“Der Mond war ein Verbündeter der Helden“

Asunción: Die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag in Paraguay sind vorüber. Wie sah der Himmel im Jahr 1811, am 14. Mai, aus? „Der Mond war ein Verbündeter der Helden“, sagt Blas Servin.

Nur die Sterne und die Planeten Mars und Saturn, die auf dem Nachthimmel präsent gewesen seien, hätten die Geburt als Zeugen eines souveränen Paraguays erlebt, beschreibt der Professor für Astronomie, Blas Servin, das damalige Ereignis.

„Zwischen 18:00 Uhr und 23:00 Uhr gab es in dieser Nacht keinen Mond, weil er in seiner abnehmenden Phase war. Nur gegen 18:00 Uhr erschien der Trabant kurz am Horizont. Es war auch eine lange Nacht. Die Dunkelheit trat gegen 17.14 Uhr ein und erst am 15. Mai, um 6.19 Uhr, ging die Sonne wieder auf, um eine freie und souveräne Heimat zu entfachen“, erklärte Servin.

„Diese ersten Stunden absoluter Dunkelheit haben zusammengewirkt, sodass die Bewegungen der Patrioten nicht beobachtet werden konnten, obwohl das in den Geschichtsbüchern nicht verzeichnet ist“, kommentierte Servín weiter.

Servin war in der Nacht von Montag auf Dienstag verantwortlich für die geführte Beobachtung mit Teleskopen und einer Projektion, so wie die Nacht in der historischen Epoche ausgesehen hat. Die Veranstaltung fand auf dem Platz vor dem Pantheon der Helden in Asunción statt. Viele Menschen interessierten sich für die Erklärung des Nachthimmels, aber auch für die Konstellation zur damaligen Zeit im Jahr 1811.

Eine Gruppe junger Paraguayer, zwischen 21 und 28 Jahren, eroberte in der Nacht des 14. Mai 1811 strategische Punkte von Asunción. So begann die Heldentat, die Paraguay in die Unabhängigkeit führte.

Die gleiche Gruppe, unter ihnen Vicente Ignacio Iturbe, Pedro Juan Caballero, Juan Bautista Rivarola und Mauricio José Troche überreichten Gouverneur Bernardo de Velasco in der Morgendämmerung am 15. Mai eine Note, in der befohlen wurde, alle Waffen, Geld und offizielle Dokumente zu übergeben.

Der spanische Gouverneur wurde abgesetzt und die Regierungsgeschäfte von einem Rat aus fünf Männern übernommen. Schon nach kurzer Zeit wurde dieser durch zwei Konsuln, Fulgencio Yegros und José Gaspar Rodríguez de Francia, ersetzt, von denen sich der letztere im Jahre 1814 als Präsident und unumschränkter Diktator durchsetzte.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu ““Der Mond war ein Verbündeter der Helden“

  1. Tatsächlich, Sterne und die Planeten Mars und Saturn (die anderen drei übrigens auch), müssten am Nachthimmel präsent gewesen sein und die Geburt als Zeugen eines souveränen Paraguays erlebt haben.

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