Die Letzten ihrer Art leben in erbärmlichen Zuständen

Fuerte Olimpo: Sie sind die Letzten ihrer Art, Indigene vom Stamm der Tomarahos. In Fuerte Olimpo erhalten sie zwar verschiedene Subventionen, aber die Lebensumstände sind prekär.

Die indigene Gemeinschaft Maria Elena liegt etwa 70 Kilometer von Fuerte Olimpo entfernt. Etwa 200 der Ureinwohner bekamen Subventionen aus Förderprogrammen des Sekretariats für soziale Aktionen (SAS).

Obwohl die Indigenen wieder in ihre angestammte Gemeinschaft zurückkehren könnten bleiben sie in Fuerte Olimpo und leben dort in erbärmlichen Zuständen, ohne dass sie eine staatliche Institution unterstützt. Das führt zu Beschwerden von den Stadteinwohnern, weil soziale Probleme durch die Sesshaftigkeit der Indianer entstehen.

Insbesondere Einwohner aus dem Viertel Maria Auxiliadora berichteten, dass Indigene auf Bürgersteigen oder Straßen schlafen würden. Einige seien stark alkoholisiert während sich Frauen prostituieren.

Von Seiten der Tomarahos wurde erklärt, sie seien wegen den internen Parteiwahlen nach Fuerte Olimpo gekommen und hätten die Subventionszahlungen vom SAS empfangen. Wie es der Brauch von vielen Stammesmitgliedern sei, so ein Sprecher der Indigenen, blieben einige noch in der Stadt und feiern dort das Jahresende. Dann würden jedoch alle wieder in ihre Gemeinschaft zurückkehren.

Betroffene Anwohner in Fuerte Olimpo drückten jedoch ihre Sorge über die große Anzahl der Indigenen aus, die wohl nicht in ihre Heimat zurückkehren wollen und dauerhaft in der Stadt verweilen werden.

Aktuelle gibt es in Paraguay nur noch 65 Tomarahos Gemeinschaften im ganzen Land.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Die Letzten ihrer Art leben in erbärmlichen Zuständen

  1. Obwohl ich keine Ahnung von der Materie habe – schreibe ja nur Anstandshalber – sollte der Staat diesen Menschen kein Geld geben. Sondern ein großes Stück Paraguay, wo sie leben können. Mit Geld kaufen sich viele nur Alkohol.
    Gut, für uns würden sie in ihrem autonomen Land immernoch als Armselige leben, weil sie kein Tschoppings, Fahrzeuge und TVs hätten, stattdessen mit Pferden mobil wären und etwas zu tun hätten.
    Im Gegenzug, dass ihnen von den Konquistadoren mit Liebe der Glaube an Gott überreicht wurde – als Gegenleistung für ihr Land, welches sie einmal besaßen – haben sie heutzutage viel Gelegenheit zu büßen, beten und saufen, so müsste nicht der paraguaysche Steuerzahler Tantiemen spenden, sondern der Vatikan könnte den Indianern ein paar Krümel seiner Milliarden Euros spenden.

    1. also DAS finde ich mal einen guten Vorschlag, MfS, die Kirche sollte hier einspringen, geld hat sie ja genug und Mitarbeiter auch? Die aber fahren in den Chaco um kleine Kinder zu …..

  2. Ich kenn mich auch da nicht aus, aber es darf nicht sein, dass diese Leute von Hilfsguetern abhaengig sind. Wenn diese Leute nicht berufsfaehig sind, waere es tatsaechlich besser sie haetten ihr Areal fuer sich, wo sie jagen und sammeln und ihre Traditionen beibehalten koennten.
    Problem: Was ist wenn einer da schwer erkrankt? Wo sollen sie gesiedelt werden, wenn doch alles in Privatbesitz ist und immer weniger Wald, wo die Tiere leben. Bei so einer Gelegenheit waere es ja eine grosse Geste der Menschlichkeit wenn ein Politiker sein Land verschenken wuerden, damit die Indios wieder ihr Land haben.

  3. Das Erste wo sie machen wuerden waere das geschenkte Land zu verkaufen damit sie Geld fuer Alk. und Luxus haetten. Auch bei den Indianer ist die Entwicklung nicht stehen geplieben auch sie wollen ein Handy einTV. ein Motorrad was auch ihr gutes Recht ist. Nur ONG und indianerfremde Geldsammler meinen dass die Indianer gluecklich werden wenn sie Land hatten und leben koenten wie ihre Vorfahren. Doch genau das will doch keiner mehr. Moechte etwa einer von uns noch leben wie die Grosseltern, mit Pferdewagen ohne Strom ohne Handy???

  4. Ist schon traurig… würden nicht die ganzen Urwälder des Profit wegens wegeholzt, könnten diese Leute wunderbar in und mit der Natur leben. Ein wunderbares Vergleichsbsp. sind die Penan in Borneo. Siehe dazu Bruno Manser – Laki Penan. Findet sich auf Zensurtube bestimmt noch hoffentlich…
    Leider ist da inzwischen auch schon alles – verzeihung – im Arsch seit sie Bruno gekillt haben weil er zu viel Wind gemacht hat und zu intelligent war… *seufz*

  5. Ps. Siehe auch die Doku „The Borneo Case – Das dreckige Geschäft mit dem Regenwald 2016“, wo die letzten Aufnahmen vor Mansers Tod gezeigt werden.

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