Die Straße der Integration

Paso Yobai: Man hätte die Straße der Integration nicht besser benennen können. Sie verbindet drei Departements sowie Paraguayer, Deutsche und Brasilianer. Ein Projekt von entscheidender Tragweite.

Die Route verläuft von Villarrica ausgehend über die Kolonie Independencia, Paso Yobai, San Augustin, Naranjal, San Cristobal um dann auf die Fernstraße 6 zu treffen. Von dort aus ist bis Encarnación nicht mehr weit, aber auch Ciudad del Este ist gut zu erreichen. Drei Departements durchquert die Fernstraße: Guairá, Caazapá und Alto Paraná.

Edwin Peter, ein Deutscher aus der Kolonie Sudetia und Yerba-Unternehmer, hat vor Jahren die Initiative bei dem Vorhaben ergriffen, das gestern nun konkrete Formen annahm. Eine Kommission, unter dem Vorsitz von Romualdo Zocche, ein Brasilianer mit italienischen Vorfahren, will das Projekt verwirklichen. Vizepräsident ist der Bürgermeister aus Paso Yobai, Dr. Ronald Vazquez. Des Weiteren befinden sich, unter anderem Georg Brixner, Klaus Escher, Norbert Fischer, Vorstandesmitglieder aus der Kooperative Naranjal und ein Unternehmer für Schweinemast in dem Gremium.

Es fehlt nicht mehr viel, dass die Straße durchgehend asphaltiert oder mit Kopfsteinpflaster befahrbar ist. In etwa sind es rund 50 Kilometer. Die geschätzten Kosten für den Ausbau liegen im mittleren zweistelligen Millionen Bereich, wohlgemerkt US-Dollar. Es handelt sich dabei um das Teilstück zwischen Paso Yobai – Mongrullo – San Augustin.

Vor allem jetzt stehen die Sterne günstig für eine Umsetzung von dem Projekt. Denn zwei Dinge sind in dem Fall wichtig: Die richtigen politischen Verbindungen und deren Unterstützung. Diese scheinen gegeben zu sein, denn der Gouverneur von Guairá, Dr. Juan Carlos Vera, aus dem Flügel vom dem Präsidenten Mario Abdo Benitez und der Bürgermeister von Paso Yobai, Dr. Ronald Vazquez, ebenfalls aus der gleichen Partei der Colorados, arbeiten Hand in Hand an dem Projekt. Hinzu kommt, dass Arnaldo Wiens, Minister vom Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) ebenfalls seine Unterstützung geäußert hat. Trotzdem liegt es schließlich am Finanzministerium, die notwendigen Gelder bereitzustellen.

Die Route ist von entscheidender Bedeutung für alle Landwirte, denn so können die Häfen im Raum Asunción oder Encarnación zum Verschiffen der Fracht wesentlich schneller und bequemer erreicht werden. Jedoch auch alle anderen Reisenden werden von einer durchgehenden Asphaltierung der Straße der Integration profitieren. In Kürze soll es mit Mitgliedern der Kommission zu einem Treffen mit Wiens kommen, um die Details der Umsetzung zu besprechen.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Die Straße der Integration

  1. Man kann machen was man will: 2mm Schokoladenbezug bricht in der Kälte und 2mm Schokoladenbezug schmilzt in der Hitze. Wird bestimmt eine tolle Fahrt im Ochsenkarren über den Kopsteinpflaster, der bald wieder Tageslicht sehen möchte. Wenn er nicht aufgrund Unterspülung einsacken wird. Eine Touristenattraktion wird es auf jeden Fall: „Nostalgische Fahrt mit der Ochsenkarren-Legion quer durch Südafrika (für die Erfindung der Dampfeisenbahn müssen Sie sich noch ein paar Jahrhunderte gedulden)“.

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