Der Wandel der Hauptstadt

Asunción: In den vergangenen Jahren mussten viele Gebäude weichen und neue entstanden. Wohnraum und Büroflächen gab es das erste Mal in großer Anzahl. Hier ein Überblick in Zahlen.

Zwischen 2010 und 2017 wechselten für 200 Millionen US-Dollar insgesamt 32 Hektar Grundfläche ihre Eigentümer. Auf 46% wurde Wohnraum geschaffen, auf 25% Büroflächen und auf 29% Verkaufsflächen. Allein 4 der 32 Hektar hat das Grundstück von Paseo La Galeria, was 40 Millionen US-Dollar gekostet haben soll.

Verkaufsflächen erreichten im Jahr 2013 500.000 Quadratmeter mit einer Auslastung von 484.000 Quadratmeter. Im Jahr 2018 gibt es 1.106.000 Quadratmeter Verkaufsflächen mit einer Auslastung von 877.000 Quadratmeter. Zudem entstanden in Ciudad del Este seit 2010 auch 690.000 Quadratmeter Verkaufsflächen.

Die Nachfrage nach Büroflächen hat ebenso eine genaue Ziffer. Zwischen 2015 und 2020 sind 300.000 Quadratmeter vonnöten.

Beim Thema Wohnraum gibt es auch interessante Entwicklungen. Zwischen 2010 und 2018 entstanden in Asuncion 12.500 neue Wohnungen, wovon nur 240 weniger als 60.000 US-Dollar kosteten. Zudem ist anzunehmen, dass dies alles nur 1 Zimmer Apartments sind.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Der Wandel der Hauptstadt

  1. Ich bin überzeugt, hier wurde am tatsächlichen Bedarf vorbei gebaut, mit der Folge, daß die Grundstücks- und Immobilienpreise in Höhen getrieben wurden, die Otto-Normalverbrauche nicht mehr bezahlen kann. So viele gut betuchte Geschäftsleute und Firmen kann es gar nicht geben, die allesamt nach Paraguay „dem gelobten Investitorenland“ wollen. Ich kann nicht erkennen, mit was man hier „das große Geld“ verdienen will. Es entsteht gerade eine riesige Immobilienblase die schon bald platzen wird. Banken werden in den Strudel hinab gezogen. Das einzig Positive daran wird sein, daß anschließend wieder viel Wohnflächen und Grundstücke zu realistischen und bezahlbaren Preisen erworben werden können. Aber erst nachdem Immobilienhaie sich mit billigen Immobilien eingedeckt haben.

  2. Sicherlich wird hier am Bedarf vorbeigebaut. Auch in Spanien passierte dies und dann waren über 1 Million von fertigen Wohnungen und Häuser leerstehend zum Verkauf. In China gibt es ganze neugebaute leerstehende Städte. Immerhin waren in der Bauzeit viele Menschen beschäftigt dank unrealistischer tiefer Zinsen die immer Fehlinvestitionen hervorrufen.
    Bei Wirtschaftskrisen und Währungsabwertungen sanken dann die Preise stark, in Argentinien bis auf etwa 10 % und in Paraguay auf etwa ein Drittel der Preise in der Hochkonjunktur. Die Verluste hatten dann die Kaeufer in der Hochkonjunktur, die kreditgebenden Banken und bei deren Pleite zum großen Teil deren Kunden zu tragen.

  3. Sehr gut ist nicht besser

    Antworten

    Wenn der staatliche Stromversorger ANDE 240 Millionen von USA gespendete US-Dollar nicht mehr auffinden kann (Stand vor ein paar Jahren auf diesem Kanal) und auch sonst ein paar Milliarden (Summe) an Steuergeldern nicht mehr auffindbar sind bzw. irgendwie abhanden gekommen sind, warum auch immer, ist offenbar ja auch egal, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es im Lande mit täglich 7 – 11 Uhr Grundschule, eventuell sogar mit Abschluss, das „Einkommen“ durchaus für den Kauf einer 60.000 US-Dollar Einzimmerwohnung reicht.

  4. Richtig muss es heissen, vorübergehende Blase. Ein Wandel ist sicher keiner passiert. Erst vor ein paar Wochen waren wir wieder mal in Asuncion. Es gibt jetzt eben ein paar Türmchen mehr und es gibt mehr Einwohner, weil man der Arbeit hinterherlaufen muss, also wachsen die Müllberge und Abwasserseen und der Ärger durch sonstige organisatorische Probleme.
    Das alles ist aber noch harmlos im Vergleich dazu wenn die Blase wirklich platzt. Wie immer, wäre so etwas zu verhindern gewesen, man wollte es aber nicht. Also, viel Spaß.

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