Ein Bett aus Ziegeln

Asunción: Kakerlaken, Ratten, Mäuse und Schmutz breiten sich im IPS Krankenhaus von Asunción weiter aus. Angehörige von Patienten müssen auf Ziegeln schlafen. Es gibt eine Vielzahl von weiteren Beschwerden.

„Die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Zudem gibt es eine Vielzahl von Ungeziefer“, beschwerte sich Marlene Barrios. Sie ist seit 20 Tagen im Krankenhaus, weil ihre Mutter dort wegen einem Schlaganfall interniert ist.

„Es gibt viele Kakerlaken. Dagegen wird nichts unternommen. Das wäre aber dringend notwendig“, klagte Barrios. Sie hob zwar die gute medizinische Versorgung hervor, jedoch hatte sie schon Unkosten in Höhe von vier Millionen Guaranies.

Wasser steht in den Gängen und die Böden sind schmutzig. An heißen Tagen ist der Gestank unerträglich. Mit Decken und Klappstühlen harren viele Angehörige von Patienten aus. Schlafen müssen sie auf Betten aus Ziegeln gebaut. Manche verbringen nur Tage, andere schon Monate in solchen Zuständen. Täglich müssen die Familienmitglieder der Internierten Bettwäsche, Wäsche und Windeln selbst waschen.

Barrios braucht täglich rund 200.000 Guaranies nur für Windeln und weitere Gebrauchsgüter ihrer Mutter, hinzu kommen ihre persönlichen Unkosten. „Es sind grundlegende Dinge, die eigentlich von der sozialen Fürsorgeanstalt IPS im Krankenhaus bereitgestellt werden müssen“, betonte Barrios.

Armando Rodriguez, Leiter der Abteilung und Logistik vom IPS Krankenhaus, gab zu, dass es einen Mangel bei den Aufträgen und der Logistik in einigen Bereichen gebe, die aber abgestellt werden würden.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Ein Bett aus Ziegeln

  1. Dafür gibt es nur ein Wort: SAUSTALL! Dieses Krankenhaus ist wahrlich eine Schande für Paraguay. In anderen Krankenhäusern des Landes sieht es meist nicht besser aus. Und wer trägt die Verantwortung für all das? Die hoch noblen und hoch dotierten Politiker die offensichtlich keinerlei Interesse haben diesen Saustall endlich aufzuräumen. Oder sind sie wirklich zu unfähig dazu?

  2. Es ist schlimm aber die groesseren schweine sind die leute die familienmitglieder denn es wird nichts im muelleimer geworfen es wird alles liegen und stehen gelassen und am wc ist es am schlimmsten denn wenn jeder fuer ordnung und sauberkeit schauen wuerde dann gaebe es das nicht .die kakalaken kommen auch nur weil das essen und leere yogurt oder essensreste in einer ecke am boden liegen bleiben und so ernaehren sie sich

  3. Die Zustände sind auch in den privaten Krankenhäusern nicht viel besser.
    Die sogenannten Krankenpfleger machen gar nichts.
    Wenn die Angehörigen nicht Tag und Nacht zur Stelle sind, wird der Patient weder gedreht, noch gewaschen, noch zur Toilette gebracht.
    Das Essen wird im Zimmer auf den Tisch gestellt, und wenn niemand es dem Bettlägrigen gibt, dann wird es wieder abgeräumt.
    Das ärztliche Personal verläßt seinen Aufenthalstraum so gut wie nie.
    Dort ist es ja auch gemütlicher als in den Krankenzimmern.
    Dafür findet man dann auf der Rechnung horrende Beträge für angeblich erfolgte Handreichungen.
    Für Reklamationen ist die Administration blind und taub.
    Die Rechnung muß bezahlt werden, auch die unberechtigt aufgeführten Posten.
    Will man das nicht tun, dann darf der Patient das Hospital nicht verlassen.
    Also Freiheitsberaubung, Geiselnahme, Nötigung.

    Weil die Familienangehörigen vor Ort sein müssen, und es nicht ungewöhnlich ist, daß für einen Patienten ein Dutzend Angehörige vor Ort sind ( vom brüllenden Kleinkind bis zum Mummelgreis ), ist es in den Hospitälern laut und dreckig.
    Keiner räumt auf, Abfall und Essensreste bleiben dort liegen, wo sie fallengelassen wurden.
    Putzleute sieht man so gut wie nie.

    1. hola TejuJagua….wäre in einem zivilisierten Land( Europa) undenkbar, dass Angehörige, usw., sich um die Patienten kümmern müssen. Klar ist natürlich bei der paraguayischen Abfallentsorgung alles ganz schnell zum Saustall verkommt…..ok, will mich nicht weiter auslassen

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