Dieselpreis bleibt vorerst bestehen

Asunción: Wie der Präsident Horacio Cartes zusammen mit seinem Wirtschaftsteam heute entschied, wird es weiterhin keine Preissteigerung für das Erdölderivat geben. Obwohl die staatliche Raffinerie Petropar als Alleinimporteur von einfachem Diesel derzeit pro Liter fast 400 Guaranies draufzahlt wird eine Preisanhebung nicht in Betracht gezogen. Der Staat scheint besser daran bedient zu sein diesen Zuschuss zu zahlen als einen Generalstreik wegen höheren Buspreisen und besserem Mindestlohn heraufzubeschwören.

Der Preis von derzeit 5.290 Guaranies, aktuell etwa 0,91 Euro, kann trotz hohem Dollar beibehalten werden, wenn wie geplant, die Petropar rentabler wird und Kosten an anderen Stellen einspart.

Damit wird schon zum zweiten Mal in zwei Monaten die Steigerung hinausgezögert, nachdem Ex Präsident Franco ebenso kalkulierte und die Entscheidung Horacio Cartes überließ. Die Bezuschussung beträgt derzeit zwischen 2 und 3 Millionen US-Dollar pro Monat.

(Wochenblatt / La Nación)

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7 Kommentare zu “Dieselpreis bleibt vorerst bestehen

  1. Diesmal finde ich es schade, dass ein anderer Industriezweig nicht die Gier der Leute ausgelöst hat, und voran getrieben wird, nämlich die Erzeugung von Biodiesel aus Jatropha. Sonst wird immer alles „gefressen“ was sich anbietet, aber komischerweise bei diesem Produkt nicht? Die Herstellung von Biodiesel aus dieser Pflanze könnte ein Agrarland wie Paraguay aus der Abhängigkeit der Zuliefererländer befreien, denn Diesel kostet wertvolle Devisen! Selbst erzeugt, würde er die Staatskasse entlasten, massig wertvolle Arbeitsplätze schaffen, und auch Geld in die Taschen des armen Mannes spülen! Diese Pflanze kann problemlos neben der Viehwirtschaft angebaut werden, da sie nicht von Rindern verzehrt wird. Sie ist handarbeitsintensiv, und daher perfekt für dieses Land! Die Verarbeitung ist prozesstechnisch völlig unkompliziert, da keine Veresterung notwendig ist, pressen, filtern und ab in den Tank. Hat sogar einen leicht höheren Brennwert als der eigendliche Diesel 🙂

    1. Hallo Christian,
      Jatropha wird weltweit in vielen kleinen Projekten angebaut und auch das Öl als Kraftstoff genutzt. Der Versuch, Jatropha großtechnisch im Sinne der Investorenanzubauen, schlug fehl. Das Besondere an dieser Pionier-Pflanze ist, dass sie unter extrem mageren Bedingungen überlebt und sogar noch Öl liefert, das nicht verestert werden muss. In warmen Klimazonen ist Jatrophaöl in den meisten Dieselmotoren OHNE UMRÜSTUNG DIREKT nutzbar.
      Für das schnelle Geld an der Börse ist die Pflanze nicht geeignet, da erst nach 3 Jahren der erste Ertrag beginnt. Und die Möglichkeit der dezentralen Kraftstoffherstellung ist der Großindustrie ein Dorn im Auge und soll deshalb verhindert werden.
      Die Gefahr, dass sich Länder wie z.B. Paraguay unabhängig von Dieselimporten machen können, ist der Grund, warum die Finanzwelt kein Interesse an Jatropha hat. Für die Bevölkerung wäre es positiv, aber wer fragt denn schon danach?

  2. Die einfachste Loesung des Problems waere das Monopol von Petropar abzuschaffen und dem freien Markt den Import und Vertrieb zu ueberlassen. Wahrscheinlich wuerde dann auch weniger von den Transportschiffen geklaut werden. Preiserhoehungen wuerden durch die
    Konkurrenz im Rahmen bleiben.

    1. Wobei die dann dadurch entsehenden marktwirtschaftlichen Kartelle ein Garant für steigende Spritpreise wären, wie man so schön weltweit sehen kann.

      Gerade im Energiesektor haben Privatisierungen bisher immer nur die Gier der Anleger befriedigt. Und was die Preisabsprachen der Grossen nicht schaffen, reguliert die Börse im Sinne der Anleger (Kapital).

      Wer immer noch an den freien Markt, der sich selber reguliert, glaubt, ist ein weltfremder Träumer.

      1. Treibstoff wird in PY nur gegen Barzahlung verkauft. Petropar hat mit Krediten Treibstoff aus Venezuela bezogen, verkauft und kann die Schulden von mehreren 100 Millionen Dollar nicht bezahlen.
        Bei einem privat gefuehrten Unternehmen geht so etwas nicht und die Firma waere laengst Pleite.
        Hoch lebe die staatlichen Unternehmen ! Die Frage ist nur fuer wenn ?

      2. Ich dachte auch immer Angebot und Nachfrage sei Gesund und all das Subvetionieren eine verzerrung(Reche immer reicher und arme immer ärmer)bis ich hörte,das die REALWIRTSCAFT nicht mal 50% ausmacht.Da blickt ja niemand mehr durch(einige Economen glauben das aber wen man in so Runden denen anhört,weiss jedes Kind mehr).

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