Die “Revolutionssteuer“ kurz vor der Einführung

Asunción: Eine Art von “Revolutionssteuer“ steht kurz vor der Genehmigung. Ex-Kombattanten, die am Aufstand vom 3. Februar 1989 teilnahmen, könnten hohe Subventionen erhalten. Bezahlen wird sie der Steuerzahler.

In der Gesetzesvorlage, die schon lange in der Abgeordnetenkammer diskutiert wird, werden diejenigen bezuschusst, die an der Revolte vom 2. bis 3. Februar 1989 teilnahmen.

Gilberto Velloso, Bruder von Hermógenes Velloso, einem früheren Revolutionskämpfer, sagte, dass das Thema endlich abschließend behandelt werden müsse.

Fast 1.300 Kämpfer stehen auf der Liste von der Assoziation der Veteranen, die vom 2. und 3. Februar 1989 an dem Militärputsch gegen Alfredo Stroessner teilnahmen. Wenn der Kongress abschließend im März die Subventionen befürworten sollte, erhalten die Berechtigten schon dieses Jahr ihre Gelder ausbezahlt.

Der Betrag, der den Erben von den führenden Kämpfern, die ihr Leben verloren haben, zugewiesen werden soll, beläuft sich auf 3.000 Tagessätze vom Mindestlohn, das sind rund 240 Millionen Guaranies. Während die Uniformierten, die direkt an den Kampfhandlungen bei dem Staatsstreich teilnahmen, 2.000 Tagessätze vom Mindestlohn, etwa 140 Millionen Gs. erhalten.

Witwen oder Angehörige der ersten Blutsverwandtschaft von Kampftruppen, die nach dem Aufstand gestorben sind, erhalten ebenfalls eine Entschädigung in Höhe von 140 Millionen Gs.

Wochenblatt / ABC Color

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20 Kommentare zu “Die “Revolutionssteuer“ kurz vor der Einführung

  1. Die hätten schlauerweise besser darauf verizichtet ihr Leben zu lassen, denn mir haben nun schon so einige ältere Einheimische gesagt, dass es unter Stroessner mit Abstand am besten war hier, und das es seither eigentlich nur bergab geht.
    Kaum Kriminalität und Korruption. Niemand hat seine Häuser abgeschlossen und im Auto oder Moto konnte man sogar den Schlüssel stecken lassen… etc. pp…

  2. @Seppetoni, hier noch ein Tip: www.kas.de/wf/doc/kas_286-544-1-30.pdf?020319132422
    (Artur Sosna „Quo vadis Paraguay?“ Der Prozess der Demokratisierung zwischen Anspruch und Wirklichkeit.)
    …schon der Zweite heute… 😉

  3. Die “ Palast-Revolution” von 1989 war eine Zwangspensionierung von Stroessner. Bester Beweis Gral Rodriguez, erster Praesident, nach Stroessner verabschiedete sich am Flugplatz von Gral Stroessner beim Abflug ins Exil nach Brasilien.

    1. Der Paraguayer zum Unterschied zur Mehrzahl der Deutschen ist nicht sehr gesetzestreu oder oberheitshoerig. Deshalb ist es naiv die Herrschaft unter Stroessner als Diktatur mit den Erfahrungen in Deutschland zu vergleichen. Als Stroessner 1954 an die Macht kam hatte Asuncion etwa 300.000 und Paraguay 1.500.000 Einwohner und man kannte sich sehr schnell durch Verwandtschaft und Freunde. Nach vielen Leserkommentaren im Wochenblatt kann man den Eindruck gewinnen, dass viele der neuen Einwanderer aus Deutschland noch nicht im Land angekommen sind und glauben man habe nur auf sie gewartet und deren Ratschlaegen und Meinungen allgemein gueltig sein muessen.

  4. Nun werden diese Revoluzzer auch noch belohnt. Als Dankeschön für Mord und Totschlag auf den Straßen eine EPP Drogen voll gepumpte Jugendliche ,Häuser die Mit Gittern zu gepflastert sind wie im Gefängnis das hat die Revolution gegen Stroessner gebracht. Zustände in denen sich keiner mehr sicher fühlen kann. Gewerkschaften und Rote Gesellen die immer mehr Forderungen stellen und am Ende geht PY baden. Wenn die Mennoniten hier das Feld räumen würden ist PY am Ende 4 Welt Land. Stroessner hat 35 Jahre dieses Land mit harter Hand geführt aber hier war man sicher. Wer da was anderes sagt ist für mich ein Roter Spinner. Die Leute nämlich der Steuerzahler die das jetzt bezahlen sollen sind eben diese Leute die Angst vor Überfällen ,Straßenraub .Diebstahl,Betrug haben. Da kann ich nur sagen verkehrte Welt.

      1. Harry Augen auf PY ist baden gegangen !!! Wenn du Abends in deinen Kämmerlein sitzt und dich krampfhaft am Revolver festhälst in der Hoffnung das Heute Abend kein Bandit dein Hab und Gut stielt frage dich mal ob das bei A.St. auch so war.Denke da du so ein Sozi bist mit einer Weltanschauung die meistens fern ab von der Realität ist. Deine Brüder und Schwestern in Venezuela mögen dich dort bestimmt Willkommen heißen und da besteht auch die Möglichkeit auf Anders denkende zu schießen und sie zu töten wie gerade Montag wieder geschehen.Da sind mehr Menschen in einer Woche getötet worden als bei Alfredo Stroessner in 35 Jahren. Aber von einer Diktatur spricht da keiner. Aber wenn alle Sozi singen “ Völker hört die Signale“ passt es nicht von Diktatur zu sprechen.Also Harry mich kannst du nicht beeindrucken mit Oberflächlichen Kommentaren.

  5. zumindest waren die strassenverhältnisse unter strössner besser, man sollte lieber diese vielen Milliarden in das Verkehrsnetz investieren als ein paar leute reich zu stossen, oder werden dann für die folgeschäden von 1989 jetzt dann auch meine Autoreperaturen im Jahre 2157 mit 3.000 tagessätzen vergoldet harharhar

    1. aber Herr Alex, Sie waren ganz, ganz sicher nicht während der Strössnerzeit in Paraguay, sonst könnten Sie so eine lächerliche Beschreibung der Strassenverhältnisse damals nicht abgeben! Ich war in den 1970/80er Jahren oft hier und fast die Hälfte des Jahres waren große Teile des Inlandes, ausser Encarnacion und Ciudad Presidente Stroessner auf dem Landwege nicht erreichbar!!!! Bitte informieren Sie sich genauer über die Lebensverhältnisse vor 30 – 40 Jahren!

  6. Eigentlich schon komisch, dass heutzutage alles vergittert haben. So kommt nicht einmal die Müllabfuhr rein um die wertvollsten Dinge wie zwei zerkratzte CDs oder fünf defekte Aufladegeräte fürs Smartphone abzuholen und dies muss dann alles verbrannt werden.

  7. Ich bin nicht fuer und nicht gegen die Diktatur. Aber sicherer haben wir uns gefuehlt damals. Wenn ich damals nach Asuncion musste fuer zwei oder drei Tage habe ich mein Auto vor dem damals neuen Terminal in Encarnacion abgestellt, abschliessen konnte ich mein Auto nicht da nie gebraucht liessen sich die Schloesser auch nicht drehen.Jedes mal wenn ich zurueck kam habe ich das Auto so vorgefunden wie ich es stehen liess. Bei der Banco de Fomento in Hohenau gab es nur eine Holzthecke wo man die Papiere und rueckzahlenden Kredite rueber geschoben hat. Nur der Teil der Thecke wo das Geld ausbezahlt wurde war (gesichert) mit einer duennen Fensterglasscheibe von ca. 40 auf 80 cm. dass nicht jeder in die Kasse langen kann. Damals war man wirklich sicherer!

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