Der Mindestlohn reicht nicht zum Leben in der Region

Asunción: Die Zeitung La República wertete einen regionalen Vergleich über die Höhe der Mindestgehälter aus, die notwendig sind, um die persönlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Paraguay liegt dabei auf dem vorletzten Platz.

Entscheidend sind die durchschnittlichen Ausgaben, die monatlich anfallen, um zu wissen, ob der Mindestlohn ausreicht oder nicht.

Nach den Informationen der Analysten müsste in Paraguay der Mindestverdienst wesentlich höher angesetzt werden, da die Kosten pro Person und Monat in Asunción 416,78 US Dollar betragen würden. Zurzeit liegt der Mindestlohn im Land bei 359,7 USD.

Jedoch ist die Ungleichheit in Mexiko noch viel größer, wo mehr als vier Mindestgehälter, der bei 94,3 USD liegt, notwendig sind, um die monatlichen Ausgaben pro Person in Höhe von 454,4 US Dollar zu decken.

Bei den Daten wurden die gesetzlichen und aktuellen Mindestlöhne in jedem Land der Region erfasst. Um die Kosten zu erfassen, berechneten die Forscher jene, die in der Datenbank der einzelnen Städte und Ländern auf der ganzen Welt von der Agentur “Numbeo“, die die Lebenshaltungskosten erfasst, ermittelt wurden.

Der Ökonom Ricardo Rodriguez Silvero erklärte, dass jedes Jahr im Juni in Paraguay eine Analyse der Lohnanpassung im Verhältnis zur Inflation erfolge. „Wir haben keine andere staatliche oder private Quelle, um Preiserhöhungen in Paraguay zu messen. Derzeit erreichen nur zwei Drittel der formellen Beschäftigten das Minimum vom Mindestlohn oder übertreffen es. Das verbleibende Drittel liegt darunter. Um das Szenario zu verbessern müssen die aktuellen Standards verbessert werden“, sagte er.

Des Weiteren ist es erforderlich, die weit verbreitete Informalität zu bekämpfen. Er erheblicher Teil der illegalen Beschäftigung erfolgt im Bausektor, trotz geltender Normen im Land. „Der Kampf gegen die Informalität ist die Aufgabe von Generationen“, betonte Silvero.

Wochenblatt / 5Dias

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15 Kommentare zu “Der Mindestlohn reicht nicht zum Leben in der Region

  1. 486 US im Monat?? Nimmt mich mal schwer wunder, woher die Zahl herbeigezaubert wurde….mit Eigenheim kann man hier mit 300US super – lujo – leben…

    1. Hola Amigo,kleiner Spassvolgel,
      wie machst Du das als verwöhnter Einwanderer aus Europa der westlichen Welt.
      Mit 300$ kann man Auskommen ja, das stimmt! Aber wie?
      Ja dann muss aber wirklich alles stimmen.Kein Schulgeld!Eigener Wohnraum, Haus, keine Miete. Strom und Wasser edel schwarz gezapft oder sparsamer Verbrauch. Großer Garten mit vielen Gartenbeeten und einigen Tieren.Von der Ziege bis zum Huhn.
      Nebenbei ich komme auch mit weniger als 100$ mit mehreren Personen pluss Kinder zurecht ,alles was nicht schnell genug auf die Bäume ist wird auf gegessen;runter geschüttelt gegessen.Sack Mehl, Sackziebeln und Kanister-Speiseoel reichen. Seppetoni das machen wenigsten Deutschen/Ausländer lange mit! Zieh dich mal warm an!
      Sehe dich mal bei Leuten um die nicht so viel haben in Paraguay, was sie Essen; vielleicht fällt dann auch mal bei dir Groschen.Das dass leben so nicht so lustig ist!Selbst die Einwanderungshelfer sind heute bei 600-800€ minimum für eine Person und 800-1200 fü zwei Personen.

    2. Heinrich Pestalozzi

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      Ich lebe mit 200 Dollar im Monat und lege davon noch 250 Dollar auf die Seite und unterstuetze mit dem Rest noch Seppetoni der wuerde sonst verhungern

  2. Salvador Dali Design – Baumwolle

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    Ach was, lässt die Lichter am Chabishobel weg, hörst dein Leben lang nur deine eine CD auf deiner zwei Millionen Watt RMS die 120 db bringt, dann müssen sich die Nachbarn dieses nicht zulegen, dafür müssen sich deine Kinder halt etwas einschränken, trinkst Gras zum Trinken statt teures Wasser, ruft nur Facebock an, das ist grati, schaust der Müllabfuhr zu wie sie vorbei fährt, dann sparst auch nochmal ein Pack Bier pro Monat, aber auch nur Polar, Brahma demasiado caro, und wohnst mit der Chabishobel-Fahrtengemeinschaft (Frau, Kinder von 2 Monaten bis zwei jährig, Omi, Hühner usw) in deiner Einzimmerbude. Dann reicht’s auch noch für ein Paar Knochen mit ein wenig Fleisch dran zu Wochenende. Und nochmals zwei Pack Bier. Letzteres auch nur dank Schwerstarbeit unter dem Mangobaum mittels warten bis Mil herunter fällt.

  3. Das Problem in Paraguay – sicher auch in anderen Ländern – ist doch, dass für den Lohn kaum eine Gegenleistung erbracht wird, schon gar nicht im öffentlichen Sektor. Egal, wo man hinschaut: es wird gedöst, gequatscht und Terere getrunken. Sicher wird es Ausnahmen geben.

  4. „Einwanderungshelfer oder was?“

    Genau. Und im Nebenjob, Autohändler, Bordellbetreiber, Immobilienmakler und Campesino. ;-p

  5. klar wenn man de „LUJO“ leben will dannwird man sicher mehr als diese knapp 500$ im monat brauchen, aber wir reden ja nicht von den „VERWÖHNTEN“ angetrunkenen Ausländer die schon alleine 1000$ im Monat nur an „SPRIT“, sorry „PILSEN“ wollt ich sagen benötigen. Es geht hier um Paraguayer und selbst ich als Ausländer käme mit max. der Hälgte durch wenn ich will und da habe ich aber auch Klimaanlage & Co in Betrieb. Würd ich auf das auch noch verzichten und die Wäsche von der Nachbarin waschen lassen wahrscheinlich noch weniger. 18$ Strom im Monat, 36$ Internet im Monat (teuer), 0$ Wasser (Tiefenbrunnen), 0$ Miete (Eigenheim) und mit 100$ kommt man beim Essen auch durch, mann muss ja nicht jeden Tag LOMO auf der Karte haben. und selbst wenn ich jeden Tag Buffet Essen gehe bin ich gerade mal bei 300$, also da fehlt mir noch immer was auf diese 486$ der Regierung. Gut Zone Asuncion ist um einiges teurer, aber der Knackpunkt ist halt – EIGENHEIM vs MIETE und letzteres gilt für die meisten Ausländer, ersteres für die Paraguayer und Mandiok hat da auch schnell mal wer im Garten angepflanzt. Soviel mal zu dem Thema um mal aufzuzeigen das eigentlich Paraguayer locker mit 100$ im Monat pro Kopf durch die Runden kommen. Problem ist nur meistens das halt nicht nur 1 Kopf sondern mehrere Mäuler (Kinder) gestopft werden wüssen mit einem Verdiener in der Familie und das erhöht die Kosten bzw. verändert die Kalkulation.

    1. Ja Alex, Du hast Recht, für zwei drei Monate könnte man damit auskommen. Aber was ist wenn was unvorhergesehenes passiert? Wie zum Beispiel, Du brauchst Medizin, oder Deine Wasserpumpe geht kaputt, oder Du musst Reparaturen am Haus tätigen oder oder oder, diese Kosten musst Du mit ein kalkulieren und aufs Jahr verteilen. Wie Du schon sagst, als einzel Person klappt es für paar Monate mit Manioka und Cebo , Wenn Kinder dazu kommen geht garnichts mehr. Es werden Windeln fällig, Milch und was zu Essen.

      1. Was denn für ne Wasserpumpe? Für einen Brunnen zum Kurbeln?
        Reparaturen am Haus? – macht doch jeder selber, nur der dumme Deutsche zahlt horrende Summe für die tollen Facharbeiter.
        Ich kenne viele Familien hier, die locker mit dem Mindestlohn auskommen, ein Moto haben, in einem Haus wohnen, am Wochenende ihr Asado und Bier haben. Klar, die Klamotten sehen übel aus und das Haus und das Grundstück sind nicht schön.
        Aber man kann hier vom Mindestlohn besser leben als in Deutschland ein Hartz 4-ler.

  6. Also man kann, je nach Talent, sicherlich sehr günstig hier leben.
    An anderen Plätzen übrigens auch.
    Nennt mich gerne einen Korinthenkacker, aber ich bezog mich auf „lujo“!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Luxus

    Klar, für meinen Nachbarn im Verschlag ohne Fußboden hat „lujo“ ne andere Bedeutung als für den Mitteleuropäer.
    Das Wort „Calidad“ übrigens auch…(-;

    Muss direkt mal nachfragen ob er hier vielleicht kommentiert.

  7. Bei den billigen Lebenshaltungskosten, wie man lesen kann, könnte man mit nur Wasser und Brot auch überleben und noch einiges auf die hohe Kante legen 😉

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