Der Kampf gegen das Dengue-Fieber beginnt vor der eigenen Haustür

Asunción: Wie jedes Jahr warnte die Behörde für den Nationalen Malaria Service (Senepa), dass es in den nächsten Monaten eine Dengue-Epidemie im Land geben wird, wenn sich die Bevölkerung nicht um die Beseitigung von Mückenbrutplätzen kümmert.

Diese sich ausbreitende Krankheit ist bereits seit den 1980er Jahren in Paraguay bekannt, aber es scheint, dass sich viele Menschen noch nicht bewusst sind, ob es notwendig ist, dass ihre Häuser oder ihre Grundstücke nicht nur aus ästhetischen Gründen sauber sind. Es ist nicht ganz klar, dass es sich um ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit handelt, bei dem Fahrlässigkeit – auch die einiger weniger – für Zehntausende Menschen schmerzhafte oder sogar tödliche Folgen haben kann. Es ist offensichtlich, dass diese Narren darauf warten, dass die Ausrottung der Brutplätze nur von den nationalen oder kommunalen Behörden durchgeführt wird. Es ist immer gut, die unfähigen Behörden zu kritisieren, wenn man seinen eigenen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Diese Einstellung, zu hoffen, dass Lösungen immer “von oben“ kommen, was sich in den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zeigt, ist gegen das Gemeinwohl. Aber selbst, wenn die Behörde Senapa ihre Aufgabe ordnungsgemäß erfüllt, kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle Beamten in jedes der Häuser oder leerstehenden Grundstücke eintreten, um das zu tun, was ihre Eigentümer oder Bewohner aus eigener Initiative tun sollen.

Das Missverständnis kommt trotz der illustrativen Kampagnen so häufig vor, dass einige sogar verhindern, dass ein Beamter der Senapa oder der Kommune ihre Grundstücke betritt, um es zu reinigen und so ihre Gesundheit und die ihrer Nachbarn zu schützen.

Es ist wohl offensichtlich, dass noch viel getan werden muss, um die Menschen ein für alle Mal davon zu überzeugen, dass mangelnde Hygiene ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellt. Neben den Kommunen und dem Ministerium für Gesundheit und Soziales sollte auch das Ministerium für Bildung und Wissenschaften intensive Kampagnen fördern: Die Schüler können ihren Eltern das, was sie im Unterricht gelernt haben, aneignen und so wertvolle Multiplikatoren bilden. Dengue zu bekämpfen, bedeutet, der Ignoranz durch Lehren und die Schaffung von Gewohnheiten der Sauberkeit entgegenzuwirken, auch durch die systematische Anwendung der geltenden Vorschriften und sogar soziale Ablehnung. Nicht nur korrupte Politiker müssen gemaßregelt werden, sondern auch diejenigen, die die Gesundheit der Menschen gefährden und andere dafür, dass sie ihre Häuser oder ihre Grundstücke nicht reinigen.

Edgar Sanabria, Direktor des Nationalen Programms für Vektorenkontrolle von Dengue-Fieber, betonte, dass das ganze Land aufgrund einer Bewusstlosigkeit der Bevölkerung von Mückenlarven befallen sei, was nicht dazu beitrage, die Brutplätze zu beseitigen.

Die schmerzhafte Erkenntnis sollte alle Bürger in Verlegenheit bringen. Es ist sehr gut, die entgangenen oder unfähigen Behörden zu kritisieren, aber es muss erkannt werden, dass viele unserer Übel nicht nur aus Unwissenheit, sondern auch aus der Trägheit der Menschen herrühren. Und vor allem die Nachbarn von “Schweinen“ müssen solche anprangern und sie öffentlich bloßstellen, nicht nur wie das im vergangenen Jahr bei den korrupten Politikern geschah.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Der Kampf gegen das Dengue-Fieber beginnt vor der eigenen Haustür

  1. Bier, Streichholz und Giftsprüh ist gesund sagt das MEC

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    Wie jedes Jahr. Es ist immer gut, die unfähigen Behörden zu kritisieren, vor allem wenn man seinen eigenen Verpflichtungen nachkommt, aber unfähige Behörden meinen, Haushalte, die ihren Müll nicht abholen lassen, keinen Müll produzieren, diesen „keinen Müll“ beim nächst besten unbebauten Grundstück oder Waldrand abladen, bzw. ihre Kinder dies zu tun entsenden.
    Dem alljährlichen Geschwafel der Behörde für den Nationalen Malaria Service (Senepa) kann ich nicht entnehmen, wie weit den Mücken überhaupt fliegen, Zitat: „Fahrlässigkeit – auch die einiger weniger “ und trotzdem hat das ganze Land ein Problem, hauptsächlich die Müllhalde in und um Asunción, obwohl Mücken nach ihrem Imagio-Sprung höchstens 100 bis 200 Meter weit fliegen und ihre Krankheiten verteilen. Aber das kann man nicht wissen bei fähiger Behörden.
    Das fängt schon damit an, dass unfähige Behörden keinen Plan haben und die Menschen irgendwo irgendwie planlos ihre Baracken aufstellen, ohne dass da jemals ein LKW über die ausgetrockneten Regenfußbeete hindurch fahren wird, um den Müll abzuholen. Und ihren Müll zweihundert Meter weiter an eine Straße zu stellen „adonde la recolección entra“ (wo die Müllabfuhr auch durch fährt), für das ist die Allgemeinheit schon zu sehr mit Warten unter dem Mango bis Mil hinunter fällt beschäftigt.
    Häuser oder ihre Grundstücke nicht nur aus ästhetischen Gründen sauber sind, doch, das sind alle, von der Vorderseite. Hinter dem Haus, wo keine Blicke hingelangen können, dort deckt sich die Müllhalde, Ratten- und Mückenbehausungen und der Kinderspielplatz. Den Platz dreifach ausgenutzt kann man sagen.
    Die Schüler können das, was sie im Unterricht gelernt haben von ihren Professoren und Professoren ihren Eltern aneignen und so wertvolle Multiplikatoren bilden, dann sind es schon zwei Haushalte deren Männer Bierbüchsen leer saufen und die Frauen versuchen sie anzuzünden.
    Es ist wohl offensichtlich, dass noch viel getan werden muss, um die Menschen ein für alle Mal davon zu überzeugen, dass mangelnde Hygiene ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellt. Es ist immer gut, die unfähigen Menschen zu kritisieren, vor allem wenn man seinen eigenen Verpflichtungen nicht nachkommt – als fähige Behörde für den Nationalen Malaria Service (Senepa), diese Menschen in die Schranken zu weisen, sondern mit toller Bildsprache dazu aufzufordern doch bitte 5 Euro pro Monat weniger für Bier und Streichhölzer, stattdessen für Müllabfuhr auszugeben. Stehen diese dann vor dem Bier und den Streichhölzern scheint die Verlockung groß und die Entscheidung klar: „Jo, i kauf da Bier und Streichholz jetzt ned, lauf i lieber ins Munispalidadenhäuschen und bezahl Müllabfuhr“.
    Trotzdem, der Paragauy ist nicht dumm mit Mittelwert iq 82 , wenn die Grillos beginnen zu singen ist Mückenzeit, es nicht mehr so heiß ist, dann zündet man seinen Müll an und alle Mücken machen sich aus dem Staub, selbst den Mücken stinkt’s. Die Menschen und ihre Kinder sterben nicht an Dengue. Nur am Krebs.
    Aber dank erstklassiger Grati-Medizin ist auch das kein Problem, je schneller unter der Erde, desto weniger Dengue-Fälle.

  2. Denque ist gut in den Griff zu bekommen wenn den Bürgern sich das Insektengift auch leisten kann von 18-24000 Guarani wird es in Supermärkte angeboten kaum erschwinglich für die Meisten die gerade mal genug haben zum leben. in Euro sind das 3-4 Euro . In Deutschland kann ich für 078 Cent eine Dose kaufen und somit etwas tuen gegen Mücken im Haus oder der Terrasse aber nicht für soviel Geld wie hier in PY.Der Wirtschaftliche Schaden ist viel höher wenn Menschen erkranken oder Programme gefahren werden wo Sinnlos von Pickup Tonnen weise Insektizide in die Umwelt geblasen werden .Als würde der Staat Spraydosen subventionieren. Müll Entsorgung kann nur funktionieren wenn der Müll auch abgeholt wird und wenn er abgeholt wird nicht auf Kippen landet wo bei Hochwasser der Müll in den Rio Paraguay gespült wird. Müll muss auf den Kippen sortiert werden und gleich bedeckt werden sonst ist so eine Kippe die Mega Brutstätte für Mücken mit allen Möglichen Krankheiten. Wenn dann noch ein Gesetz verbietet das einzig Richtige nämlich Zuhause den Müll zu verbrennen ,dann kann man sich nur wundern über die Bürokraten die sich den Schwachsinn ausdenken.

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