Gravierende Defizite bei der Luftsicherheit

Asunción: Der nationale Luftverkehr stieg deutlich an, aber es fehlt an qualifiziertem Personal in der Branche. Ruben Aguilar, Leiter des Airports Silvio Pettirossi, gab zu, dass die Situation gelöst werden muss um Missgeschicke zu vermeiden und die Luftsicherheit zu gewährleisten.

„Es kommt zu einer Arbeitsüberlastung, weil Personal fehlt. Flugzeuge kommen nacheinander an. Wir dürfen nicht mehr weiter sparen. Das muss korrigiert werden“, sagte Aguilar.

Vor allem die Betriebssicherheit in einigen Bereichen am Flughafen Silvio Pettirossi weist Mängel auf. „Empfehlungen von Politikern dienen uns nicht. Wir brauchen qualifiziertes Personal, das den Anforderungen entspricht, aber das ist schwer zu bekommen“, erklärte Aguilar. Er fügte an, vor allem an Wochenenden und Feiertagen sei es schwierig den Anforderungen gerecht zu werden.

„Es ist ein Szenario, das als nationales Problem betrachtet werden muss. Wir können den Fluggesellschaften doch nicht sagen, dass sie nicht ins Land kommen sollen, weil wir kein Personal für die Luftsicherheit haben. Fachleute müssen die erforderliche Ausbildung durchlaufen, um das Wachstum zu decken, das wir haben, aber wir tun es nicht, aus vielen Gründen“, klagte Aguilar.

Am Airport Guarani in Ciudad del Este gibt es ebenfalls Probleme für ein weiteres Terminal, weil Personal fehlt. Aguilar sprach sich deshalb für einen nationalen Schulungsplan aus. „Das Sicherheitspersonal bewacht nicht nur, sie haben auch die Sicherheit eines Fluges in ihren Händen. Ebenfalls muss die Feuerwehr ihre Bedingungen erfüllen. Wenn nichts passiert ist alles ok, wenn was passiert, erfolgt ein Bericht, warum kein geschultes Personal vorhanden war“, erklärte Aguilar.

Mehr Flugfrequenzen bedeuten eine Verschwendung von Humanressourcen. Jedoch soll die Planung so erfolgen, dass jegliches Ereignis aufgrund von Personalmangel oder Arbeitsüberlastung vermieden wird.

„Wir brauchen mehr Fluglotsen. Jetzt sind wir in dem Bereich an der Personalgrenze, aber noch nicht in einem Defizit“, betonte Aguilar.

Für das derzeitige Verkehrsaufkommen am Flughafen Silvio Pettirossi sind rund 55 bis 60 Fluglotsen notwendig. Derzeit arbeiten 45. Um den Betrieb abzudecken und nicht an der Grenze zu arbeiten müssten nächstes Jahr weitere 14 Fluglotsen eingestellt werden. Jedoch kommt es im Moment zu “keiner Überlastung“ am Flughafen Silvio Pettirossi.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “Gravierende Defizite bei der Luftsicherheit

  1. Finde ich gut, dass Ruben Aguilar, Leiter des Airports Silvio Pettirossi, mit diesem Problem an die Öffentlichkeit geht. Denn wenn ein Flugunfall geschieht ist nicht nur schlecht für Paraguay, sondern auch für mich, wenn der Flieger auf meinem Dach landet.
    Wenn 60 Fluglotsen notwendig sind, derzeit aber nur 45 arbeiten, dann fehlen, moment calc-app, aha, ein Viertel. Ist aber gut, dass die 45 nicht überlastet sind.
    Qualifiziertes Personal zu bekommen sollte kein großes Problem sein. Einfach qualifiziertes Personal anstellen und ok ist. Kann ja auch einer aus DÖCH sein, sprechen ja eh alle Englisch wie die Chinesen, also sollten sie sich untereinander auch verstehen.
    Vielleicht liegt das Problem dort, wo entlassene Richter seit Jahren ihren Lohn immer noch erhalten, obwohl sie gar nicht mehr als Richter arbeiten dürfen.
    Da fehlt es halt wieder einmal an Plata, so ein qualifizierter Fluglotse wird auch nicht für 170 Euro pro Monat sein bestes geben wollen.

  2. Wenn ich so am Flughafen Pettirossi sitze und die Flugzeuge zähle, kriege ich einen Lachkrampf. Dasselbe, wenn ich auf dem Smartphone den Radar angucke. Meist gähnende Leere.

  3. Fehlendes qualifiziertes Personal am Flughafen………..Kein Wunder die Leute arbeiten mittlerweile in den schon laenger angekuendigten paraguayischen Raumfahrtsbetrieben. Also habt Verstaendnis.

  4. Bei den Starts und Landungen muss man weniger Personal auskommen.
    Mehr Personal mehr Karteileichen. Man muss ja die Gönnerschaft, Parteisoldaten nach und nach Unterbringen und mit Stellen versorgen.

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