Die Transchaco-Route “gibt es nicht mehr“

Asunción: Ramón Jimenez Gaona, Minister vom MOPC gab offen zu, dass die einzige Lösung bei der Transchaco-Route ein kompletter Neuaufbau sei.

Er fügte hinzu, obwohl “eine große“ Investition in die Grundinstandhaltung geleistet werde, “existiert die Straße eigentlich nicht mehr“.

Der Minister erklärte weiter, dass “wir vor einer neuen Ausschreibung stehen“, die jedoch von der Genehmigung internationaler Kredite durch den Nationalkongress abhänge.

Gaona bestätigte, dass alles, was heute in die Arbeit investiert werde, nur “die Situation lindern“ soll. „Es sind grundlegende Wartungsarbeiten, die wir in verschiedenen Abschnitten durchführen, um den Verkehr minimal aufrecht zu halten. Leider wird alles, was wir heute investieren, keine Rendite mehr haben, weil es die Route nicht mehr gibt“, sagte er.

Der Minister für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) fügte hinzu, dass eine Intervention durch Darlehen von der IDB und CAF über rund 560 Millionen US-Dollar notwendig sei, um den Wiederaufbau der Transchaco-Route von Benjamin Aceval nach Mariscal Estigarribia und den Zugang zu den mennonitischen Kolonien durchführen zu können.

Wochenblatt / ABC Color

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15 Kommentare zu “Die Transchaco-Route “gibt es nicht mehr“

  1. Nach diesem großen Geldtopf lechzen schon heute alle am Straßenbau Beteiligten…
    Die Transchaco wird nie eine vernünftige Straße werden, egal wer hier Präsident sein wird.

  2. Lo barato sale caro, das wissen doch die Paraguayer. Wahrscheinlich war jedoch nur das Endergebnis barato, das caro wurde eingepackt und mitgenommen.
    Schaut man auf de.wikipedia.org unter dem Stichwort «Entwässerung», da ist ein schönes Foto einer Straße, die beidseitig ein Entwässerungsgraben enthält. Da konnte auf beiden Seiten das Regenwasser ablaufen.
    Nein, obwohl die alten Ömer noch keine Celulars zum Fotos machen hatten, oben erwähnte Straße existiert ca. 1.500 Jahre nach der Erbauung noch.
    Aber die alten Ömer mussten sicher auch mindestens fünf Stunden täglich zur Grundschule, die sie auch noch abschließen mussten, um Jefe-Ömer zu werden.
    So ist das nicht verwunderlich, dass in Paraguay die Straßen halt nicht ganz so lange halten.
    Nein, der Witz an diesem Kommentar ist nicht etwas das Wort «Ömer», sondern dass die allfällig neue Transchaco-Route keine Entwässerungskanäle haben wird, so dass man nach deren neuen Erbauung, oder bessern deren neuen Gebastel, diese am besten neu erbaut bzw. neu erbastelt.

    1. ….erbastelt ist genau die richtige Bezeichnung i Zusammenhang Strassenbau, bezieht sich aber auch auf die meisten anderen
      „Berufe“ da es in Paraguay keine berufsausbildung gibt und die gekauften Universitaetstitel alle nutzlos sind

    2. Die Römer waren tatsächlich im Vergleich zu heutigen Italienern Organisationstalente. Wie ich unten auch schon geschrieben habe, muss es daran liegen. Wenn der römische Ingenieur diese Strasse so gebaut hätte, dann wäre er wohl im Zirkus den Löwen zum Fraß vorgeworfen worden. Auch wenn einer etwas gestohlen hätte oder irgend etwas anderes zum Beispiel von Seiten der Baufirma vorgefallen wäre, hätte der Kaiser oder wer auch immer, aber jedenfalls einer, entsprechend reagiert.
      Jetzt ist das alles egal. Wird die Strasse ohne Entwässerung geplant, egal wird auch so gebaut obwohl die Firma den Auftrag dann ablehnen müsste. Sollte sie geplant sein und die Firma „vergisst“ zufällig darauf, egal, wir einigen uns schon. Es wird irgendetwas gemacht und 0 Konsequenz. Der Rest ist moderne Wirtschaftsideologie. Bei stetigem Wachstumszwang wird die Qualität zwangsläufig sinken.
      Ansonsten kann man nicht erklären weshalb früher so vieles funktionierte, was heute nicht mehr möglich ist.

      1. Die Erklärung ist, dass das höhere Verkehrsaufkommen die Lebensdauer von Strassen im Vergleich zu frührer stark verkürzt.

        1. Ich würde Eisenbereifung wieder einführen. So könnte man das Verkehrsaufkommen drastisch reduzieren und die Straßen trotzdem kaput kriegen.

    3. Was ich mit meinem Artikel meinte war: Wasser zerstört die Straßen Paraguays. Einfach weil sie schlecht gebaut sind und nicht zusammenkleben (Klebstoff könnte man auch privat verwenden oder weiterverkaufen).
      Ich habe dazu den erwähnten Wikipedia-Artikel gesucht und, ich hatte mich geirrt. Die Porta Rosa wurde nicht von den Ömern, sondern von den Griechen ein paar Jahrhunderte zuvor erbaut.
      Quelle: (2. Foto von oben)
      „Porta Rosa, Antike griechische Straße aus dem 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. Die Straße ist gepflastert mit Kalksteinblöcken. Auf beiden Seiten finden sich Entwässerungsrinnen für die Ableitung von Regenwasser.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Entwässerung
      Schade hatten die Paragauyer im 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. noch kein Internet. Heute ist es wohl zu spät aus folgendem Satz etwas zu lernen: „Auf beiden Seiten finden sich Entwässerungsrinnen für die Ableitung von Regenwasser.“

  3. Gerüchten zufolge, soll Arnoldo Wiens neuer Bauminister werden. Da liegt es nahe, dass er Priorität für diese Route legen wird.

    1. Herr Arnoldo Wiens wohnt zufälligerweise an der Traschaco? Dann wird sie sich schnell fertig und schön gebaut.

  4. Paraguay hat nicht die fähigen Leute, um eine richtige Asphaltstrasse zu bauen. Es wird seeeeehr laienhaft und unproffesionell gearbeitet, weil das angestellte Personal meistens Schulabbrecher sind.

  5. Lieber Toni, die fähigen Leute sind auf jeden Fall da. Der Beweis ist doch, daß man in der Administration Stroessner sehr wohl dauerhafte Strassen bauen konnte. z.B. die Avenida España hielt bis zu ihrer ersten Reparatur am Ende der 90er Jahre immerhin 35 Jahre lang, ohne daß nennenswerte Ausbesserungen gemacht werden mussten. Noch in seinen letzten Lebensjahren hat der ehemalige OB Halder noch an die Presse erzählt, daß er im Rathaus einen Anruf von Gral. Stroessner erhielt, er möge Leute zu einer bestimmten Stelle an der Artigas schicken, dort habe er selbst ein Schlagloch (heute: bache) gesehen. Und Halder schickte dort 2 Mann hin, um das Loch zu reparieren. Das beweist doch, dass in dieser Zeit die Strassen weitgehend in Ordnung waren. Heute hält keine Strasse mehr als ein paar Wochen, das stimmt allerdings. Ob nun der Arbeiter Schulabbrecher ist oder nicht, das hat darauf keinen Einfluss. Der wesentlich Einfluss ist ganz einfach, daß man zum heutzutage fehlenden Unterbau noch eine hauchdünne Alphaltschicht daraufschüttet, und das kann natürlich keine 2 Wochen halten. Das fakturierte Material wird ganz einfach grösstenteils geklaut. Und auch Wiens wird den Materialklau nicht verhindern können.

    1. Richtig. Es muss einfach auch an der Organisation liegen, denn Wissenschaftler braucht es für solche Arbeiten gar keine. Stroessner hatte ein paar Vertraute und die hatten ihre paar Mitarbeiter im Griff. Ich nehme an, es wusste jeder, wenn er die Arbeit nicht erledigt oder klaut, gibt es Stunk.
      Ich nehme auch an, dass heute 10 mal mehr Leute bei sowas beteiligt sind, inklusive manchmal noch private Firmen von aussen und dann heisst es zu viele Köche verderben den Brei, aber keiner ist schuld, jeder zeigt auf einen anderen.
      Beim Geld muss es das selbe sein. Normalerweise kann gar nicht so viel ausgegeben werden, weil da ja irgendeiner die Verantwortung übernehmen und daher reagieren muss. Passiert aber mittlerweile alles nicht mehr obwohl es x mal mehr Beamte und Firmen als damals gibt.
      Meiner Meinung, nach auch weil alle paar Jahre ein andere Präsident kommt, und damit auch die Belegschaft oft gleich mit wechselt, interessiert das alles nur kurzfristig und daher übernimmt auch keiner Verantwortung. Man macht einfach 0 Konsequenz.

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