Die Altersrente, kein Mythos mehr

Acahay: In den ländlichen Gebieten herrschte lange Zeit Armut. Kurz vor der Präsidentschaftswahl jedoch wurden auf Drängen einer gewissen Partei diverse Wahlberechtigte, die über 60 Jahre alt waren in die Liste eingeschrieben, die zum Empfang einer staatlichen Altersrente berechtigt.

Nachdem alle Kreuze gemacht waren, kam vor wenigen Wochen zu dem lang ersehnten Tag und Personen, die ein Leben lang nur schlecht bezahlte Arbeiten verrichteten, konnten ihre rund 400.000 Guaranies per Bankkarte am Automat abheben. Das nächste Hindernis war nun die Annäherung an die neue Technik im Verbund mit Lesen, was viele über die Jahre auch verlernt oder niemals gelernt haben. Aber auch für diese Fälle gibt es gutherzige Nachbarn, die gern auch für mehrere Personen den Abholdienst übernehmen. Wundern sie sich demnächst nicht wenn vor ihnen in der Schlange jemand 10 oder mehr Kreditkarten mit verschiedenen Namen zückt.

Die einst mittellosen Kunden die nur zum Anschreiben kamen sind nun die neuen Lieblinge bei den Einkaufsläden abseits der Hauptstraßen und setzen regelmäßig alles in Essen und alkoholhaltige Getränke um. Wenn man den ungesunden Lebensstil einmal ausblendet den der neue Reichtum mit sich brachte war die letzte Wahl ertragreicher als all die vorhergehenden.

(Wochenblatt)

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4 Kommentare zu “Die Altersrente, kein Mythos mehr

  1. leider verstehe ich diesen Artikel nicht. Er scheint süffisant auf eine bestimmte Partei anzuspielen, die etwas Gutes getan haben soll. Aber jeder weiß, dass diese Partei niemals etwas Gutes tut, weil sie nur Steuergelder an Faule umverteilen will.
    Da das Thema aber sehr wichtig erscheint, wäre ich dankbar, wenn jemand mit besonderer Landeskenntnis, wie meine Freunde der Bayer oder/und der Asuncioner, ein wenig Licht in mein Dunkel bringen könnten.
    Vielen Dank.

    1. Ich dachte dabei an „Sozialen Frieden dank nachhaltigem Stimmenkauf“ oder „Teko Porã Vol. 2“. Die gemeinte Partei ist die PLRA, für die Acahay eine Hochburg ist.

  2. an asuncion 45. auf anfrage will ich versuchen dazu etwas
    zu schreiben.gerade habe ich den nachsatz von herrn paessler gelesen.dieser trifft bestimmt zu, aber es muss auch gesagt werden, dass unter lugo die bevorzugten gebiete bei der neueinfuehrung das dep.san pedro und die
    armutsviertel im grossraum asuncion waren(laut presse).
    vor etwas mehr als 2 jahren, unter lugo, wurde nach der
    zustimmung im parlament, das gesetz eingefuehrt, dass
    personen ueber 65 jahre, die ueber keinerlei einkommen
    verfuegen pro monat 1/4 des gueltigen mindestlohns
    erhalten(momentan 410 000G).dieses gesetz wurde aber nicht sofort flaechendeckend eingefuehrt, sondern aus
    parteitaktischen erwaegungen als auch hinsichtlich des verfuegbaren geldes vom finanzministerium.ich glaube
    mindestens 2oo-300 000 personen haetten einen anspruch darauf.unter lugo erreichte die zahl 25000 und unter franco ueber 40 000.erst kuerzlich habe ich gehoert,
    dass die zahl bis ueber 70 000 bis zum jahresende
    ansteigen soll. sehr wichtig ist dabei,dass die betreffende stadtverwaltung eine liste von anspruchberechtigten personen aufstellen muss, die dann
    von einer anderen amtsstelle kontrolliert und befuerwortet werden muss.(von welcher weiss ich leider nicht).zum beispiel weiss ich, dass nur alte personen
    aus pilar diese unterstuetzung bekommen, waehrend
    personen aus den landgemeinden bis heute diese noch nicht bekommen.im radio konnte man hoeren, dass verschiedene personen unterstuetzung erhalten, obwohl sie keineswegs mittellos sind,waehrend wirklich arme
    keine erhalten.dazu muss man aber sagen, dass es etliche personen versaeumt haben sich einschreiben zu
    lassen oder sie haben keine gueltigen papiere.wie so
    oft gibt es in paraguay unverstaendliche eigenheiten.
    so praesentierte ein liberaler stadtrat aus der rios-
    fraktion eine liste von antragstellern.diese wurde von
    einem anderen liberalen stadtrat mit hilfe von colorado
    stadtraeten abgelehnt, wegen angeblicher bevorzugung
    „seiner leute“. zum schluss noch etwas persoenliches.
    die eltern meiner lebensgefaehrtin bekommen beide diese
    unterstuetzung, der vater seit ueber 1 jahr die mutter
    seit mai.die stadtverwaltung von yegros,dep caazapa,
    legte dabei folgende massstaebe an.zuerst wurden personen eingeschrieben die ueber 80 jahre alt sind.
    der vater war 82 und die mutter wurde im mai 80.
    bei der einschreibung werden offensichtlich nicht
    ueberall die gleichen kriterien angewendet.
    der abgeordnete der diese gesetzesvorlage 2009 im
    parlament eingebracht hat,ist der wiedergewaehlte abgeordnete dr victor rios PLRA aus pilar.
    hoffentlich waren meine zeilen fuer sie nuetzlich.

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