Die Beamten werden nervös

Nachdem Staatspräsident Cartes Tariferhöhungen bei den beiden Staatsunternehmen Essap und ANDE mit der Begründung ablehnte, diese sollen erst einmal ihre “Geisterarbeiter“ und andere Vorteile beseitigen, werden viele Angestellte nervös.

Vorgestern demonstrierten Mitarbeiter der ANDE in Asunción, ein Gewerkschaftssprecher sagte: „Wir bedauern die Kurzsichtigkeit und Dummheit der Regierungsberater“. Er fügte an, die Aussage sei eine “grobe Verallgemeinerung“ des Präsidenten und einiger Minister gewesen. „Wir verlieren unseren Ruf und Ehre. Viele Mitarbeiter riskieren ihr Leben, damit die Bevölkerung eine elektrische Versorgung hat, nun werden sie denunziert“, beklagte der Gewerkschaftssprecher.

Auch in der Stadtverwaltung von Asunción wird aufgeräumt, am kommenden Montag soll offenbar eine Liste von Angestellten veröffentlicht werden, denen Gehälter gezahlt wurden, die aber gar nicht in der Einrichtung arbeiten würden. Gleichzeitig sollen diese entlassen werden. Die Enthüllung war ein Versprechen von Mario Ferreiro bei seiner Kandidatur als Bürgermeister der Hauptstadt. Max Rejalaga, Stadtratsvorsitzender, erklärte gegenüber dem Radiosender 780 AM, die “Aufräumarbeiten“ beginnen am Montag. „Wir fanden viele “Planilleros“, sogenannte Geisterarbeiter. „Kommende Woche gibt es eine signifikante Reduktion“, sagt er. Er fügte an, “es existieren Menschen, die angestellt wurden aber keine Funktion inne haben und auch nicht an ihren Arbeitsplätzen erscheinen“. In Kürze soll der aktuelle Personalstand auf einer Webseite einzusehen sein, es fehle nur noch die Zustimmung des Verwaltungsrates.

Quellen: Hoy.com, ABC Color