Der Bauboom in Deutschland – Wie viel kostet das Eigenheim?

Gerade die niedrigen Zinsen verlassen in diesen Tagen viele Menschen dazu, in ein Eigenheim zu investieren. Da entsprechende Darlehen günstig zu haben sind, verringern sich dadurch die Gesamtkosten etwas, die in den Blick genommen werden müssen.

Doch wie viel Geld investieren die Deutschen tatsächlich in ihr Haus und welche Komponenten spielen dabei eine besonders wichtige Rolle?

Die Bauweise entscheidet

Tatsächlich vermeiden es Experten im Alltag, von einem pauschalen Preis zu sprechen, der für die Bauer eines Eigenheims zutreffend ist. Denn einerseits hängt der Preis stark von den Vorstellungen der Bauherren ab, die in der Praxis sehr stark variieren können. So entscheidet etwa ein luxuriöser Innenausbau sehr schnell darüber, dass das Haus zur oberen Preisklasse zählt, obwohl es von außen wenig spektakulär wirkt. Generell sind die Bemühungen in Deutschland weit entfernt von den teuersten Häusern der Welt. Hier gelangen Sie zu den TOP 3 der Welt.

Besonders beliebt ist in Deutschland aktuell das Fertighaus. Hierbei werden die einzelnen Komponenten bereits im Werk gefertigt. An der Baustelle selbst entsteht in diesem Zeitraum allein der Keller. Innerhalb von ein bis zwei Tagen können die Wände dann vor Ort zusammengefügt werden. Bis zum fertigen Rohbau vergeht so ein überschaubarer Zeitraum von etwa einem halben Jahr. Ein weiteres halbes Jahr muss in etwa eingeplant werden, bis das Haus tatsächlich bezugsfertig ist. Deutlich teurer schlägt derweil der Bau eines Massivhauses zu Buche. Hier werden die Wände noch auf klassische Weise vor Ort gemauert. Es liegt auf der Hand, dass dadurch Material- und Lohnkosten deutlich höher liegen, als beim Fertighaus.

Wie entscheiden sich Bauherren?

Steht bei Paaren oder jungen Familien zunächst einmal der feste Wunsch, ein Haus zu bauen, so stellt das Eigenkapital mit das wichtigste Kriterium für die Größe dar. Ist es nicht möglich, auf ansprechende finanzielle Reserven zurückzugreifen, so verweigert die Bank womöglich ein Darlehen in großer Höhe. Nur mit einem enorm hohen Einkommen wäre es in diesem Fall möglich, den Kreditrahmen auf mehr als 70 Prozent der Bausumme zu erhöhen. Wer dagegen schon Jahre zuvor konsequent spart, um sich den Traum eines Tages verwirklichen zu können, verbessert seine Chancen in diesem Zuge stark.

Zudem kommt es ohne die Beratung durch einen Finanzexperten oder den Architekten meist zu einer falschen Einschätzung der Kosten. Zwar schreiben Baufirmen ihre Fertighäuser auch in der Region schon ab 350.000 Euro aus, doch häufig ist darin zum Beispiel der Keller nicht inbegriffen. Hinzu kommt der Kauf eines Grundstücks, welches in den regionalen Baugebieten ebenfalls mit mehr als 50.000 Euro zu Buche schlägt. Daher lohnt es sich aus der Sicht der Bauherren, schon im Vorfeld eine grobe Kalkulation anzustellen, um sich über die Kosten in Kenntnis zu setzen.

Hält die Entwicklung an?

Aus der Sicht des Baugewerbes handelt es sich aktuell um rosige Zeiten. Selten zuvor konnten so viele Aufträge beobachtet werden, dass viele Firmen gar nicht mehr dazu in der Lage sind, diese anzunehmen. Tatsächlich sind jedoch die niedrigen Zinsen das entscheidende Kriterium dafür, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt. Würden die Kosten eines Kredits mit einem Mal wieder in die Höhe klettern, so wären immer weniger Menschen noch dazu bereit, an ihrem Vorhaben des Hausbaus festzuhalten. Diese Tatsache muss also ebenfalls in die Betrachtung des aktuellen Booms einfließen, den wir in Deutschland feststellen können und den viele Bauherren für sich zu nutzen wissen.

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