denn es ist unbedingt notwendig, dass wenn Sie ein Beatmetenhäuschen betreten, dort drei Leute darauf warten Sie um Ihre Personalausweiss-Nummer zu fragen. Das ist wichtig für die Informatiker, welche die MS-Access-Datenbank zum Laufen bringen versuchen.
    Wenn Ihnen Ihr Fahrzeugausweis abhanden gekommen ist müssen Sie IHR Fahrzeug nach der Beschäftigung der Polizei noch einmal auf der Planta Verificadora verifizieren lassen (wie schon als Sie es erworben haben), danach die Polizei in Lambare und danach die Beatmeten der Manege des Ministeriums de Automotores beschäftigen. Aber das muss so sein.
    10x mehr Beatmete als Schwizzerland müssen sich fast täglich neue Turnschuhe leisten, um Dokumente in manuellen Hochleistungscomputer der städtischen Logistik zu archivieren oder auch wieder aufzufinden. Dies weil Sauerkraut seit 1993 keine neuen 386-PCs mehr gespendet hat.
    Die armen Beatmeten müssen auch was essen, so müssen noch zwei Angestellte angestellt werden, damit alle ihre Hamburguesas vor Feierabend 13 Uhr verdrückt haben, denn dann ist Siesta und da kann man nix essen, weil es zu heiß ist. Ja, und das Facebock-Profil wartet nicht um geupdatet zu werden, da braucht es auch noch zwei Mitarbeiter, die währenddessen die viel Arbeit erledigen. Glücklicherweise gibt es im Beatmetenhäuschen genügend Steckdosen damit alle auch ihr Händy aufladen können.
    Zwei ganze Lifte sind im Palacio del Presidente, diese müssen von nur sechs Directores de Elevador vom Steuerzahler großzügig entschädigt werden, damit die Damen und Herren Senatoren nicht selbst den Knopf drücken müssen. Sozusagen Vollautomat: „2.° piso xfavor“. Diesen ist auch nicht zuzumuten selbst zum Kühlschrank zu laufen, deshalb gibt es noch ein paar vom Steuerzahler großzügig entschädigte Mozos. Damit es immer Papier im Fotokopierer hat werden vom Steuerzahler großzügig noch ein paar Directores de Fotocopiador entschädigt.
    Während eine Kassiererin knapp 2. Mio. Gs. pro Monat verdient, verdienen diese zwischen 8 und 16 Mio. Gs. pro Monat. Die armen, bei so viel Arbeit kriegen Sie es x13, nein, x14, nein, x15, jaaaaaa…, x16 pro Jahr, weil dies für die Motivation, täglich zur Arbeit zu erscheinen, hilfreich sein soll. Ob es wirkt sagt euch gleich die Stempeluhr, die mein Kollege täglich abstempelt.
    Auch haben sie manchmal halt kein Sistema, weil dieses doofe Wingdows einfach keine Guaranies mehr hat und Gringo morgen nochmals den weiten Weg machen könnte. Er könnte jedoch dem doofen Wingdows etwas Guaranies geben, damit startet es gleich wieder. Wurde von Bill Gates höchst persönlich extra für Paraguay in Wingdows eingepflegt, da können sie auch nix dafür.
    Aber zum Glück kann man ja bei der Antikorruptionsstelle vorsprechen, wenn man korrupt behandelt wurde. Habe es selbst noch nie getestet, kann also nichts darüber aussagen, wie viel das unter der Hand kosten würde.

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