Der Krieg um Wasser

Itacurubí: Etwa 250 Menschen aus dem Bezirk von Yhaguay, Cordillera, sperrten die Fernstraße II auf Höhe Kilometer 82. Ihnen geht angeblich das Wasser aus.

Die Betroffenen führen einen Krieg gegen die Seam, Staatsanwaltschaft und dem landwirtschaftlichen Betrieb Piri Pucú, weil sie Probleme beim Trinkwasser bekommen.

Am Samstag kam es durch die Demonstration zu erheblichen Behinderungen bei allen Verkehrsteilnehmern. Es gab sogar einige tumultartigen Szenen.
Grund für den Protest ist das tatenlose Zusehen von dem Umweltsekretariat Seam und dem Staatsanwalt Khalid Rachid gegenüber dem Unternehmen Piri Pucú.

Secundina Sosa, eine Teilnehmerin an der Demonstration, erklärte, dass man auf die Straße gehen müsse damit der Protest gehört werde. Die Seam erfülle ihre Aufgabe, die Umwelt zu schützen, nicht, weil der landwirtschaftliche Betrieb Piri Pucú den Verlauf des Flusses Yhaguay einfach auf seine Reisfelder umlenken darf.

Ökologische Ressourcen sind gefährdet und vor allem sinkt der Grundwasserspiegel bei den betroffenen Anwohnern erheblich. Deshalb kommt es zu einem Mangel an Trinkwasser.

Der Konflikt eskalierte, als am Fluss Yhaguay von dem landwirtschaftlichen Betrieb eine Pumpe installiert wurde um die Reisfelder zu bewässern. Auf dem Areal von Piri Pucú befindet sich ein Wasserreservoir mit einer Fläche von 350 Hektar. Es ist 2,5 Meter tief und kann 8.750.000 Kubikmeter Wasser speichern.

Laut dem beschuldigten Eigentümer des Reisunternehmens, Fernando Serrati, funktioniere die Pumpe nur bei Hochwasser. Die Seam könne das jederzeit überprüfen.

Laut weiteren Dokumenten hat das Umweltsekretariat in der Tat die Pumpe genehmigt, nachdem das Niveau im Fluss Yhaguay bei Hochwasser um mehr als drei Meter ansteigt. Die Demonstranten behaupten aber, dass die Pumpe auch bei Niedrigwasser zum Einsatz käme und dies ihren Mangel an Wasser verursache.

Wochenblatt / ABC Color

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