Drogen im Chaco: Besorgniserregende Situation

Filadelfia: Eine alarmierende Situation herrscht in der indigenen Gemeinschaft von Cacique Mayeto vor. Insbesondere am Wochenende, wenn junge Menschen alkoholische Getränke und illegale Substanzen konsumieren.

Jugendliche und Minderjährige sind in dem Laster der Drogen und dem Alkohol involviert. Die kleine indigene Gemeinschaft, in der Nähe von Filadelfia, bereitet viele Probleme.

„Als Gemeindevorsteher versuche ich für Ruhe zu sorgen. Ich passe auf sie auf, damit es nicht zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt, aber wenn Drogen im Spiel sind fangen sie an, miteinander zu kämpfen und das ist besorgniserregend“, sagte Rodolfo Klassen, der sich bereits an die Staatsanwaltschaft gewandt hat. Er schaltete auch das Institut zum Schutz von Kinder und Jugendlichen (Codeni) und sogar die Polizei ein, aber es gibt immer noch Probleme, weil keine dauerhaften Lösungen angestrebt werden.

„Mit den Kindern können wir nichts machen“, sagte er hilflos, weil sie aus bescheidenen Familien stammen und die Eltern keine Kontrolle über sie hätten. Cacique Mayeto ist eines der vielen Dörfer, in denen die Verbreitung und der Konsum von Drogen ständig zugenommen haben. „Ich weiß nicht, wo sie die Drogen oder das Geld zum Kaufen bekommen“, präzisierte Klassen.

„Sie haben keine Scham, sie rauchen vor uns und sie streiten vor uns“, sagt Klassen mit Bestürzung und appelliert, sich zu den Tatsachen zu äußern, die zuständigen Behörden einzuladen und Maßnahmen zu ergreifen, dass ein für allemal sofortige und dauerhafte Lösungen in der Gemeinde angewendet werden.

Laut Rodolfo Klassen gäbe es etwa 30 oder 40 Jugendliche ab 12 Jahren, die in ihrer Gemeinde den Lastern verfallen seien, jedes Wochenende alkoholische Getränke konsumieren und Marihuana rauchen.

Wochenblatt / Chaco RCC

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1 Kommentar zu “Drogen im Chaco: Besorgniserregende Situation

  1. Wie ich 2003 das erste mal nach Filadelfia fuhr, fiel mir damals die Ordnung und Sauberkeit in der Stadt auf. Indigene gab es ebenfalls zu sehen, aber nicht so viele wie heute. Einige davon bettelten einen an, auch im dortigen Supermarkt. Doch schon 5 Jahre später, bei meinem zweiten Besuch, fiel mir auf, daß auf den Straßen von Filadelfia wesentlich mehr Indios unterwegs waren, meist in Gruppen mit Bier- oder Schnapsflaschen in der Hand. Einige davon pöbelnd und bedrohlich. So hat sich das Bild dieser Stadt, wohl der ganzen Region, relativ schnell verändert. Was ist da nur passiert und wer hat das zu verantworten? Was sind die Ursachen, daß die bis dahin relativ „heile Welt“ in den mennonitschen Kolonien sich so dramatisch entwickeln konnten?

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