“Der Bürgersteig ist für die Fußgänger“

Asunción: Die Direktion für die kommunale Überwachung hat letzte Woche Kontrollen und Räumungen von Bürgersteigen im Bereich des Mercado 4, auf der República Columbia, durchgeführt. Gerade in dieser Zone kommt es zu vielen Verstößen der Geschäftsleute gegen die städtische Verordnung.

Es ist zu beachten, dass der Weg dem öffentlichen Bereich entspricht und die Stadtverwaltung Asunción detaillierte technische Spezifikationen sowohl für den Verkauf als auch für die Nutzung als freier Fußgängerbereich hat.

Die Maßnahme steht daher im Rahmen der Verbote der Verordnung Nr. 217/12 “Regelung des Baus und der Nutzung inklusiver Gehwege“ (Art. 56).

Der Direktor für die kommunale Überwachung, Ariel Andino, berichtete, dass diese Kontrollmaßnahmen dauerhaft von der Stadtverwaltung Asunción über die ihm unterstellte Behörde durchgeführt werden.

„Wir sprechen mit den Straßenverkäufern, sie verstehen, dass das Recht von Dritten respektiert werden muss, das sind Fußgänger, die auf die Straße ausweichen müssen, um gehen zu können, wenn sie auf den Bürgersteigen nicht genügend Platz finden. Das können wir als Stadtverwaltung nicht zulassen“, betonte er.

Andino kündigte an, dass die Kontrollen fortgesetzt und intensiviert werden, vor allem in den stark frequentierten Gewerbegebieten der Stadt Asunción, für die er den Geschäftsinhabern vorschlug, sich an die Vorschriften der Hauptstadt zu halten und so das Überschreiten des Fußgängerrechts zu vermeiden, um mögliche Bußgelder bei Verstößen zu verhindern.

Wochenblatt / El Independiente

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3 Kommentare zu ““Der Bürgersteig ist für die Fußgänger“

  1. | “Andino kündigte an, dass die Kontrollen fortgesetzt und intensiviert werden, vor allem in den stark frequentierten Gewerbegebieten der Stadt Asunción […]”
    Das würde ich in allen Teilen des Landes befürworten. Es ist schön, dass dagegen endlich richtig vorgegangen wird. Vor allem betagte leiden sehr darunter.

  2. Ich frage mich in PY immer, warum die Stadtverwaltungen meistens soooooo lange ruhig zuschauen und nichts gegen die zahlreichen, unverschämten Verstöße gegen Verordnungen unternehmen. Der Paraguayer an sich geht immer nach dem gleichen Muster vor: Zuerst ein ganz kleiner Vorstoß gegen das Ordnungs- und Rücksichtsnahmeprinzip. Dann wartet man ab, ob etwas passiert. Wenn nicht (meist ist das ja so) weitet man seine frech genommenen “Freiheiten” aus, Stück um Stück. Am Ende glaubt man sich im Recht und geht auf die Barrikaden, wenn dann plötzlich von Seiten der Verwaltung oder anderer Beeinträchtigter aufbegehrt wird. Ja noch mehr, man fordert sogar Entschädigungen für etwas, das man sich zuvor unberechtigter Weise angeeignet bzw. geklaut hat. Drum ist jedem, der sich mit den hiesigen Gepflogenheiten noch nicht gut auskennt angeraten, immer und ausnahmslos konsequent und sofort zu reagieren. Nachgiebigkeit und Freundlichkeit zahlt sich nur selten aus. Nur so geht man größeren Problemen und Konflikten aus dem Weg.

    1. Dem kann ich nur zustimmen! Wir hatten mal so einen seltenen Fall, da meine Mutter damals fest davon überzeugt war, Gott würde alles schon regeln. Eine Zigeuner-Familie hatte sich auf einem Teil des Grundstücks ein Häuschen gebaut. Selbst die paraguayischen Nachbarn rieten uns zu handeln, aber meine Mutter wollte nicht. Sie hat sich mit den Zigeunern angefreundet und irgendwann waren sie einfach weg. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Mein Mann ist Paraguayer, mit teils spanischen Wurzeln, und handelt ebenfalls schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

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