Die Rechnung ohne den Wirt gemacht

Asunción: Ähnlich wie auch in anderen Ländern der Region, wo Roadtrains entweder eingeführt oder untersagt wurden, gab es eine breite Diskussion vorab. In Paraguay sollte dies vermieden werden.

Auch wenn beispielsweise Kolumbien, Argentinien oder Brasilien den Roadtrains zustimmten und eine Personengruppe darunter leidet, war man beim Ministerium für öffentliche Bauten nicht sonderlich daran interessiert die Fernfahrer der Nation um ihre Meinung zu bitten. Auch wenn derzeit nur eine Strecke zur Debatte steht, besteht der begründete Zweifel, dass dies sich nicht schlagartig ändert.

Mit einem simplen Dekret sollte die Strecke Pedro Juan Caballero – Concepción freigegeben werden. Baden S.A., die Firma, die in den Ausbau des Hafens von Concepción investierte, befürchtet eine Fehlinvestition, wenn die Roadtrains wieder verboten werden.

Das Ministerium für öffentliche Bauten stellte einen Antrag, dass die Sicherheitskräfte des Landes Straßenblockaden zu räumen hätten, was vom Gericht bestätigt wurde. Eine Gesprächsrunde zwischen Vizeminister für Transport und Vertretern der Fernfahrer blieb ergebnislos, da die Positionen zu weit auseinanderliegen. Die Proteste der Trucker wurden wieder aufgenommen und werden in den kommenden Tagen für erneute Engpässe bei diversen Produkten sorgen.

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7 Kommentare zu “Die Rechnung ohne den Wirt gemacht

  1. Anscheinend haben die LKW Fahren zuviel verdient, dass sie noch weiter demonstrieren können. Das grösste übel daran ist, sie schaden nur sich selbst und leider noch den Privatpersonen die nichts dafür können.

    1. Da sehe ich auch die andere Seite, lieber Rolf: viele Selbständige haben sich für den Kauf ihres Gefährts bis über die Ohren verschuldet, und arbeiten wie die Blöden, um diese Last zu stemmen. Sicher ist, dass die Gross-Auftraggeber die Preise bis unter den Gefrierpunkt drücken, dass von viel verdienen nicht die Rede sein kann.
      Kommen die Roadtrains, werden wieder mal die Grosskotzeten dieses Landes genügend Geld und genügend Verbindungen haben, um solche Riesendinger zu kaufen. und dann ist für die heute Streikenden endgültig der Ofen aus.

  2. Wir kennen die Details nicht. Wieviele von den LKW´s werden taeglich auf der Ruta zirkulieren? Wurde studiert ob die Strassen das aushalten? Gibt es vielleicht eine Probephase?

    Die Fernstrasse zwischen Paraguari und Villarrica ist mit Loechern uebersaet, weil das MOPC selbst sagt, dass da viele LKW´s mit Ladung fahren. Ich sehe diese grossen LKW´s auch kritisch, aber nicht weil ein paar LKW-Fahrer ihren Job loswerden, sondern weil das Ueberholen dieser Dinger sicher nervenzerreibend ist und gestern hier jemand sagte, dass wohl Oberhaeuptling Cartes seine Finger im Spiel hat und eine Flotte dieser LKWs kaufen will oder schon hat. Und wenn C. was sagt, muss das gemacht werden, egal ob das Nebenwirklungen hat.

  3. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei……
    Grundsätzlich ist es mir Wurst, ob die Roadtrains kommen oder nicht. Sicher Wirtschaftlich gesehen, hat es seine Berechtigung. Was aber keine Berechtigung hat sind die Demonstrationen wo, die Personen belästigt werden die nichts mit dem zutun hat, und das NERVT mich. Die sollen die Roadtrains aufhalten und nicht durchlassen wenn sie da sind. Zum jetzigen Zeitpunkt belästigen sie nur uns, in dem wir danach teure Produkte kaufen müssen, wenn es überhaut noch vorrätig hat.

  4. Die Strassen hierzulande sind doch fast alle in einem jaemmerlichen Zustand.
    Die sind nicht gebaut worden sondern hingepfuscht. und taugen grade mal fuer einen kleinen Lieferwagen oder Kleinlastwagen. Bei dem Befahren mit den sog. Roadtrains werden sie vollends zerstoert. Also liebe Politiker was soll diese DIskussion. Wollt ihr die wenigen Strassen noch unbefahrbarer machen?

    1. Lasz die Roadtrains kommen competenz ist gut; die Roadtrains sind viel weniger schaedlich fuer die Wege als die arme ueberlandene Scania&Volvo.

      1. @Roadtrain
        Das ist aber wenig glaubhaft was du da schreibst!
        Fahr mal mit einen LKW mit 40/44Tonnen oder mehr durch Europa. Sehe dir die Straßenschaden die der Schwerlastverkehr verursacht.Und das bei besseren Unterbau und bessere Straßenqualität als in Paraguay.
        Da hilft auch eine Intelligente Federung und Bremssysteme wenig,der Bodendruck macht es so oder so die Straße fertig!

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