“Die Preise steigen brutal“

Asunción: In diesem Interview zeigt sich deutlich, was in der Realwirtschaft, der Menschen, vor sich geht. Die Preise in Paraguay steigen brutal und das merken alle Bürger.

In diesem Fall berichtet Patricia Vargas, eine aufstrebende Fernsehfigur, die ein Maßstab für prägnanten Journalismus für die neue Generation ist, wie sie ihr Einkommen verwaltet und welche Strategien sie anwendet, um die Inflation zu bekämpfen.

-Wie verwalten Sie die Finanzen Ihres Haushalts?

-Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich in einer Genossenschaft und seit meinem 23. Lebensjahr in einer anderen. Ich erwähne das, weil mir die Genossenschaft bei der Kultur des Sparens und der richtigen Verwendung von Kapital sehr geholfen hat und ich deshalb versuche, wer zu sein, der Ausgaben oder Investitionen berechnet.

-Welche Strategien wenden Sie an, um die Inflation zu bekämpfen?

-Uff, nicht einfach! Früher gingen wir jedes Wochenende zum Essen in traditionelle Lokale im Zentrum von Asunción, die 20, 25 Minuten von zu Hause entfernt sind, weil wir aus Fernando de la Mora stammen. Jetzt gehen wir alle 15 Tage. Essen gehen heißt nicht, weil man nicht kochen möchte, sondern auch, um sich abzulenken, denn Freizeit ist ein Recht und eine Notwendigkeit für jeden Arbeitnehmer. Die steigenden Kraftstoffe haben viele Dinge verändert, weil es ein Dominoeffekt war. Es ist eine unhaltbare Situation.

-Verdienen Sie mit Ihrem Beruf gut?

-Man will immer mehr verdienen, denn mit steigendem Gehalt steigt auch der Lebensstandard und man will immer einen Schritt nach vorne machen und vorankommen. Allerdings gehöre ich zu denen, die immer auch andere Dinge machen wollen. Zum Glück und vor allem wegen des Vertrauens der Privatwirtschaft habe ich immer wieder Jobs als Moderatorin verschiedener Events, die mir sehr helfen, sowie Marken, die mich damit beauftragen, dieses oder jenes Produkt in meinen sozialen Netzwerken zu vermarkten. Das bringt mir eindeutige Vorteile.

-Wie sehen Sie die wirtschaftliche Lage des Landes?

-Ich werde als Hausfrau sprechen, da ich keine Wirtschaftsanalytikerin bin, weit davon entfernt. Die Situation ist besorgniserregend, weil sich alles auf horrende Weise verteuert hat, was das ganze Land auf unterschiedlichen Ebenen trifft, aber noch mehr die Arbeiterklasse. Es gab keine langsam ansteigenden Preise, sondern es ging brutal von einem Extrem ins andere. Du gehst mit 150.000 Gs. in den Supermarkt und hast nur eine halbe Tüte voll. Wenn Sie dort Essen kaufen müssen, weil Sie keine Zeit zum Kochen haben, und 4 Personen im Haus sind, müssen Sie mindestens 100.000 Gs. ausgeben, nur um einen Tag zu Mittag zu essen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei Ihrem Einkauf um billige Lebensmittel oder hochwertige handelt. Die Preiserhöhungen in allen Bereichen stehen dennoch in keinem Verhältnis zum Mindestlohn (2.289.324 Gs.), bzw. einem Gehalt von 3.000.000 Gs. oder 4.000.000 Gs. Es wurde gesagt, dass bei dieser Inflation der Mindestlohn vor Juni, möglicherweise im April, erhöht werden würde und das ist nicht geschehen. Die Arbeiterklasse ist nach natürlicher Logik diejenige, die den Reichtum aller Unternehmer generiert. Aufgrund dessen muss man deren Leistung auch würdigen.

–Welche sozioökonomischen Aspekte würden Sie priorisieren, wenn Sie Präsidentin wären?

-Bildung ist die Grundlage für alle Menschen, um zu einer relativ akzeptablen Wirtschaft zu gelangen. Die Bildung im öffentlichen Sektor und in einer Minderheit im privaten Sektor ist mangelhaft, sowohl in der Grund- als auch in der Sekundarstufe. Der Student, der sich dreimal weniger so viel Mühe gibt, sollte sich nicht mit zwielichtigen Politikern einlassen, um an der Universität nach Anerkennung zu suchen und die Nase vorn zu haben. Das darf nicht der Fall sein. Das Studium kann keine Strafe für bestimmte sein, die Fortschritte machen wollen.

–Was halten Sie von Unternehmen, die keine Sozialversicherung einzahlen oder den Mindestlohn nicht zahlen?

-Das sind die Ballastfirmen, die das Land hinunterziehen sowie gigantischen sozialen und wirtschaftlichen Schaden anrichten, weil der Arbeitnehmer in seiner Verzweiflung, wenn er ein Gehalt hat, auch wenn es nicht das Minimum ist, Demütigungen erträgt, wie es in Dutzenden von Unternehmen passiert. Wir brauchen ein Arbeitsministerium mit sozialem Engagement und Engagement nach Gerechtigkeit.

-Wenn Sie viel Geld haben, in welches Geschäft würden Sie investieren?

-Beim Bau und Verkauf von Wohnungen oder in einer Motelkette.

Wochenblatt / El Nacional

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6 Kommentare zu ““Die Preise steigen brutal“

  1. Gar nicht schlecht gedacht, ganz sicher nicht. Eines stimmt, der Preisanstieg ist irre, ich weiß nicht, wie das Menschen hin bekommen, die nicht im Wohlstand leben, das ist mir ein Rätsel. Was das Land braucht, ist eine Regierung die sich für ihr Volk einsetzt, es beschützt, das reicht schon, denn dann gäbe es keine Korruption mehr, auch die Preise würden moderater gestiegen sein. Aber das ist das ewige Wunschdenken, das man hat, auf dieser Welt, egal wo man lebt, denn das Problem existiert auch weltweit, leider.
    Alle Politiker sind korrupt, sie dienen ihrem Geldbeutel, in großer Mehrzahl nicht ihrem Volk, was sie gewählt hat…..

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  2. “Welche Strategien wenden Sie an, um die Inflation zu bekämpfen?”

    Was ist das für eine beschi*** Frage? Der Kleinbürger mit wenig Geld kann überhaupt nichts machen. Bekämpfen müssen das einzig und allein die Banken und die Regierung – und nein, NICHT mit Mindestlohnerhöhung, sondern mit Festlegung von Höchstsätze der Gewinne von Lebensmittelhändlern, Importeuren und anderen Handaufhaltern. Der Zinssatz aller Banken und Kooperativen muss sofort gesenkt werden, auch hier ein Limit festlegen.
    Wir erinnern uns: 30 % mehr Gewinn in den letzten zwei Jahren! Das ist der TOTALE Irrsinn!
    Meinetwegen auch Subventionen aus Itaipu anstoßen, Rausschmiss von Planilleros. Es gibt so viele Möglichkeiten!

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  3. Wenn ich gestern im S6 für ein Kilo Linsen 28.000 G bezahlen mußte, das sind 4 €, finde ich das abartig. Die Linsen wachsen hier und haben nichts mit dem Krieg zu tun. Wo bleibt denn da das Verbraucherschutzministerium?
    Die Hungerkrise ist keine Bedrohung, es ist das Ziel!
    Dr. Mike Yeadon: “Ich schätze… Es gibt einen Plan, die Lebensmittelversorgung so weit zu reduzieren, daß man vom Staat abhängig ist… was zu Lebensmittelunruhen führen könnte… und dann zum Kriegsrecht oder zur Rationierung, je nachdem, was man will.
    Mache werden das wieder für eine Verschwörungstheorie halten.
    Wenn ich nach D blicke und das Sonnenblumenöl 400 % mehr kostet als in allen anderen Ländern der EU, dann kann ich Dr. Mike Yeadon nur Recht geben.
    Sonnenblumenöl aus paraguayischer Produktion kostet ja jetzt auch schon 28.000 G / L. Warum?

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  4. Dieser Irrsinn ist weltweit gesteuert. Die Menschen werden in die Armut getrieben und das ganz bewusst von oben. Das hat nichts mit dem Krieg zu tun. Das Fleisch kommt weder aus Russland noch aus der Ukraine und viele andere Lebensmittel auch nicht. Rohöl wird auch nicht aus diesen Ländern bezogen also rechtfertigt es nicht diese Spritpreise. Hier geht es wie immer um Macht und Geldgier der Politiker die ihr Volk verraten nur um sich selbst die Taschen zu füllen. Kommt es dann zum Aufstand der Hungernden kann man sie Niederknüppel und das Ausnahmegesetzt ausrufen. Es werden noch harte Zeiten auf alle Völker dieser Welt zukommen. Demokratie gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Mensch will es nur nicht sehen. Die Jugend wird übers Internet mit Spielen usw verdummt und gefügig gemacht. Auf der ganzen Welt wird eine dumme blöckende Schafherde ohne Verstand heran gezogen. Die Schulen sind eine einzige Katastrophe egal wo man sich befindet. Die Jugend soll funktionieren aber nicht selbständig und kritisch denken.

  5. Bestimmt ist Putin an all diesen weltweiten Problemen schuld. Das glauben alle Spinner dieser Welt. Das zeigt einem nur, wie einfach gestrickt so einige Leute denken.

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