Die wechselhafte Beziehung zwischen Santiago Peña und Nicolás Maduro

Asunción: Die Beziehung zwischen Santiago Peña und Nicolás Maduro war wechselhaft. Zunächst stellte er die von Mario Abdo abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder her. Dann, mit „Nordwind“ und auf der Suche nach Vergebung für Horacio Cartes, versuchte er, sich davon zu lösen. Vor einigen Tagen sagte er, er wünsche sich keinen Einmarsch in Venezuela.

Die vorherige Regierung unter Mario Abdo Benítez hatte seit Januar 2019 die diplomatischen Beziehungen zum Regime von Nicolás Maduro in Venezuela abgebrochen, da sie es als Diktatur betrachtete, bis Santiago Peña kurz nach seinem Amtsantritt und nach „Gesprächen zwischen beiden Präsidenten” – im November 2023 – die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen anordnete.

Peña prophezeite sogar eine „neue Ära der erneuerten Beziehungen zwischen beiden Regierungen”. Erst im Januar 2025 brach Venezuela erneut die Beziehungen zu Paraguay ab, nachdem Peña – unter internationalem Druck – sich mit Edmundo González Urrutia getroffen hatte, den er zum Sieger der letzten Präsidentschaftswahlen in Venezuela vor Maduro erklärte.

Im November 2023 nahm Santiago Peña die Beziehungen wieder auf

Die Distanzierung von Maduro fiel mit der Annäherung der Regierung Peña an die Regierung Donald Trumps in den Vereinigten Staaten von Amerika zusammen, zu einem Zeitpunkt, als sie versuchten, die Sanktionen gegen den als „signifikant korrupt” bezeichneten Horacio Cartes aufzuheben.

Als Zeichen der Zustimmung erklärte die Regierung das „Cartel de los Soles” zu Terroristen und bezeichnete Maduro als deren Anführer.

Am 30. Dezember äußerte sich Peña zur Lage in Venezuela und sagte: „Ich bin sehr besorgt (über die Spannungen mit Venezuela) und habe der US-Regierung unsere Besorgnis über einen militärischen Einmarsch in amerikanisches Gebiet mitgeteilt. Ich würde mir wünschen, dass dies nicht geschieht”.

Er sagte jedoch, dass die USA ihre Position klar dargelegt hätten und dass er auf eine friedliche Lösung hoffe.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentare zu “Die wechselhafte Beziehung zwischen Santiago Peña und Nicolás Maduro

  1. Da sieht man mal wieder,was für eine Art Politiker diese Marionette ist. Immer das Fähnchen zum Winde halten. Erst sich mit Maduro, der ja nicht erst seit gestern Venezuela kaputt gemacht hat, befreunden und dann, als Trump an die Macht kommt, die 180° Wende.
    Aber leider trifft das auf viele Paraguayer zu. Wenn man viel Geld hat und ein Dritter sich an einem bereichern kann, ist der Paraguayer der beste Freund. Wenn man nichts zu bieten hast, widerspricht oder Kritik übt, wird man vom Amigo zum Feind binnen Sekunden.

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