“Die Mennoniten im Chaco sind ein Garant gegen die Armut“

Asunción: Agronom Diaz Shenker, Experte für ländliche Entwicklungen, sieht menschliche Bemühungen als Fortschritte in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen an. Mennoniten sind dabei ein Garant gegen die Armut der Bevölkerung.

Indigene Gemeinschaften in ländlichen Gegenden haben eine historische Tradition und Kultur. Jedoch der Fortschritt um sie herum ist nicht aufzuhalten. Vieh- und Landwirtschaft in Paraguay führen dazu, dass sich der Lebensraum von Indigenen verlagert. „Es gibt in Paraguay ein erhebliches Ungleichgewicht. Vor allem in Bezug der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ergebnisse zu Gunsten der wirtschaftlichen und sozialen Elemente“, sagte Shenker.

In Paraguay beanspruchen verschiedene ethnische Gruppen weiterhin ihre Rechte. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hob das theoretische und praktische Wissen sowie ihre nachhaltigen Produktionssysteme hervor. Sie tragen dazu bei, den Hunger auszurotten. „Mit Ausnahme derer, die mit den Mennoniten im Chaco zusammenarbeiten, sind aber Armut und schlechte Lebensbedingungen Merkmale, die zeigen wie sie leben“, sagte Shenker.

Die FAO ist aber auch auf der Seite der Indigenen. „Ihre entwickelten Agrarsysteme, die traditionelle Bewirtschaftung und Produktion der nachhaltigen Bewirtschaftung mit natürlicher Ressourcen ist ein unschätzbares Erbe“, sagt ein Bericht der Organisation aus. Es hilft aber wenig, diese Tradition beizubehalten wenn die Armut nicht weniger wird.

Viele Kritik gibt es im Chaco wegen der Abholzung, jedoch bestehen Alternativen, die schon von Mennoniten und anderen Landwirten eingeschlagen werden. Forstexperten schlugen einen neuen Ansatz für die Bodenbewirtschaftung vor. Dieser kann als Kampf gegen den Klimawandel eingesetzt werden.

Andere wiederum behaupten, die Wälder müssen für eine ländliche Entwicklung geopfert werden umso die Ernährung sicherzustellen.

Andreas Tveteraas, Leiter der internationalen Organisation in Norwegen für Klima- und Fortsinitiativen unterstützt Strategien von verschiedenen Verbänden und der Mennoniten in Paraguay. „Die Herausforderung bei allen Projekten besteht darin den Wald zu erhalten und trotzdem die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen, nicht jedoch auf Kosten der Wälder. Sicherlich, wenn eine Regierung zwischen den beiden Varianten auswählen muss, werden die Waldbeständ immer verlieren“, sagte Tveteraas.

Wochenblatt / ABC Color

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