Der Name ist kein Programm

Limpio: In der nördlich von Asunción gelegenen Stadt befindet sich eine zweigeteilte Lagune mit dem Namen Cerro, die zu einem Teil blau und ohne Geruch ist und zum anderen Teil lila und mit faulem Geruch.

Wegen einem notwendigem Deich, der die Lagune in zwei Teile teilt, sieht man die vermeintliche Umweltverschmutzung ganz besonders gut. Doch begonnen hat das Ganze schon vor einigen Monaten, da nämlich fanden Anwohner tote Fische, dann kamen die Fliegen und danach starben die Reiher. Dann kippte die Lagune vollkommen und änderte ihre Farbe in rot-lila.

Wie bei solchen Problemen normal, wendeten sich die Anwohner an das Ministerium für Umweltschutz, welche Techniker vorgeschickten und feststellten, dass das Wasser von Schwermetallen belastet sei, welche zufälligerweise in der nahen Gerberei Waltrading für die Lederproduktion und zur Färbung von Tierhäuten eingesetzt werden. Auch wenn der Zusammenhang mit dem Abflussrohr, welches in die Lagune führt, hergestellt wurde, lehnt die Gerberei jegliche Stellungnahme ab.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

2 Kommentare zu “Der Name ist kein Programm

  1. Das „Interessante“ an Paraguay ist, dass man da Dinge sieht, die man bspw. in Mitteleuropa niemals sehen würde und nur theoretisch vermittelt bekommt.
    Eine lila Lagune, wer bitte hat das schonmal gesehen? Überhaupt: Der Lago Ypacarai wurde schon hellgrün, im Chaco wurde eine rote Lagune gesichtet und jetzt gibt es sogar lila Seen.
    Das wäre doch eine Idee für mehr Touristen: Kommt ins Land der bunten Seen! Alles real, nicht durch Färbemittel getäuscht. Tote Fische, Tiere und Gestank gratis dazu.

  2. Hui, die Gerberei lässt ihre Chemie aber auch nicht erst seit gestern da ab. Ist ja ein ganz schön großes Gebiet welches nun schön lila ist. Trotz Buße und Gümmi und dem Versprechen es nie wieder zu tun, sollte es sich für diese lohnen weiterhin den Dreck in den Fluss abzulassen. Nach Monaten haben sie schon ausländische Techniker eingeflogen, denen es im Gegensatz zu hiesigen schon seltsam vorkam, dass der Fluss lila ist. Dabei hat diese Gerberei doch extra einen Bonsai-Auffangbehälter installieren lassen, damit es hiesig Behörden mit 7 bis 11 Uhr Grundschul vielleicht abgeschlossen nicht auffällt, dass 99% in den Fluss gekippt wird. Ist mas barato. Phänomenal. Weitermachen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.