„Der Flugzeugabsturz wäre vermeidbar gewesen“

Carmen del Paraná: Miguel Gneiting ist sich ziemlich sicher zu wissen, was den Absturz der Beechcraft verursacht hat, in dem sein Sohn und drei weitere Menschen am Mittwoch starben.

Laut seiner Beurteilung, kann der Unfall nur auf schlechte Wartung zurückzuführen sein, da dies laut seiner Erfahrung der Teil ist, wo Paraguayer immer ans Extrem gehen und erst dann lamentieren wenn es zu spät ist. Auch wenn er nicht vorgreifen will, erkennt er als gelernter Mechaniker, hier ein Defizit, was höchstwahrscheinlich dafür verantwortlich war.

Von Seiten des Aero Centro S.A., der Cartes-eigene Servicedienstleister für Flugzeuge, wurde das Flugzeug erst im vergangenen Juli wieder flugbereit gemacht. Es erhielt unter anderem einen neuen Motor und soll technisch einwandfrei gewesen sein. Aero Centro S.A. hatte per öffentlicher Ausschreibung die Wartung des Flugzeuges gewonnen. Sicher ist bisher nur, dass es keine Explosion an Bord gegeben haben soll.

Der Vater von Luis Gneiting, Miguel bzw. Michael, wurde in Baden Württemberg, Deutschland geboren und verließ sein Heimatland im Alter von 8 Jahren. Mit seinen Eltern, den Großeltern von Luis, ging er nach England um 9 Jahre später die Reise nach Paraguay anzutreten. In Carmen del Paraná angekommen lernte er Erika Dichtiar kennen, das Adoptivkind von Hermann Wilke und Elsa Bliss. Sie heirateten und hatten insgesamt sechs Kinder. Michael Gneiting war ein sehr einflussreicher ANR Politiker, dem sein Sohn Luis folgte.

Wochenblatt / Última Hora / Itapúa Noticias

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

10 Kommentare zu “„Der Flugzeugabsturz wäre vermeidbar gewesen“

  1. Mangelhafte Wartung, Inkompetenz und Ignoranz sind Teil des ganz „normalen Wahnsinns“ im praktischen Leben Paraguays. Daher sind die Mutmaßungen von Miguel Gneiting nicht von der Hand zu weisen, auch wenn das faktische Untersuchungsergebnis noch nicht vorliegt. Wir als Nicht-Flugzeugbesitzer, begegnen diesen Eigenschaften tagtäglich in den Kfz-Reparaturwerkstätten, technischem Kundendienst, Elektroinstallateuren und rund um beim Hausbau. Doch wehe man erlaubt sich als Zugewanderter auch nur den Hauch einer Kritik. Dann wird es komisch, dann gelten wir als die „Besserwisser & Nörgler“ die sich gefälligst unterwürfig zu verhalten haben und dafür dankbar sein sollten, hier das sauer verdiente Geld ausgeben zu dürfen. Wenn nicht, sollten wir besser „das Land verlassen“ – so jedenfalls die immer wieder vorgebrachten Ratschläge einiger deutsch-stämmigen Eingewanderter die sich schon längst „bestens integriert“ haben. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind nicht erwünscht weil ehrverletzend.

    1. Volltreffer! Situation bestens erkannt und dargelegt. Warum wird nur immerzu an Ihnen herumgenörgelt, da Sie doch die Wahrheit schreiben? Oft genug stimme ich mit Ihren Ausführungen überein. Ach ja – die Wahrheit ist in PY unerwünscht, weil sie die Leute nur an ihr eigenes Versagen erinnert, was hochgradig unbequem ist.

      Bin gespannt, welcher überangepaßte Kommentator nun meinen Schrieb auf’s Korn nimmt. Genau die sollten sich erst einmal überlegen, daß wir Einwanderer es sind, die PY voranbringen können und es oft auch tun. Wer sonst sollte dazu auch fähig sein? Etwa Paraguayer mit ihrem im allgemeinen unterirdischen Bildungsstand oder die überangepaßten DÖCHler? Die sind doch nur ein weiteres Bitternis für Macher; sie bremsen, reden geringschätzig, verwickeln in brotlose Dispute, aber leisten selbst nichts. Weil es leider zu viele davon gibt, schießen sie sich auf einzelne ein, die ihnen unbequem sind. In der Menge fühlen sie sich stark. Kurz: Maulhelden vor dem Herrn.

      Simplicus: Nicht unterkriegen lassen! Sauer genug verdient ist das Einkommen in Teutonien allemal. Nicht Leistung wird belohnt, sondern Kriecherei und Konformismus. Diese Schwammerlzucht habe ich selbst oft genug erleben müssen: Immer schön mit Sch*** bedecken, im Dunkeln halten – und wehe, einer steckt den Kopf ’raus. Der wird sofort abgesägt.

    2. Manni, spenden Sie Mil, dann werden die Flugzeuge auch gut gewartet und Sie haben ihre Pflicht als Aleman de M. genüge getan. Besser noch, wenn Sie Ihr Grundstück spenden, da wird wohl keiner was dagegen haben. Aber: Der Bus wird trotzdem noch mitten im Kreisel anhalten, um die gschaffigen Parageier ein- und aussteigen zu lassen, zu beschäftigt weiter zu laufen, mit Glück hält der Bus sogar 3x innerhalb 15m im Kreisverkehr.

    1. Läßt Ihre Antwort darauf schließen, daß Sie noch nie in Deutschland lebten bzw. dort gearbeitet hatten? Als selbständiger Unternehmer hatte ich das „Privileg“ an Steuern und Sozialabgaben über 60 % meines Einkommens dem Staat in den Rachen werfen zu dürfen. Da kommt große Freude auf!

  2. Einige Flugzeugabstürze sind eben gewollt nicht vermeidbar besonders wenn wichtige Leute drinnen sitzen. Die restlichen Insassen sind dann eben Opfer die für „ politische“ Ziele nicht vermeidbar waren.
    Interessanter Film von 2012 „Rommel“ dann gab es aber ein sehr ehrenvolles Staatsbegräbnis und volle Pension für die Witwe.

  3. Tja, da hat der alte Mann, der sich von Michael zu Miguel umbenannt hat, sogar Recht.
    Normalerweise trifft es die Elite ja nicht, wenn mangelhaft gewartet wird. Wenn was kaputt geht, schwupps neu gekauft,Kohle ist ja genug da.
    Nur Arme lassen reparieren – und die bekommen mehr als oft die hiesige Reparaturkunst zu spueren.
    Jetzt, wo ein Minister gestorben ist, findet vielleicht ein kleines Umdenken statt. Da aber die Korruption so grassierend ist, glaube ich nicht so dran.
    Ich trauere nicht um den Gneiting. Tagtaeglich sterben Leute in Paraguay, weil die Politik nichts macht, sei es der miesen Krankenversicherung geschuldet, schlechte Strassen (hohe Unfallgefahr) oder indirekte Gruende wie gefaehrliche Elektroinstallation, weil so viele „Elektriker“ fehlerhaft arbeiten. Da juckt es keinen da oben.

  4. Hier kann geschrieben was man möche.Fakt ist die Maschine Ist abgestürzt.
    Ob man um den Mann trauert oder nicht ist jeden seine Sache
    Etwas ist hier ober Faul!
    Die Maschine hatte zwei Motoren,selbst wenn einer ausfällt, defeckt,brennt, lässt sich die Treibstoffleitung sperren.
    Es geht es mit ein Motor langsamer Weiter.Selbst wenn beide Motoren auslallen könnte man zur Not im Gleitflug zugegeben etwas hart landen.
    Bauchlandung im Wasser/Sumpf. geht alles ein Fahrwerk wird nicht gebraucht.
    Die beiden Piloten kannten sich auch aus,das waren keine Frischlinge/Flugschüler.Normal macht man auch eine Abflugkontrolle.Das ist nicht nur eine Runde um das Flugzeug,sie beinhaltet etwas mehr!
    Sicher ist bisher nur, dass es keine Explosion an Bord gegeben haben soll. Oh Ja!
    Auf den Video war ein Lichtblitz zussehen, das war ganz bestimmt nicht dass Feuerzeug des Piloten.
    Die Farbtemperatur der Lichterscheinung lässt sich auswerten und vermessen.
    Schlechte Wartung.Pilotenfehler ist immergut als Ausrede für einen Abstutz!
    Wer es wirklich wissen möchte wo ran es lag, Ob man das Wirklich möchte. Hilft nur eins, unabhängiger Sachverständiger Techniker von Hersteller ran Zetieren.Halle mit Plane auslegen,alles was anTeile und Gepäck zufinden war, zusammen legen und sehen woran es lag.
    Schlechte Wartung.Schlechte Teile wie Plagiate,werden gern aus Kostengrunden eingebaut. Fälschungen gibt es viele in der Luftfahrt.Natürlich könnte es auch ein Kapitalverbrechen sein, ein Unfall ist dann natürlich immer gut.Fragt sich nur für wen?

  5. ich war über vierzig Jahre in der Luftfahrt als Techniker beschäftigt….möchte bemerken, dass es nicht einen einzigen Paraguayer gibt, der einen Hersteller-Lehrgang hat an dem Flugzeugtyp wo er grade rumbastelt ( könnnen sie auch gar nicht, mangels englisch Kenntnissen), geschweige denn eine FAA Lizenz. Eine 2Mot zum Absturz braucht es nicht viel, nicht die Motoren, auch die Steuerung ist wichtig; das oder das vergessen, vielleicht ein Schraubenzieher….Möglichkeiten gibts genug

    1. Anscheinend drücken einige Leser die Meinungen aus, dass die paraguayischen Flugtechniker kaum eine Beißzange von einem Schraubenzieher unterscheiden können und so müssten logischerweise jeden Tag die Kleinflugzeuge über Paraguay herunterfallen. Dies ist jedoch nicht der Fall aber aus diesen Schlussfolgungen Unfälle leicht Zweifel über deren wirklichen Ursachen und Motive aufkommen lassen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.