“Die Gesundheit darf nicht zu einem neuen Idol werden“

Asunción: Die Gesundheit dürfe nicht zu einem neuen Idol werden und alle anderen Bereiche, wie die Bildung in den Schulen in den Hintergrund drängen, betonte gestern der Erzbischof von Asuncion, Edmundo Valenzuela, in seiner Predigt der Sonntagsmesse.

„Wir erwarteten ein glückliches Jahr 2020 wie die anderen. Dann gab es die Überraschung und wir haben uns etwas unterworfen, dessen Ursprung und Tragweite wir noch immer nicht sehr gut kennen. Wir wissen nicht, wer mit weißen Handschuhen dahintersteht und auf Kosten des katastrophalen Leidens der Menschheit davon profitiert“, sagte Valenzuela in seiner Predigt. Und er wies darauf hin, dass die Pandemie die Ungleichheit und das Elend noch vertieft habe und die Folgen in der sozialen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Ordnung zu spüren seien.

Nichtsdestotrotz fügte der Bischof an, dass die Pandemie dazu beigetragen habe, mehr Glauben im Gebet in der Familie zu kultivieren und solidarischer mit den Bedürftigen zu sein. Er betonte weiter, dass das Leiden, das wir durchmachen, dazu beitragen sollte, die Situationen von Gewalt, Lügen und weit verbreiteter Korruption zu reinigen. „Wir müssen lernen, menschlicher zu sein“, betonte er.

Valenzuela warnte, dass die Gefahr, dass die Gesundheit das neue Idol sei, vermieden werden müsse. „Lasst uns das nationale Wohl nicht vernachlässigen, lasst uns die Schulbildung wieder in die richtigen Bahnen lenken und mit einem größeren Sinn für Gerechtigkeit und Liebe in die Arbeitswelt zurückkehren. Gott lässt uns nie im Stich“, betonte er.

Er trat für das nationale Gemeinwohl ein, in dem soziale Ungleichheiten und die Armut der Marginalisierten verringert und soziale Vertrauensbeziehungen und eine nachhaltige Entwicklung durch eine kluge, gesunde und armutsorientierte nationale Politik wiederhergestellt werden.

Ein andermal bedankte er sich bei den Ärzten und Krankenpersonal für die mutige Begleitung der öffentlichen und privaten Gesundheitsversorgung. Valenzuela bat darum, dass die Opfer der Pandemie durch Gebete für ihre ewige Ruhe geehrt werden.

Dann rief er zu Wohnraum auf, der den Armen zugutekommen soll und drängte auf Dialog. Er lehnte Entführungen und Übergriffe, Drogenhandel und Geldwäsche, die schmutziges Geld anhäufen, ab. Valenzuela lehnte auch gewalttätige Demonstrationen ab, die nicht dazu beitragen, Wege der Brüderlichkeit zu finden.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu ““Die Gesundheit darf nicht zu einem neuen Idol werden“

  1. Na schau dir mal auf dem Foto an wie sich sich in ihrer geistigen Umnebelung um ihr Grasgeöff in Szene setzen. Kommt mir ja vor wie die Osterprozession aufm Petersplatz. Habe mir mal die Mühe genommen zu Ostern den faltigen Säcken bei ihrer Osterprozession aufm Petersplatz zuzuschauen. Glücklicherweise nur am TV, da konnte ich nach vielen gehirnschmerzenden Minuten wieder weiterzappen. Also so ein Theater wegen ein wenig Grasgesöff zu veranstalten. Bei uns geht das ruck-zuck: Teebeutelchen rein, mit Wasser übergießen, ziehen lassen und fertig. Dazu muss man nicht unbedingt Stunden aufwenden, lateinische Sätze dazu brünzeln und gleich das Folter-TV dazu einladen. Außer man hat sonst nix besseres zu tun. Die kommen ja kaum dazu einen nicht-witzigen und nicht-geistreichen Kommentar abzuseilen.

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