Die technischen Tücken im paraguayischen Winter

Paso Yobai: Wer kennt sie nicht, die technischen Tücken in Paraguay. Insbesondere wenn ein strenger Winter mal Einzug hält kommt es zu einer Vielzahl von unliebsamen Überraschungen.

Die Kälte kriecht in jedes Haus. Wohl dem, der einen Kamin hat. Zum Einsatz kommen ebenfalls Klimaanlagen. In den letzten Jahren dienen sie zum Kühlen aber auch Heizen der Räume. Jedoch ist dabei eines zwingenden notwendig: Elektrische Energie. Leider fiel in Melgarejo, Guairá, in der Nacht von Montag auf Dienstag der Strom in einigen Bereichen aus. Viele Nutzer mussten auf warme Decken zurückgreifen, trotz bester technischer Einrichtungen.

Ein weiteres Problem ist die Wasserversorgung im Winter. Alberto Galavera wohnt in der Kolonie Nansen, bei Paso Yobai, Departement Guairá. Er fördert täglich sein Brunnenwasser mithilfe einer Pumpe in einen Wassertank. Dies wollte er auch am Dienstagmorgen wieder durchführen.

„Ich betätigte den Schalter. Die Pumpe lief wie gewohnt an, aber blieb Sekunden später stehen“, erklärte Galavera.

Nachbarn eilten zu Hilfe und holten die Pumpe aus dem Brunnen. Dabei kamen sie der Ursache sofort auf den Grund, denn der Schlauch brach durch die Kälte und förderte Eis hervor. Er war zugefroren und die Pumpe brannte durch den Druck durch. Sie konnte aber repariert werden. Die Kosten beliefen sich auf 60.000 Guaranies.

„Meine Familie wohnt schon Jahrzehnte in der Kolonie. Dass ein Wasserschlauch zufriert, daran konnte sich keiner hier in der Gegend erinnern“, sagte Galavera.

Dienstagmorgen lagen die Temperaturen in der Zone von Paso Yobai, wie in vielen anderen Gegenden Paraguays, ebenfalls deutlich unter 0 °C.

Wochenblatt

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3 Kommentare zu “Die technischen Tücken im paraguayischen Winter

  1. Tja, dieses Jahr waren die Frostschäden auch sehr heftig, kaum was in unserem Gemüsegarten hat überlebt. Selbst die Fische im Zuchttank sind gestorben, wuste nicht, das Fische erfrieren können?

  2. Also gerade wir Dachler sollten uns ja bei frostreichen Tagen zu helfen wissen. Rohre entwässern, Schläuche abklemmen, Pumpen sichern, das sollte doch das mindeste sein was man an vorkehrungen treffen sollte. Auch in Deutschland haben Fische die draussen überwintern bei weniger als 80 cm Wassertiefe keine Chance bei Frost zu überleben. Aber wers im Dachland nicht geregelt bekam, der kriegts doch hier erst recht nicht gebacken.