Der große Unbekannte

Asunción: Am Wochenende kam es zum jährlichen Spendenmarathon, bei dem man immer die Vorjahressumme toppen möchte. Dieses Jahr wäre es fast daneben gegangen. Erst in letzter Minute spendete ein Unbekannter sehr viel Geld.

Obwohl viel spekuliert wird, ist der Name des unbekannten Spenders weiterhin unklar. Als die Summe bei 13.040.135.117 sich nicht mehr bewegte und die Zeit fast herum war, 2,5 Milliarden Guaranies bzw. 362.000 Euro um auf 15.540.135.117 Guaranies zu kommen und somit das Vorjahresergebnis um knapp 2.000 Euro zu überbieten.

Wer entweder so ein großes Herz oder Geldbeutel hat, wer Belege über ein Spende braucht um seine Steuern zu senken oder Geld zu waschen ist derzeit die Frage, die viele beschäftigt. Was glauben Sie wer der Wohltäter war?

Wochenblatt / Hoy

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15 Kommentare zu “Der große Unbekannte

  1. „Wer Belege über ein Spende braucht um seine Steuern zu senken oder Geld zu waschen ist derzeit die Frage“
    Das ist schlichtweg wirtschaftlicher Unsinn!
    Wenn ich gegen Quittung etwas schenke, brauche ich auf diesen Betrag keine Einkommenssteuer zu zahlen, da es als Ausgabe verbucht wird. Bei 362.000 € und einem angenommenen Steuersatz von 25 % habe ich immer noch eine Ausgabe (Belastung) von 271.500 €. Warum sollte der Spender die Spende auch noch versteuern?
    Wie man mit einer Spende Geld wäscht, weiß bestimmt nur der Autor des Artikels.
    Ich tippe daher auf ein großes Herz mit einem großen Geldbeutel.

    1. @Hermann1 … die schönste Analyse, die ich je gelesen habe. Einfach Klasse — chapeu!

      Das Einmaleins des Kaufmannes versteht eben nicht jeder; Sie schon.

      Jetzt sollte man natürlich nicht sein letztes Hemd geben, wenn man spendet und ach selbst noch Essen, Unterhalt (für Familie und Haus) leisten oder aufrecht erhalten muss oder will … Ich würde die Größe des Geldbeutels auf min. 1 Mio $ Jahreseinkommen oder das Vermögen auf eher das Zehnfache davon schätzen.

      Wofür wird das Geld aus dem Spendenmarathon eigentlich „verbraten?“ Steht nicht im Artikel — bin neu hier.

      1. So wie ich das im Fernsehen verstanden habe, verwalten die regionalen Geldsammler ihre Spenden selbst. Es gab viele Beispiele zu sehen, wie z.B. behinderten Kindern geholfen werden konnte.

  2. Da hat die gutgläubige Mittelschicht nun gut 2 Mio Euro gespendet. Tolle Leistung!
    Nur leider werden nun 90% des Geldes spurlos in irgendwelchen Taschen von Funktionären verschwinden und den Spendern werden dann ein paar herzerweichende Geschichten im Fernsehen präsentiert, wie das Geld verwendet wurde.
    Die einen haben dicke Taschen und die anderen fühlen sich als gute Menschen, die die Welt ein wenig gerettet haben.
    Und alle werden glücklich sein.
    Ich liebe Happy Ends

          1. @Herman1
            Welche nicht so armseligen Argumente haben Sie denn gebracht? Dass ich mich besser informieren soll? Worüber denn?
            Nach mehr als einem Jahrzehnt in PY, was wollen Sie mir da noch überraschendes zeigen?

          1. Hermann1, Ihr einziges, offensichtlich nicht armseliges Argument war, ich solle mich besser informieren. Worüber soll ich mich denn, nachdem ich nun schon über ein Jahrzehnt hier lebe, informieren?
            Also verschonen Sie mich mit Ihrem Bla bla.

          2. wirSindDochAlleNeuHier

            selbst halbwegs gebildete Paraguayer wissen. warum sie nicht spenden.
            Glückwunsch für dein Fachwissen bezüglich Rechtschreibung. Ansonsten passt schon, was die einäugige Kartoffel schreibt.

  3. Obwohl der Gurk sicherlich so herzzerreißend spannend ist wie wenn eine Reinkarnation von Karl Moik für Deutschland die Chansons de Eurovision gewinnt, so dass ich mir in die Hosen machen würde und mir das schon gar nicht antue das Basura-TV überhaupt einzuschalten: Soviel über Manipulation des Allgemeinen Kleinviehs, welches auch Mist macht, sollte auch jeder BWL-er verstehen, dass JEDES JAHR gaaaaanz ZUFÄLLIGERWEISE in LETZTER Minute noch der Retter der Menschheit erscheint und den Vorjahresbetrag überbietet. Damit es auch nächstes Jahr wieder so herzzerreißend spannend wird wie die Chansons de Eurovision. Dann einfach mit der Reinkarnation von Karel Gott. Ja, @Joss, er kommt wieder, sein Sohn ist jedenfalls schon unterwegs und wird natürlich nur solche wie dich in sein Himmelsreich mitnehmen. Dort soll es ja auch herzzerreißend spannend Basura-TV geben. Da bin ich nicht mal böse darüber wenn der Karel Gott wieder kommt mit dem Teufel ums höchst persönlich angefackelte Feuerchen zu AC/DC auf 120 dB zu tanzen. Aber auch nur auf persönlichen Wunsch meine best erzogenen und -gebildeten eingeborenen Nachbarn.

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