Die wahre Misere

Asunción: Ob nun aus Spaß, Notwendigkeit oder Zwang durchqueren hunderte Kinder in der Uferzone des Río Paraguay tagtäglich überflutete Straßen. Die Autoritäten schauen hilflos zu.

Wenn man die Straße Urcisino Velazco entlang geht, die im Bañado Tacumbú zu finden ist, kann man sehen, dass das Wasser viele Häuser bis zur Hälfte überflutet haben. Inmitten dieses Chaos leben hundert Kinder mit ihren Familien. Da Wasser, zersetzt mit Fäkalien ist ihr Spielplatz, ihr Weg in die Despensa oder zur Schule. Sie teilen sich das Nass mit den hinterlassenen Tieren der Nachbarn. Die Kinder freuen sich bei hohen Temperaturen darin zu baden, die Eltern wollen ihre – unter Wasser stehenden – Häuser nicht verlassen, wo selbst die Matratzen feucht sind. Die Stadtverwaltung geht zumindest bei der Informationsbeschaffung ihrer Pflicht nach und ließ verlautbaren, dass aktuell 6.085 Familien vom Hochwasser betroffen sind.

Wochenblatt / Abc Color

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