Deutscher festgenommen, der Schüsse in die Luft abfeuerte

Encarnación: Die Staatsanwaltschaft führte eine Razzia in einem Haus im Stadtteil Mburucuya in Hohenau durch und beschlagnahmte dabei hochkarätige Waffen, die angeblich illegal ins Land gelangten.

Als Reaktion auf Beschwerden von Nachbarn über ständige Schüsse in die Luft führte die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung im Stadtteil Mburucuya in Hohenau, Departement Itapúa, durch. Bei dem Einsatz wurden großkalibrige Waffen gefunden, die zur Festnahme eines 52-jährigen deutschen Staatsbürgers führten, der sich vor Ort aufhielt.

Staatsanwalt Héctor Garay warf dem als Michael Schnabel identifizierten Verhafteten vor, das Leben der Nachbarn durch die Schüsse gefährdet zu haben. Dieses Verbrechen kann mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe geahndet werden, wie der Staatsanwalt bestätigt hat.

Die beschlagnahmten Waffen deutschen Ursprungs stellen eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit der Nachbarn dar. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Fall weiterhin, um die Herkunft der Waffen zu ermitteln und festzustellen, ob weitere Personen an ihrer illegalen Einfuhr in das Land beteiligt sind.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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9 Kommentare zu “Deutscher festgenommen, der Schüsse in die Luft abfeuerte

  1. Im Klartext heißt das, das der Staatsanwalt Waffen stiehlt und nun forscht ob er noch bei weiteren Deutschen Waffen stehlen kann? Das jemand nur so mit Grosskaliber Waffen in die Luft schießt ist bei den Munitions Preisen zudem unglaubwürdig.

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  2. Wenn die Waffen wirklich “illegal” ins Land gekommen sind, z.b. gut versteckt im Container, hat der Mann ein Riesenproblem jetzt. Da wird der jetzt dämonisiert werden bis zum Gehtnichtmehr und die Freiheit lange, lange nicht mehr erleben.
    Die Frage ist, hat er wirklich nur sinnlos in die Luft geschossen oder Schießtraining absolviert? Wenn es ersteres ist, wäre es wirklich selten dämlich, wenn der Mann dies auch noch mit illegalen Waffen tut.
    Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die Waffen eben nicht illegal sind, um den Deutschen nun richtig auseinanderzunehmen und zu dämonisieren. Der kriminellen Staatsanwaltschaft ist hier alles zuzutrauen.

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    1. In Paraguay sind keine “Kriegswaffen” erlaubt.

      Eine Kriegswaffe ist dabei recht weit definiert. Dazu gehören zB Sturmgewehre wie die gute alte Kalaschnikov oder gar ein Granatwerfer. Das wißen noch viele. Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, daß zu Kriegswaffen auch alle Gewehre und sogar Handfeuerwaffen zählen, welche ein großes Kaliber haben. Wie in diesem Artiekl erwähnt “Bei dem Einsatz wurden großkalibrige Waffen” -> DAS ist der Hauptanklagepunkt wie es scheint.

      Dazu zählen sämtliche Gewehre mit 7,62 auch mit Einzelfeuer. Dazu zählen Schußwaffen (auch Pistolen, Revolver), welche ein großes Kaliber haben, womit man die Schutzwesten der Polizei durchschlagen könnte. Als grobe Hausregel kann man sagen, 9mm Para ist noch erlaubt; alles was stärker ist, ist vermutlich verboten.

      Man darf solche Kriegswaffen weder nach Paraguay einführen, noch darf man diese kaufen/verkaufen oder auch nur besitzen (oder gar damit schießen).

      Man stelle sich vor, jemand schießt mit seinem 7,62 im Wohngebiet auf eine Scheibe. Er trifft die Scheibe, das Projektil fliegt aber weiter und durchschlägt die Ziegelmauer des Grundstücks und ebenso die einfache Ziegelmauer vom Nachbarhaus und trifft dort eine Person entweder direkt oder durch Splitter der Mauer.

      7,62x51mm durchschlägt (auf 100m Distanz):
      |
      | 10cm Beton
      | 24cm Ziegel
      | 30cm Naturstein
      | 90cm Kantholz

      Die Gefährdung der Nachbarn könnte also unter Umständen durchaus gegeben sein. Das ist kein Strafzettel für falsches Parken. Falls die Anschuldigungen stimmen, sind das alles schwere Verbrechen, ähnlich schwer bestraft wie Banküberfälle.

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      1. Zitat: “Dazu zählen sämtliche Gewehre mit 7,62 auch mit Einzelfeuer. ”
        Völliger Unsinn!
        Dein ganzer Kommentar ist Quatsch.
        Verboten sind Waffen, die automatisch sind oder Projektile die eine Explosivladung haben, also Granaten oder splittern, also Schrapnellen.
        Halbautomatisch 7,62 sind selbstverständlich erlaubt, weil das auch ein gängiges Jagdkaliber ist. Dann heißt es nur .308 Winchester.
        Auch noch größere Kaliber darf man haben. Sämtliche Magnumkaliber, wie z.B. das .300 Winchester Magnum, wasi ch als Jagdgewehr legal und eingetragen besitze. Auch Lapua Magnum oder Creedmore darf man haben.
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        Du hast deinen Nickname wirklich falsch gewählt, denn Ahnung scheinst Du nicht davon zu haben. Und es wundert mich, wieso Dir so viele Leute einen Daumen hoch gegeben haben. Alles Dumpfbacken!
        Ich empfehle Dir mal die Lektüre der Waffengesetze Ley 4036.
        .
        Hier ein Link zum Ley 4036
        https://www.investment-portal.net/paraguay/gesetzeparaguaydownload/Waffengesetz%20Paraguay.html

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      2. Noch etwas:
        Um eine Schutzweste zu durchschlagen bedarf es eben nicht ein größeres Kaliber.
        Dein angeblich verbotenes “Großkaliber” 7,62 hat ein kleinesres Kaliber als die gängige 9mm Para bei Pistolen.
        Die MP7 hat ein noch kleines Kaliber, weil man die speziell dafür entewickelt hat Schutzwesten zu durchschlagen. Optimal Schutzwesten zu durchschlagen wäre ein Kaliber nahe 0. Also praktisch eine Nadel. Deshalb sind ballistische Schutzwesten nicht unbedingt geeignet als Stichschutz zu funktionieren.
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        Moderne Panzerfäußte z.B. ,auch wenn die Rakete ine großes Kaliber hat, haben sie einen Dorn, der mit einer Explosivladung durch die Panzerung getrieben wird.
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        Also, je kleiner, dichter und schneller das Kaliber, desto größere Chancen hast Du Panzerungen zu durchschlagen. Also möglichs viel Energie (Joule) auf einen möglichst kleinen Auftreffpunkt konzentrieren.
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        Ein kleinkalibriges .22 Hartkern Geschoss, das man in einer Unterkaliber-Hülse verschießt, um das Geschoss die nötige Geschwindigkeit mitzugeben, durch einen längeren Lauf, hat eine bedeutend größere Chance eine Schutzweste zu durchschlagen als eine 7,62*51 Nato.
        5,56 und 7,62 sind ürbigens auch unterkalibrig, damit sie Schutzwesten/ leichte Panzerungen besser durchschlagen können.

        1. Dein angeblich verbotenes “Großkaliber” 7,62 hat ein kleinesres Kaliber als die gängige 9mm Para bei Pistolen.

          7,62 wird in Gewehren (Langwaffen) verwendet und ist in der Durchschlagskraft nicht mit einer Pistole zu vergleichen. Das Gewehr ist viel stärker, das wissen Sie. Sie haben sich absichtlich dumm gestellt.

          “Moderne Panzerfäußte z.B.” Hat nichts mit dem Thema zu tun weil es eine Kriegswaffe ist.

          “MP7” Dies ist eine Maschinenpistole und daher eine Kriegswaffe. Der Besitz von Kriegswaffen ist verboten. Ebenso alle anderen Arten von vollautomatischen Waffen.

          Zum Rest wird wohl ein Gericht in Paraguay entscheiden, ob diese Person unschuldig ist, oder ob eine Anklage/Verurteilung im Raum steht. Erst dann kennen wir die Fakten und bis dahin ist alles nur Spekulation.

  3. Grosskaliber ist alles über 6mm bzw Kaliber 22. Je größer das Kaliber , um so groesser die Mann Stopp Wirkung.
    Durchschlagskraft ergibt sich hingegen aus der Größe der Treibladung. Bei den hohen Temperaturen in PY sollte man jedoch nicht das Maximum an Treibladung nutzen, da das die Waffe zerstören kann.
    Ich empfehle Kleinkaliber. das ist nicht so laut, hat weniger Rückschlag, ist billiger und tut dem Gegenüber auch weh.
    Polizei und Staatsanwalt sind auch nicht so versessen darauf Kleinkaliber Waffen und Munition zu stehlen , da deren Wirkung unterschätzt wird .

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  4. hier wurden schon Razzien bei Leuten mehrmals durchgeführt obwohl Staatsanwalt und Polizei genau wussten, dass es für sämtliche Waffen einen gültigen Waffenschein gibt. Ein lieber Nachbar oder wer auch immer braucht nur eine anonyme Anzeige machen und behaupten es gibt illegale Waffen und das Rollkommando rückt an. Sofort findet sich die liebe Presse ein und bevor überhaupt geklärt ist was Sache ist …wirst der jenige öffentlich als Verbrecher abgestempelt. sollte er unschuldig sein, wird weder hier im Wochenblatt noch sonst wo darüber ein Artikel veröffentlicht.

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