Die ANDE verliert 15 Millionen US-Dollar monatlich wegen illegalen Anschlüssen

Asunción: Etwas mehr als 30% der Energie, die der nationale Stromversorger von den Wasserkraftwerken in die Netze des Landes speist geht wegen technischen Problemen und illegalen Anschlüssen (Raub) verloren. Damit summieren sich 15.000.000 US-Dollar pro Monat oder 180.000.000 US-Dollar pro Jahr.

„Die illegalen Anschlüsse, die in unbekannter Anzahl vorhanden sind, sorgen für technische Probleme, Überlastung und den Verlust von überlasteten Transformatoren“, erklärte Lindolfo Segovia, von der Verlustabteilung der Institution.

Von den 30,6% Verlust sind 23,65% also gut ein Viertel dem Stromraub oder falsch gehenden Stromzählern zuzurechnen. Der fehlende Anteil wird den Leitungen zugeschrieben, die auch nicht verlustfrei übertragen.

Seit Oktober 2011 wurden 4.008 Zähler ausgetauscht, weil der Verdacht bestand, dass diese manipuliert waren. Eine der letzten Interventionen war ein Geschäft im Shoppingcenter del Sol, wo 122.073.868 Guaranies an die Ande nachgezahlt werden mussten.

Im kommenden Jahr soll auch in ein neuartiges System investiert werden welches erkennt wo wie viel Strom aktuell abgenommen wird. Derzeit erkennt die Ande nur in ihrem Kontrollcenter, welche Stromlinien funktionieren und welche nicht. Diese neue Funktion lässt schon im Vorfeld die Punkte erkennen, wo leistungsstärkere Transformatoren gebraucht werden.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Die ANDE verliert 15 Millionen US-Dollar monatlich wegen illegalen Anschlüssen

  1. Und wenn dann mal jemand die Ande auf einen illegalen Stromanschluss aufmersam macht, interessiert das anscheinend niemanden, d.h.sie bemühen sich nicht mal dies zu überprüfen. Da wundert mich wirklich gar nichts mehr.

    1. Genau so ist es.
      Auch wenn man mehrmals in verschiedenen Büros der ANDE Transformatoren meldet, an die schon seit Jahren kein Haus mehr angeschlossen ist, passiert rein gar nichts !!!
      Warum auch , das wäre ja im Zweifelsfall ARBEIT.

  2. Leider macht sich die ande wirklich keine „unnötige“ Mühe.
    Unser Zähler funktionerte nachweislich nicht richtig, jedoch fand sich 3 Monate lang kein Mitarbeiter, der sich mit der Angelegenheit beschäftigen wollte.
    Es durch die Hilfe eines Bekannten (Paraguayer), der bei der Ande einen Freund hat, wurde dann
    der Filiale in unserem Ort ein Auftrag erteilt
    Danach geschah erstmal eine Woche lang nichts, ein weiterer Anruf unseres Bekannten, eine weitere Woche – nichts.
    Dann völlig unerwartet und ohne Anmeldung standen nach insgesamt 4 Wochen und 3 Tagen nach Auftragserteilung
    2 Mitarbeiter vor der Tür. Sie sagten nur knapp, dass sie den Zähler auswechseln sollen – ansonsten kein Wort
    Kein freundliches „Hola, que tal?“ kein „Chiao chiao“
    – nada
    Vielleicht hatten sie einen ordentlichen Anpfiff erhalten oder sie sind immer so schlecht gelaunt.

    Anderseits muss ich aber auch sagen, dass Stromausfälle hier nur gelegentlich nach extremen Wind oder starkem Regen auftreten und in der Regel nicht länger als maximal 3-4 Stunden anhalten, da kann man sich sich Region doch glücklich schätzen.

  3. Dabei wäre es so einfach, die illegalen Stromabnehmer zu ermitteln.
    Einfach bei Nacht durch die Orte fahren, überall dort, wo Licht brennt, aber kein Zähler vorhanden ist mit der Zange abzwicken und fertig.
    Aber das ist nicht gewollt.
    Und ich persönlich werde mich hüten, jemanden deswegen anzuzeigen, denn die bekommen dann einen Anruf, und der Denunziant wird mit vollem Namen erwähnt, damit der Angezeigte auch wirklich weiß, an wem er sich rächen kann.
    Neue Zähler bekommen grundsätzlich nur die Gutbetuchten, oder diejenigen, die von Ande dafür gehalten werden, die bezahlen dann nämlich diejenigen mit, die den Strom illegal abfassen.
    Da bezahlt man lange Zeit so ca immer die gleiche Summe an Ande, weil sich der Verbrauch von Monat zu Monat nicht wesentlich verändert.
    Eines Tages stehen dann Andemitarbeiter am Zähler, haben die Rechnung in der Hand, und meinen, das könne gar nicht sein, daß der Verbrauch so niedrig sei ( bei einem Europäer ) und zack ! seit dieser Zeit beträgt die zu bezahlende Summe mehr als das Doppelte, obwohl sich bei uns in punkto Geräte und Verbrauch absolut nichts verändert hat.

    Würde Ande endlich alle Illegalen vom Netz nehmen, oder ihnen endlich einen Zähler einbauen, gäbe es keine Verluste mehr.
    Nur fehlt es hier eben am Wollen.
    Warum nur ?

  4. ähnlich katastrofal sieht es mit der Ummeldung eines Zählers aus. Nach mehr als 8 Jahren zahlen ich noch immer die Stromrechnung meines Vorbesitzers. Auch ein Antrag und die Zahlung von 200.000 Gs für die Änderung erbrachten keinen wirklichen Erfolg. Ich hatte zwar einige Anrufe eines Mitarbeiters, der mein gesamtes Haus inspizieren wollte, was ich nicht wollte, da ich, nach 8 Jahren, dazu keine Notwendigkeit sah, kehrte wieder absolutes Schweigen in der Sache ein.
    Ich werde keinerlei Anstrengungen für eine Änderung mehr vornehmen.

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