Deutsche Bundesregierung nimmt in Fall von Frau Fuzellier Stellung

Die Bundesregierung gab, bezugnehmend auf die Aussagen die Herr Rechtsanwalt Olaf Freiherr von Brandenstein gegenüber der paraguayischen Justiz tätigte, für Frau Fuzellier eine entlastende Stellungnahme ab.

In unseren Artikel vom 29. April 2013 – Neuste Erkenntnisse im Justizskandal um den Korruptionsfall Kolping – veröffentlichten wir, dass sich Frau Fuzellier an die Deutsche Bundesregierung gewandt hat. Eigen-Zitat: „Wie uns Frau Fuzellier mitteilte hat sie sich an die deutsche Bundesregierung gewandt und um Aufklärung und Intervention gebeten. Herr von Brandenstein ließ bei Gericht deutlich durchblicken, dass die deutsche Bundesregierung in Paraguay erst wieder finanziell aktiv wird, sobald Frau Fuzellier rechtskräftig verurteilt und sein Ruf wieder hergestellt ist. Richterin Farias zog seine Aussage, die er unter Eid abgab, zusammen und interpretierte sie jedenfalls so.

Die Stellungnahme ließ auf sich warten, da das Schreiben vom den beiden Bundesministern, Dirk Niebel und sowohl auch Dr. Guido Westerwelle, zuvor persönlich genehmigt und freigegeben werden musste.

In nachfolgenden zitierten wir für unsere Leser auszugsweise aus dem Regierungsschreiben mit den Geschäftszeichen, 124 O3272-1859/013 vom 15.05.2013:

Nach Ihrer Darstellung handelt es sich im vorliegenden Fall um eine Verleumdungsklage, die Herr von Brandenstein gegen Sie persönlich angestrengt hat. Die Bundesregierung ist nicht Partei in diesem Verfahren und kann nicht in dieser Angelegenheit tätig werden. Herr von Brandenstein hat keine Vertretungsvollmacht für die Bundesregierung in Paraguay. Soweit er die ihm zugeschriebenen Behauptungen hinsichtlich der deutschen Haltung in der Frage der Weiterförderung von FUKOLPA tatsächlich vor Gericht geäußert hat, so ist dies ohne jede Legitimation erfolgt und vom Inhalt her unzutreffend.

Dass die Deutsche Bundesregierung nicht nur zur Untermauerung einer prozessualen Wichtigkeit sondern auch als Sündenbock für den Verein der Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerks (SEK) herhalten musste, sieht man an einem Schreiben von Herrn Hubert Tintelott, seinerzeit stellvertretender Vorsitzende des SEK. Dieses Schreiben welches am 01. Dezember 2011 verfasst wurde, machte in Paraguay zum Schaden von Frau Fuzellier die Runde.

Zitat – Hubert Tintelott: „Aufgrund der skandalösen Publikationen in der Presse sowohl in Deutschland als auch in Paraguay und im Internet, beschloss die Deutsche Regierung im März 2010 die Einstellung der im Rahmen des BMZ-Projekts 2008 – 2010 zugewiesenen Gelder.

Herrn Tintelott wäre gut beraten gewesen wenn er sich vor dieser Erklärung das Veröffentlichungsdatum der ersten Artikel angesehen hätte. Der Spiegel war mit dem Artikel „Angewandte Nächstenliebe“ vom 09. August 2010 die Ersten, gefolgt von der TAZ.

Dass das BMZ mehrfach den SEK auffordern musste die Fördermittel an Paraguay weiterzuzahlen, um das Projekt nicht zu gefährden, ergibt sich eindeutig aus der E-Mail Korrespondenz zwischen den BMZ und Frau Fuzellier.

Ein weiteres Zitat aus dem Schreiben von Herrn Tintelott verdeutlicht das Agieren des SEK um ein öffentliches Meinungsbild gegen Frau Fuzellier aufzubauen. Hier wurden offensichtlich gezielten Falschbehauptungen in die Welt gesetzt.

Zitat – Hubert Tintelott: „Im Rahmen dieser Projekte – konkret bei den Hilfsprojekten in Paraguay – wurden administrative Unregelmäßigkeiten entdeckt. Diese bestätigten Unregelmäßigkeiten wurden von Frau Brigitte Hannelore Kreller de García – welche sich auch Brigitte Fuzzellier nennen lässt – der ehemaligen Geschäftsführerin der Stiftung Fundación Kolping Paraguay begangen und bestanden grundsätzlich daraus, sich selber Darlehen aus Geldern der deutschen Regierung zugewiesen zu haben; auf unregelmäßige Art und Weise eine Änderung in den Satzungen der FUKOLPA vorgenommen zu haben; fälschlicherweise vermeintliche Korruptionsaffären bei der Presse angezeigt zu haben, durch die eine Sonderrevision seitens der Deutschen Regierung (BMZ) veranlasst wurde, mit welcher die Falschheit der von Frau Brigitte Hannelore Kreller de García alias Brigitte Fuzellier angezeigten Tatsachen bestätigt wurde.

Herr Tintelott wäre heute besser gestellt, wenn er sich nicht in dieser Form geäußert hätte. Denn nach dem der Bundestagsabgeordnete und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thilo Hoppe, von diesen ungerechten Schreiben Kenntnis erhielt, sah er sich angehalten die Sache in einem Schreiben richtig zu stellen.

Ein notarielle beurkundete Aussage sich beziehend auf den Ex-Generalpräses des Internationalen Kolpingwerks, Msgr. Axel Werner, stimmt nachdenklich.

Zitat: „Monsignore sagte außerdem, dass wenn die neue Verwaltung der Fundación Kolping Paraguay in ihrer Absicht beharren sollte, die Unregelmäßigkeiten der vorhergehenden Verwaltung der Fundación Kolping Paraguay anzuzeigen, für ihn die Gefahr bestünde im Gefängnis zu enden,

Wie wir erfahren haben wurde diese notarielle Aussage über den Nuncius dem Vatikan zugestellt. Wenige Zeit später wurde Msgr. Axel Werner plötzlich und unerwartet vom Kardinal Meisner beim internationalen Kolpingwerk abberufen, und mit neuen Aufgaben betraut. Wir kennen nur einen Auszug aus dieser Urkunde.

Dies ist jedoch ausreichen um sich die Frage zu stellen: Was hat der SEK in Köln zu verbergen? Wieso bestand für Msgr. Axel Werner die Gefahr im Gefängnis zu enden?

(Wochenblatt)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Deutsche Bundesregierung nimmt in Fall von Frau Fuzellier Stellung

  1. Da kann ich nur eins zu sagen , GEIL !!! Das liest sich spannender wie ein „Jerry Cotton“. Diese ganze bisherige SEK Blase und auch das drumherum, die haben alle „Dreck am Stecken“! Es gibt in der SEK Zentrale in Köln sicherlich keinen Teppich der groß genug wäre, um den ganzen Dreck darunter zu kehren. Das der SEK bemüht ist das ganze zu vertuschen und kleinzureden ist doch klar. Denn wenn das ganze ans Tageslicht kommt, bedeutet das doch nur das die Führungsqualitäten dieser Leute schon seit einem Jahrzehnt mangelhaft sind.

    Und die Glaubwürdigkeit von „Herrn Olaf von Brandenstein“ ist ja jetzt total demontiert. Der SEK tut gut daran, „Herrn von Brandenstein“ sofort zurück zu pfeifen und weiteren Schaden diese selbstherrlichen „Rechtsanwaltes“ zu verhindern. Von wegen „beste Kontakte“ zur „Bundesregierung“.

  2. Herrn Brandenstein wird es wenig interessieren, ob man ihn für glaubwürdig hält oder nicht. Fakt ist, dass er bisher das erreicht hat was er wollte und was man von ihm erwartet hat und wie es aussieht, auch weiterhin erreichen wird.

    Der ganze Sumpf gehört trocken gelegt. Aber wer soll das machen. Frau Fuzellier hat versucht dies zu tun, Licht in die dunklen Machenschaften zu bringen, aber man sieht wie es ihr dabei ergangen ist. Jeder der in der Sache etwas zu sagen hätte wird sich davor hüten. Jetzt hat sie selber zu kämpfen, anstatt, dass der Verein ihr dankbar wäre. An einer Aufdeckung ist keiner interessiert, da in dieser Sache nicht nur Personen in Paraguay verwickelt sein dürften.

    Wie aus den Artikeln hervor geht hat man den Herrn Freiherr dafür eingesetzt, um den Verein einer Reinwaschung zu unterziehen.

    Ohne nötige Beweismittel in der Hand, wo Frau F. die Korruption oder irgendwelche Unterschlagungen in der vorigen Administration beweisen kann, wird es schwer werden.

  3. Also nach der Gegendarstellung des Freiherrn werde ich sehr nachdenklich; offensichtlich ist Frau Fuzellier ja auch kein unbeschriebenes Blatt und hat, glaubt man der Gegendarstellung, ganz schön Dreck am Stecken. Hier versuchen offensichtlich beide irgendein nebulöses Schattenboxen – bin mal gespannt, wie die Geschichte ausgeht. Zumindest steht jetzt Aussage gegen Aussage, und man kann sich an fünf Fingern ausrechnen, wer am Ende gewinnt.
    Man muss sich immer überlegen, mit wem man sich anlegt und ob es nicht manchmal klüger ist, einfach die Klappe zu halten.
    Ja, es tut weh, die Faust in die Tasche zu tun, aber überlegt mal, welche Kräfte hier inzwischen verbraucht worden sind. Manchmal ist es besser: Deckel drauf und Schluss und endlich wieder in Frieden und Ruhe leben.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.