Der Gemüsemarkt bricht ein

Gemüseproduzenten in Paso Yobai erleiden hohe Verluste. Einer von ihnen sagte, es wäre das erste Mal, dass so eine Situation eingetroffen sei. Aber auch Deutsche widmen sich der Sparte in der Gegend und klagen über Einbußen.

Regino Molinas baut vor allem Kraut an. In etwa 3.500 Köpfe sind für den Verkauf bereit. Nur leider kann er sie nicht auf dem Markt platzieren. „Es gibt keine Möglichkeit zum Verkauf. Viele Krautköpfe sind schon verfault“, sagte Molinas. In der Gegend haben die Erzeuger in etwa 10.000 bis 20.000 Kohlpflanzen angebaut und wollen sie an die Kunden bringen.

Molinas erklärte weiter, dass das Gemüse nach Asunción gebracht würde, zum Markt Abasto. „Ich sprach mit dem verantwortlichen Administrator. Es gibt keinen Platz, ich muss warten und Geduld haben. Aber die Zeit läuft mir davon“, klagte Molinas.

Mittlerweile verfüttert der Landwirt den Kohl an die Rinder. Den wirtschaftlichen Verlust schätzt Molinas bis jetzt auf zwei Millionen Guaranies. Er könnte sich aber deutlich erhöhen, wenn der Markt weiterhin übersättigt bleibt.

Das Phänomen, laut Molinas, sei das erste Mal aufgetreten. In den Vorjahren wäre die Nachfrage enorm gewesen. Sein Verlust dürfte noch verschmerzbar sein, aber andere Nachbarn haben viel größere Anbauflächen. „Die Situation ist schwierig. Manche Erzeuger haben hohe Schulden. Sie verkaufen nun ihre Rinder und versuchen so zumindest die Zinsen zu begleichen“, erklärte Molinas. Ein Preisverfall bei anderen Produkten, wie Tomaten, hat auch schon eingesetzt. Erstaunlicherweise ist Knoblauch sehr teuer. Im Raum Paso Yobai kostet das Kilo 35.000 Guaranies.

Quelle: ABC Color

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