Der Feiertag beginnt schlecht in Guairá

Schon vorgestern wurde das Departement Guairá von schweren Regenfällen getroffen. Der Strom fiel aus und viele Wege waren unpassierbar. Menschen, die ihre Verwandten zu den Feiertagen besuchen wollten blieben auf der Strecke liegen, nachdem die Busse ihre Zielorte nicht erreichen konnten. Auch heute scheint sich das Chaos fortzusetzen.

Seit Stunden sind tausende Einwohner um Paso Yobai und der Kolonie Independencia ohne Strom. Es donnert schon seit geraumer Zeit und der staatliche Stromversorger ANDE versucht verzweifelt durch mehrmalige Versuche den Menschen wieder Energie zu geben. Bis jetzt blieb es aber nur bei dem Versuch, seit fünf Stunden sitzen die Bewohner der Zone im Dunkeln.

Der Regen in der Nacht und vorgestern war zumindest für die Landwirte ein Segen, denn ihre Pflanzungen hatten ihn dringend notwendig nachdem es schon länger trocken blieb. Dafür konnten aber die Busse nicht bis Paso Yobai fahren. Ernesto Faria will seine Eltern besuchen und sagte, der Ybytyruzú Bus könne nur bis zur Kolonie Independencia fahren, danach sei die Strecke teilweise unbefestigt und bei Regen nicht befahrbar. Er fügte an, nun würde ihn wohl ein Verwandter abholen, aber das könne dauern.

Die Strecke von der Kolonie Independencia nach Paso Yobai ist schon lange im Bau und sollte eigentlich fertig gestellt sein. Es fehlen aber immer noch mehr als fünf Kilometer und es ist nicht sicher ob das Projekt wirklich zu Ende gebracht wird.

Foto: Bianca Peter