Die Schlacht von Boquerón

Boquerón: Heute ist Feiertag in Paraguay, das Motiv geht auf eine Schlacht im Krieg gegen Bolivien vor 79 Jahren zurück. Paraguay, hat im Gegensatz zu Deutschland, weniger Feiertage. Viele von diesen aber haben einen geschichtlichen Hintergrund, einer davon ist die Schlacht um das Fort Boquerón.

Der Gedenktag erinnert an das Ende des erbitterten Kampfes um eine Festung im Norden Paraguays, etwa 450 Kilometer von Asuncion entfernt. Abgespielt haben sich die Ereignisse während des Chaco Krieges in den Jahren 1932-1935 zwischen Bolivien und Paraguay, der einen hohen Preis an Menschleben forderte.

Das Gefecht um die Bastion begann am 7. September und endete am 29. September 1932. Die bolivianischen Soldaten waren zu diesem Zeitpunkt vollkommen erschöpft, Lebensmittel waren verbraucht, Wasservorräte gingen zur Neige und es gab keine Munition mehr für ihre Waffen. Sie kapitulierten schließlich, paraguayische Offiziere nahmen das Fort ein.

Die Verluste der beiden Kriegsparteien waren hoch. Auf bolivianischer Seite sprach man von mehr als 1000 Opfern, die paraguayische Armee nannte mehr als 2000. Die Zahlen sind nicht genau belegbar, da jede Seite widersprüchliche Angaben machte. Der 29 September wird deswegen auch „Tag der paraguayischen Soldaten“ genannt. An vielen Stätten im Land wird dazu eine Trauerfeier für die Gefallenen abgehalten.

Ein Grund des Chaco Krieges war der strategische Wert des Paraguay Flusses, dieser ermöglicht den Zugang zum offenen Meer, ein entscheidender Vorteil für die Binnenländer Paraguay und Bolivien. Ein weiteres Motiv dieser Schlacht war die Annahme, im Chaco befinden sich große Erdölvorräte. Auch andere seltene Minerale, wie zum Beispiel Uranerz vermutete man in dieser Region.

Die Berichte in den aktuellen Tageszeitungen der paraguayischen Presse über Erdölbohrungen im Chaco sowie Funde von Metallen der Seltenen Erden scheinen die damaligen Vermutungen zu bestätigen.

Quelle: ABC

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13 Kommentare zu “Die Schlacht von Boquerón

  1. Sicher gäbe es auch in Deutschland Gründe der Helden der Weltkriege zu gedenken. Aber diese Helden werden verteufelt und als Kriegsverbrecher diffamiert. Die Sieger, Anstifter und kriegsgewinnler beider Kriege, die Engländer und Amerikaner, haben es durch Gehirnwäsche erreicht, dass sich die Deutschen dauerschuldig fühlen. Dabei haben meine Eltern- und Großelterngeneration, bei objektiver Betrachtung, für eine gerechte Sache gekämpft aber verloren. Zu allem Hohn reisen deutsche Politiker in alle möglichen Länder und „feiern“ dort das Gedenken an angebliche Kriegsverbrechen, wie das von Oradur oder nehmen an den Siegesfeiern der Alliierten teil. Der 8. Mai 1945 wird inzwischen sogar als „Tag der Befreiung“ bezeichnet. Vergessen scheinen der brutale Luftkrieg gegen die ZiviIbevölkerung oder die Opfer der völkerrechtswidrigen Vertreibung. In den Vertreibungs- und Deportationsgebieten in Ost-, Südost- und Mittelosteuropa lebten kurz vor Kriegsende 20 Millionen Deutsche. 18 Millionen dort beheimatete und ansässige und 2 Millionen kriegsbedingt Zugezogene, d.h. Luftkriegsevakuierte, sowie andere sich dort aus dem Deutschen Reich Niedergelassene. In den Ostgebieten des Deutschen Reiches lebten 9.575.000 und im Sudetenland rund 3,5 Millionen Deutsche. Von den 20 Millionen reichsdeutschen und volksdeutschen Heimatvertriebenen wurden kurz vor und zu 90 % in den Jahren unmittelbar nach der militärischen Kapitulation 14,5 Millionen entrechtet, ausgeplündert und wie Vieh vertrieben. In der Größenordnung etwa der seinerzeitigen Einwohnerschaft Irlands kam es zu Morden und Massenmorden: 3 Millionen Menschen! Im einzelnen lauten die Zahlen der Vertreibungsopfer: Ost-, Südost- und Mittelosteuropa = 2,111 Millionen; Rußlanddeutsche = 350.000; Kriegsevakuierte, Zugezogene = 220.000; im Vertreibungsprozeß von Polen und Tschechen zusätzlich getötete Wehrmachtssoldaten = 22.000; „Nachvertreibungs-Tote“ nach eigener Mindestschätzung (eher aber viel höher anzusetzen) = 250.000; insgesamt mindestens 2.952.000. Hierbei handelt es sich ganz klar nur um Mindestzahlen! Inzwischen hat die Bundesregierung beschlossen einen „Gedenktag für Flucht und Vertreibung“ festzusetzen. Es ist bewundernswert, wie die Paraguayer ihrer Toten aller Kriege (auch des verlorenen Tripple-Allianz-Krieges) gedenken und ihren Nationalstolz offen zur Schau tragen.

    1. tja genauso ist es – ich hab immer schon gesagt das die Paraguayer „Eier“ und Nationalstolz haben!! – in Deutschland hat man nach 1945 beides gaenzlich verloren und sich zum miesen A….kriecher mutiert!

      1. Wo haben denn die Paraguayer Eier? Nur weil sie Nationalstolz haben, haben sie die noch lange nicht. Wer kuscht denn bei allem, was von „Oben“ angeordnet wird, wer fügt sich in die Armut und jammert leise vor sich hin oder besäuft sich lieber, als dass er sich beschwert und auf die Straße geht!
        Oder meinst du die Lehrer oder andere „Werktätige“, die auf die STraße gehen? Die wollen aber nur Geld, wie immer und überall.
        Ansonsten sind es genausolche Schäfchen wie die Deutschen.

          1. Tja, ich habe mein Wissen aus dem Leben mit den Menschen – ist übrigens viel genauer, als sich über die Coloradohörigen Zeitungen und TV-Sender zu informieren.
            Ein Freund sagt immer: „Stimmt’s oder stand’s in der Zeitung.“.
            Aber ich weiß – es gibt hier ja eine ganze Reihe von Anhängern der Theorie: Alles was man in der Zeitung oder im Internet lesen kann, ist die absolute Wahrheit…

          2. ja klar – die DDR laesst gruessen…… . Seit man Bananen und Schokalade kaufen darf weiss man alles und gerne auch besser…..!! wird wohl noch 20 Jahre oder mehr so bleiben.

  2. Vielleicht sollte man Held ja mal etwas sinnvoller definieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gedenktag für Leute, die gut kochen und backen oder Kinder erziehen oder einfach friedliche Dinge tun.

    Wer Frieden schafft oder erhält ist ein Held, nicht wer Gewalt einsetzt. Gerne auch mal ein Gedenktag für Politiker, die immer auf dem Wege der Diplomatie Konflikte lösten.

    1. Das habe ich mir auch schon gedacht. Unsere Geschichte wie sie an der Schule gelernt wird ist immer eine Kriegsgeschichte. Nur Kriege und Schlachten scheinen von Interesse zu sein. Gute, konstruktive Politiker sind vermutlich nach 100 Jahren schon vergessen, waehrend man von den machtgeilen Psychopathen ewigs redet und trotzdem nie die richtigen Lehren daraus zieht. Dabei koennte man die Geschichte so viel lebendiger erzaehlen als Kunst-, Wissenschafts-, Erkenntnis- und Entwicklungsgeschichte.

      1. Leider sind es ja meist die Kriege, die die Weltgeschichte oder zumindest die Geschichte eines Landes maßgeblich verändern – schau doch nur auf die veränderten Grenzen von Paraguay nach dem Dilemma gegen Arg/Bra/Uru und dann wiederum nach dem gloreichen Sieg gegen Bolivien.
        Infolge von Siegen oder Niederlagen in großen Schlachten oder Kriegen allgemein haben sich ganze Gesellschaftssysteme verändert. Daher ist es nur zu natürlich, dass diese Ereignisse eine bedeutende Rolle in der Geschichte spielen.

        Allerdings gebe ich dir auch Recht – die Rolle von bedeutenden Persönlichkeiten der Geschichte, die nichts mit Kriegen oder Schlachten zu tun hatten, wird viel zu wenig gewürdigt. Gerade für die Erziehung der Kinder wären solche Persönlichkeiten auch wichtig. Aber da zählen ja heute eh nur irgendwelche Superman oder Transformers etc.
        Vielleicht sollte man es auch so sehen: Je mehr die Geschichte nur als Geschichte von Kriegen, von Helden vermittelt wird, dazu die entsprechenden Kriegswaffen für Kinder erhältlich sind, desto normaler kommt den späteren Erwachsenen dann der Krieg vor. Ich kenne selbst Deutsche, die freiwillig nach Afghanistan gegangen sind, als Kämpfer, als Koch usw. – und hinterher hatten sie das große Jammern, weil der Krieg kein so lustiges Spiel ist, wie es immer dargestellt wird.

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