Die Pandemie zwingt die “religiösen Kassen“ zu verzweifelten Maßnahmen

Asunción: Die Pandemie des Coronavirus hat in den “religiösen Kassen“ klaffe Löcher hinterlassen. Jetzt ist guter Rat teuer und die Maßnahmen werden wohl immer verzweifelter.

Aus der Basilika von Caacupé schätzt man den Einkommensrückgang auf rund 50% aufgrund von Mobilitätseinschränkungen. Dies beunruhigt die Organisatoren aufgrund der hohen Instandhaltungskosten der Kirche.

Die Pandemie hatte nicht nur wirtschaftliche und politische, sondern auch religiöse Auswirkungen. Aufgrund hygienischer Vorschriften können bei den Feierlichkeiten in Caacupé jeweils nur 1.000 Personen teilnehmen. Es sei daran erinnert, dass in den vergangenen Jahren zwischen 5.000 und 6.000 Gläubige anwesend waren. Im Dezember kamen insgesamt 1.500.000 Menschen in die Stadt.

Marina Rodríguez Boccia, Leiterin der Kommunikationsabteilung der Caacupé-Basilika, wies darauf hin, dass alle Feierlichkeiten im Freien stattfinden werden. Und dass, um daran teilnehmen zu können, sich die Leute auf einer Website eintragen müssen, die bald bekannt gegeben wird. Sie ist ab dem 10. November online.

In Bezug auf die wirtschaftlichen Auswirkungen konnte sie nicht angeben, wie viel die Kirche jedes Jahr einnehme oder wie viel die Verluste aufgrund des Rückgangs der Menschen sein werden. Aber Boccia stellte klar, dass es eine deutliche Reduzierung der Einnahmen geben werde.

In den ersten 10 Monaten des Jahres beispielsweise betrugen die Instandhaltung der Basilika und die Kosten für religiöse Veranstaltungen zwischen 80 und 100 Millionen Guaranies. Diese steigen jedoch zwischen November und Dezember aufgrund der Feierlichkeiten an.

„Die Instandhaltung wird nur durch die Selbstverwaltung der Basilika sichergestellt”, erklärte Boccia. Sie fügte an, dass aus Verzweiflung andere Pfarrgemeinden schon zu Spenden von Gläubigen aufgerufen haben, um nicht vor dem Bankrott zu stehen.

Aus anderen Quellen war zu erfahren, dass auch die Basilika in Caacupé Bittbriefe verfasst haben soll, damit wieder Gelder in die leeren Kassen gespült werden.

Nach Angaben aus früheren Jahren bewegt das größte kirchliche Fest des Landes der Jungfrau von Caacupé mindestens 7 Millionen US-Dollar. Diese Summe beinhaltet nicht nur das, was mit der Kirche zu tun hat, sondern auch das, was von Kunsthandwerkern, Verkäufern, Hoteliers und anderen Unternehmen wahrgenommen wird, die von der großen Anzahl der Gläubigen profitieren.

Wochenblatt / El Independiente / Beitragsbild Archiv

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6 Kommentare zu “Die Pandemie zwingt die “religiösen Kassen“ zu verzweifelten Maßnahmen

  1. Eine Frechheit!! Die Reichste Intuition der Welt mit Erraubten und gestohlenen Grundbesitz und vieles mehr ,jammert rum das kein Geld da ist und bitte die Gläubigen um Spenden. Einfach Widerlich !!

    1. Das finde ich auch – die Schmarotzer leben schon seit zwei Tausend Jahren auf Kosten der Armen. Alle Religionen gehören verboten und das Eigentum der Kirchen an die Menschen gerecht verteilt.

  2. Tja, was mal in den Katakomben des Vatikan verschwunden ist, bleibt auch dort.
    Gelder für den Unterhalt der Gotteshäuser?
    Schaut mal selber, wie ihr das zusammenbekommt!
    Den Armen helfen?
    Da sollen die Armen spenden!
    Ich vermute mal, daß die Kunsthandwerker ihre Stände eh nicht aufstellen dürfen.
    Damit nimmt die Regierung all denen den Lebensunterhalt, die auf diesem Fest normalerweise einen Großteil ihres Jahreseinkommens generieren.
    Ist den Politikern aber wurscht.
    Ihr Gehalt kommt ja pünktlich aufs Konto.

  3. Es hat sich innerhalb der kath. Kirche anscheinend eine Anti-Papst-Bewegung gebildet. Als eingefleischter Kommunist und Befürworter von Bill Gates und Klaus Schwab bezüglich Wirtschaft, Impfung und wegen Zerstörung der kulturellen Identität der christlichen Gesellschaften regt sich bei gläubigen Katholiken inzwischen Widerstand.
    https://www.armstrongeconomics.com/world-news/religion/the-anti-pope-movement-will-he-be-the-last-pope/

  4. Unser Haus könnte auch einen neuen Anstrich gebrauchen. Leider meldet sich niemand. Muss ich wieder alles selbst bezahlen. Obwohl ich diesen Niemand ein Suppe mit Knochen ohne Fleisch (Puchero) spenden würde. Aber nur, wenn sie zuvor genug gespendet haben. Leider arbeite ich nix, da reicht es mir nicht selbst für Farbe aufzukommen. Muss man die Batata in Rom fragen.

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