Lösegeld für Traktor gefordert

Yasy Cañy: Ein Mann ist verzweifelt. Seit letztem Donnerstag halten Campesinos seinen Traktor fest und die Behörden schauen tatenlos zu.

Der Betroffen heißt César Javier Franco und wohnt in Curuguaty. Vor einer Woche wurde er damit beauftragt 130 kleine Häuser und Hütten auf dem Grundstück der Firma Rincón Porã SA in der Kolonie Mbatay abzureißen. Campesinos beschlagnahmten aber einfach den Traktor.

Am Samstag forderte Franco die Nationalpolizei oder Staatsanwaltschaft erneut auf seine teure Maschine aus den Händen der Campesinos zu entreißen, damit er weiter arbeiten kann.

Der Traktorist berichtete, er sei besorgt, dass die landlosen Bauern sein Gerät beschädigen. „Die Batterie ist schon kaputt. Die Windschutzscheibe eingeschlagen und ich denke es gibt noch weitere Schäden an der Maschine. Die Campesinos drohten mit der Verbrennung von dem Traktor wenn ich nicht 150 Millionen Guaranies an Lösegeld bezahle“, sagte Franco.

Der Traktor hatte neu 30.000 US Dollar gekostet. „Ich bin arm, wie soll ich den Betrag zusammenbekommen?“, klagte Franco.

Crispin Cabrera und Carlos Méndez führen die Campesinos an und haben die Maschine von Franco in Beschlag genommen. Beide wurden schon wegen Nötigung und unrechtmäßiger Freiheitsentziehung angeklagt.

Lucrecio Cabrera, zuständige Staatsanwalt für den Fall, erklärte, dass auf dem Grundstück interveniert wurde, “aber keine Person vorgefunden wurde, die den Traktor beschlagnahmt hatte. Ich zog mich zurück und nun ist der Eigentümer der Liegenschaft verantwortlich, eine weitere Anzeige zu machen“.

Der Staatsanwalt betonte aber, dass am 1. Dezember ein Schreiben an die Nationalpolizei geschickt worden sei, sodass der Traktor geschützt und wieder herausgegeben werde.

Gaspar Fernández, Anwalt von Rincón Porã SA, sagte, es sei bedauerlich, dass die Polizei den Traktor aus einem Privatgrundstück nicht befreien könne.

Wochenblatt / ABC Color

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